21-cm-Schnelladekanone L/45
Hauptbewaffnung der SMS Blücher.
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Die 21-cm-Schnelladekanone L/45, kurz 21-cm-SK L/45, war ein Schiffsgeschütz des Deutschen Kaiserreiches und wurde ab 1909 auf dem Goßen Kreuzer Blücher der Kaiserlichen Marine eingesetzt.
| 21-cm-Schnelladekanone L/45 | |
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| Allgemeine Angaben | |
| Entwickler/Hersteller | Friedrich Krupp AG |
| Entwicklungsjahr | 1905 |
| Produktionsstart | 1906 |
| Stückzahl | 16 |
| Waffenkategorie | Schiffsartillerie |
| Technische Daten | |
| Gesamtlänge | 9,4 m |
| Rohrlänge | 8,8 m |
| Kaliber | 21 cm |
| Kaliberlänge | L/45 |
| Höhenrichtbereich | -5° – +30° Winkelgrad |
Technische Beschreibung
Für die Hauptbewaffnung des Großen Kreuzer Blücher wurden insgesamt 16 Geschütze hergestellt. Zwölf davon wurden in Zwillingstürmen des Typ DRL C/06 (DRL = Drehringlafette) zusammengefasst. Jeder Geschützturm hatte dabei ein Gewicht von 200 t.[1] Die verfügbare Munitionsreserven auf dem Großen Kreuzer betrugen 1020 Geschosse, wobei jedes Geschütz über 85 Stück verfügte. Dabei wogen die Geschosse zwischen 108 und 113,5 kg. Besonderheit bei diesen Geschützen war die Munition. Im Gegensatz zu der üblichen getrennten Munition mit der Ladung in Kartuschenbeuteln wurden hier Ladungen in Messinghülsen verwendet.
Die 21-cm-Schnelladekanone L/45 bestand aus einem Geschützrohr mit zwei Lagen von Ringen, einem Mantel und einem horizontalen Gleitkeilverschluss. Die Rohrerhöhung lag im Bereich zwischen −5 und +30 Winkelgrad. Der seitliche Richtbereich des vorderen und hinteren Zwillingsturms der Blücher lag nach rechts und links bei jeweils 150 Winkelgrad. Sie seitlichen Geschütztürme konnten nur zwischen +30 und +150 Winkelgrad gedreht werden. Bei einer Mündungsgeschwindigkeit von 900 m/s konnten die Geschosse bis zu 19 km weit fliegen. Dabei war eine Kadenz von 4–6 Geschossen in der Minute möglich.
Einsatz
Zum Einsatz kamen die Geschütze in je einem Zwillingsturm vorn und hinten auf der Blücher. Weiterhin wurden je zwei Zwillingstürme zu beiden Seiten des Schiffes montiert. Nachdem die Blücher bei dem Gefecht auf der Doggerbank versenkt wurde, wurde die vier noch verfügbaren Reservegeschütze an die Kaiserliche Armee übergeben.[2] Zusammen mit den älteren 21-cm-Schnelladekanonen L/40 wurden diese Geschütze dann zu Eisenbahngeschützen mit der Kurzbezeichnung „Peter Adalbert“ umgebaut.
Literatur
- John Campbell: Naval Weapons of World War Two. Conway Maritime Press, London 2002, ISBN 0-87021-459-4.
- Erich Gröner: German warships, 1815-1945. Naval Institute Press, Annapolis 1990, ISBN 978-0-87021-790-6.
- Norman Friedman: Naval weapons of World War One. Seaforth, Barnsley 2011, ISBN 978-1-84832-100-7.