AC Monza

italienischer Fußballverein From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Associazione Calcio Monza, kurz AC Monza oder Monza, ist ein 1912 gegründeter italienischer Fußballverein aus der lombardischen Stadt Monza.

Schnelle Fakten Basisdaten, Erste Fußballmannschaft ...
AC Monza
Logo der AC Monza
Basisdaten
Name Associazione Calcio Monza S.p.A.
Sitz Monza, Italien
Gründung 1912
Farben rot, weiß
Eigentümer Beckett Layne Ventures
Präsident Lauren Crampsie
Website acmonza.com
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Ivan Jurić
Spielstätte U-Power Stadium
Plätze 17.102
Liga Serie A
2025/26 3. Platz   (Serie B)
Heim
Auswärts
Ausweich
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Weitere Bezeichnungen sind I Biancorossi („Die Weiß-Roten“) und I Brianzoli („Die Brianzoli“).

Die Heimspielstätte ist das rund 17.000 Zuschauer fassende U-Power Stadium. Als Trainingsgelände dient dem Verein das Centro sportivo Monzello, das sich im Norden der Stadt Monza befindet.

Die AC Monza spielte in der Saison 2022/23 erstmals in der Serie A. In den folgenden drei Spielzeiten gehörte der Klub der höchsten italienischen Spielklasse an, ehe 2025 der Abstieg in die Serie B erfolgte. Bereits zur Saison 2026/27 gelang der direkte Wiederaufstieg.

Geschichte

Gründerväter und Mannschaft der Associazione Calcio Monza (1912)

Der heutige Verein geht auf die am 1. September 1912 gegründete Monza Foot Ball Club zurück, die aus der Fusion mehrerer lokaler Fußballvereine hervorging. Seit den 1920er Jahren etablierte sich Monza dauerhaft im italienischen Ligabetrieb und entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Vereine der Region Brianza.

Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte der Verein überwiegend in der Serie B und gehörte über Jahrzehnte zu den festen Größen der zweithöchsten italienischen Spielklasse. Trotz zahlreicher vorderer Platzierungen blieb der Aufstieg in die Serie A zunächst aus. Nationale Bekanntheit erlangte Monza insbesondere durch vier Siege in der Coppa Italia Serie C (1974, 1975, 1988 und 1991), womit der Verein Rekordsieger des Wettbewerbs ist.

Den größten internationalen Erfolg feierte der Klub 1976 mit dem Gewinn des Anglo-Italian Cup. Im Finale besiegte Monza den AFC Wimbledon mit 1:0.

Nach finanziellen Schwierigkeiten zu Beginn des 21. Jahrhunderts wechselte der Verein mehrfach den Eigentümer. 2015 wurde die Gesellschaft nach einer Insolvenz neu gegründet und unter dem Namen Società Sportiva Dilettantistica Monza 1912 in die vierthöchste Spielklasse eingegliedert.

Im September 2018 übernahm die Holding Fininvest des früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi die Mehrheitsanteile am Verein. Gemeinsam mit dem langjährigen Fußballfunktionär Adriano Galliani leitete Berlusconi eine umfassende sportliche Neuausrichtung ein. Bereits 2020 gelang als Meister der Serie C die Rückkehr in die Serie B.[1]

Mannschaft und Anhänger der AC Monza feiern den erstmaligen Aufstieg in die Serie A (2022)

In der Saison 2021/22 erreichte Monza den vierten Tabellenplatz und qualifizierte sich für die Aufstiegs-Play-offs. Durch einen Finalsieg gegen den Pisa Sporting Club stieg der Verein erstmals in seiner Geschichte in die Serie A auf. In den folgenden beiden Spielzeiten etablierte sich Monza im italienischen Oberhaus und erreichte mit dem elften Platz in der Saison 2022/23 die bis dahin beste Platzierung der Vereinsgeschichte. Nach dem Tod Silvio Berlusconis im Juni 2023 verblieb der Verein zunächst im Besitz der Familienholding Fininvest.[2]

Nach dem 20. Tabellenplatz in der Saison 2024/25 stieg Monza wieder in die Serie B ab. Im Juli 2025 vereinbarte Fininvest den Verkauf des Vereins an die US-amerikanische Investmentgesellschaft Beckett Layne Ventures, die im September desselben Jahres zunächst 80 Prozent der Anteile übernahm.[3] Bereits in der Saison 2025/26 gelang über die Aufstiegs-Play-offs der direkte Wiederaufstieg, sodass der Verein zur Saison 2026/27 erneut in der Serie A vertreten ist.

Farben, Wappen und Spitznamen

Die Vereinsfarben der AC Monza sind Rot und Weiß, die traditionellen Farben der Stadt Monza. Seit den 1930er Jahren tritt der Verein überwiegend in roten Trikots mit weißen Elementen an.[4] Aus dieser Farbkombination leitet sich auch der gebräuchliche Spitzname Biancorossi („Die Weiß-Roten“) ab. Darüber hinaus wird die Mannschaft häufig als Brianzoli bezeichnet, in Anlehnung an die Region Brianza, deren bedeutendster Fußballverein die AC Monza ist.

Das Vereinswappen wurde im Laufe der Geschichte mehrfach überarbeitet. Als wiederkehrendes Element findet sich die Corona Ferrea (Eiserne Krone), die im Dom von Monza aufbewahrt wird und zu den bedeutendsten historischen Symbolen der Stadt zählt. Das aktuelle Wappen greift die Krone in stilisierter Form auf und kombiniert sie mit den Vereinsfarben Rot und Weiß.[5]

Stadion

Das U-Power Stadium

Die AC Monza trägt seine Heimspiele im Stadio Brianteo aus, das seit 2020 im Rahmen eines Namenssponsorings den Namen U-Power Stadium trägt. Die Spielstätte wurde 1988 eröffnet und befindet sich im Osten der Stadt Monza. Sie bietet Platz für rund 17.000 Zuschauer und ersetzte das historische Stadio Gino Alfonso Sada, das dem Verein seit 1945 als Heimstadion gedient hatte.[6]

Im Zuge des Aufstiegs in die Serie A wurde das Stadion mehrfach modernisiert und an die Anforderungen der höchsten italienischen Spielklasse angepasst.[6]

Ligazugehörigkeit

Seit der Einführung der landesweiten Serie A und Serie B im Jahr 1929 spielte die AC Monza insgesamt 4 Spielzeiten in der Serie A, 42 Spielzeiten in der Serie B und 37 Spielzeiten in der Serie C. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Ligazugehörigkeit sowie die Auf- und Abstiege des Vereins.

Weitere Informationen Liga, Spielzeiten ...
Liga Spielzeiten Letzte Teilnahme Aufstiege Abstiege
Serie A 4 2026/27 1 (2024/25)
Serie B 42 2025/26 2 (2021/22, 2025/26) 4 (1936/37, 1940/41, 1980/81, 2000/01)
Serie C 37 2019/20 4 (1950/51, 1966/67, 1975/76, 2019/20) 5 (1946/47, 1954/55, 1955/56, 1974/75, 2014/15)
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Personal

Aktueller Kader der Saison 2024/25

Stand: 28. Mai 2025[7]

Weitere Informationen Nr., Position ...
Nr. Position Name
2 SchwedenSchweden AB Arvid Brorsson
3 Serbien AB Stefan Leković (Leihe von FK Roter Stern Belgrad)
4 ItalienItalien AB Armando Izzo
5 ItalienItalien AB Luca Caldirola
6 ItalienItalien MF Roberto Gagliardini
7 Elfenbeinküste MF Jean-Daniel Akpa Akpro (Leihe von Lazio Rom)
8 Polen MF Kacper Urbański (Leihe von FC Bologna)
10 ItalienItalien ST Gianluca Caprari
11 ItalienItalien MF Gaetano Castrovili (Leihe von Lazio Rom)
12 ItalienItalien MF Stefano Sensi
13 PortugalPortugal AB Pedro Pereira
17 Senegal ST Keita Baldé
18 ItalienItalien MF Kevin Zeroli (Leihe von AC Mailand)
19 ItalienItalien AB Samuele Birindelli
20 EnglandEngland ST Omari Forson
21 ItalienItalien TW Semuel Pizzignacco
Nr. Position Name
22 Argentinien AB Tomás Palacios (Leihe von Inter Mailand)
30 ItalienItalien TW Stefano Turati (Leihe von US Sassuolo)
32 ItalienItalien MF Matteo Pessina (C)ein weißes C in blauem Kreis
33 ItalienItalien AB Danilo D’Ambrosio
35 Kongo Republik ST Silvère Ganvoula
37 ItalienItalien ST Andrea Petagna
42 ItalienItalien MF Alessandro Bianco (Leihe von AC Florenz)
44 ItalienItalien AB Andrea Carboni
47 PortugalPortugal ST Dany Mota
55 ItalienItalien ST Kevin Martins
57 ItalienItalien MF Leonardo Colombo
69 ItalienItalien TW Andrea Mazza
77 GriechenlandGriechenland AB Giorgos Kyriakopoulos
80 ItalienItalien MF Samuele Vignato
84 ItalienItalien ST Patrick Ciurria
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Hall of Fame

Die folgenden Personen führte der Verein 2022 in seiner vereinsinterne Hall of Fame.[8]

Ehemalige Trainer

  • Technisches Komitee (1912–1927)
  • Italien 1861 Cesare Lovati (1928–1929)
  • Italien 1861 Ettore Reynaudi (1929–1930)
  • Technisches Komitee (1930–1935)
  • Italien 1861 Leopoldo Conti (1935–1936)
  • Italien 1861 Silvio Stritzel (1936–1937)
  • Italien 1861 Angelo Albertoni (1937–1938)
  • Italien 1861 Leopoldo Conti (1938–1939)
  • Italien 1861 Alessandro Scarioni (1939–1940)
  • Italien 1861 Angelo Piffarerio (1940–1942)
  • Italien 1861 Mario Antonioli (1942–1943)
  • ItalienItalien Angelo Piffarerio (1945–1947)
  • ItalienItalien Luigi Bonizzoni (1947–1948)
  • ItalienItalien Oreste Barale (1948–1949)
  • ItalienItalien Annibale Frossi (1949–1953)
  • ItalienItalien Fioravante Baldi (1953–1954)
  • ItalienItalien Carlo Alberto Quario (1954–1955)
  • ItalienItalien Pietro Rava (1955–1956)
  • ItalienItalien Eraldo Monzeglio (1956)
  • ItalienItalien Bruno Arcari (1956–1958)
  • ItalienItalien Pietro Rava (1958–1959)
  • ItalienItalien Manlio Cipolla (1959)
  • ItalienItalien Attilio Kossovel (1959–1960)
  • Argentinien Hugo Lamanna (1960–1964)
  • ItalienItalien Vittorio Malagoli (1964–1965)
  • ItalienItalien Vincenzo Rigamonti (1965–1966)
  • ItalienItalien Bruno Dazzi (1966)
  • ItalienItalien Luigi Radice (1966–1968)
  • ItalienItalien Bruno Dazzi (1968)
  • SchwedenSchweden Nils Liedholm (1968–1969)
  • ItalienItalien Luigi Radice (1969–1971)
  • ItalienItalien Franco Viviani (1971–1973)
  • ItalienItalien Gino Pivatelli (1973)
  • ItalienItalien Mario David (1973–1975)
  • ItalienItalien Alfredo Magni (1975–1980)
  • ItalienItalien Sergio Carpanesi (1980)
  • ItalienItalien Lamberto Giorgis (1980–1981)
  • ItalienItalien Franco Fontana (1981–1982)
  • ItalienItalien Guido Mazzetti (1982–1983)
  • ItalienItalien Alfredo Magni (1983–1986)
  • ItalienItalien Paolo Carosi (1986)
  • ItalienItalien Antonio Pasinato (1986–1987)
  • ItalienItalien Pierluigi Frosio (1987–1990)
  • ItalienItalien Franco Varrella (1990–1991)
  • ItalienItalien Giovanni Trainini (1991–1993)
  • ItalienItalien Nedo Sonetti (1993–1994)
  • ItalienItalien Simone Boldini (1994–1996)
  • ItalienItalien Giorgio Rumignani (1996–1997)
  • ItalienItalien Luigi Radice (1997)
  • ItalienItalien Bruno Bolchi (1997–1998)
  • ItalienItalien Pierluigi Frosio (1998–2000)
  • ItalienItalien Roberto Antonelli (2000–2001)
  • ItalienItalien Gaetano Salvemini (2001)
  • ItalienItalien Simone Boldini (2001)
  • ItalienItalien Romano Cazzaniga (2001)
  • ItalienItalien Roberto Antonelli (2001–2002)
  • ItalienItalien Romano Cazzaniga (2002)
  • ItalienItalien Simone Boldini (2002)
  • ItalienItalien Oscar Piantoni (2002–2003)
  • ItalienItalien Massimo Pedrazzini (2003–2004)
  • ItalienItalien Giovanni Trainini (2004–2005)
  • ItalienItalien Antonio Sala (2005)
  • ItalienItalien Giuliano Sonzogni (2005–2007)
  • ItalienItalien Giovanni Pagliari (2007–2008)
  • ItalienItalien Dario Marcolin (2008)
  • ItalienItalien Giuliano Sonzogni (2008–2009)
  • ItalienItalien Roberto Cevoli (2009–2010)
  • ItalienItalien Alessio De Petrillo (2010)
  • ItalienItalien Corrado Verdelli (2010–2011)
  • ItalienItalien Gianfranco Motta (2011–2012)
  • ItalienItalien Antonino Asta (2012–2014)
  • ItalienItalien Fulvio Pea (2014–2015)
  • ItalienItalien Alessio Delpiano (2015–2016)
  • ItalienItalien Sandro Salvioni (2016)
  • ItalienItalien Alessio Delpiano (2016)
  • ItalienItalien Marco Zaffaroni (2016–2018)
  • ItalienItalien Cristian Brocchi (2018–2021)
  • ItalienItalien Giovanni Stroppa (2021–2022)
  • ItalienItalien Raffaele Palladino (2022–2024)
  • ItalienItalien Alessandro Nesta (2024, 2025)
  • ItalienItalien Salvatore Bocchetti (2024–2025)
  • ItalienItalien Paolo Bianco (2025–2026)
  • Kroatien Ivan Jurić (2026–)
Commons: AC Monza – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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