AC Monza
italienischer Fußballverein
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Die Associazione Calcio Monza, kurz AC Monza oder Monza, ist ein 1912 gegründeter italienischer Fußballverein aus der lombardischen Stadt Monza.
| AC Monza | ||||
| Basisdaten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Name | Associazione Calcio Monza S.p.A. | |||
| Sitz | Monza, Italien | |||
| Gründung | 1912 | |||
| Farben | rot, weiß | |||
| Eigentümer | Beckett Layne Ventures | |||
| Präsident | Lauren Crampsie | |||
| Website | acmonza.com | |||
| Erste Fußballmannschaft | ||||
| Cheftrainer | Ivan Jurić | |||
| Spielstätte | U-Power Stadium | |||
| Plätze | 17.102 | |||
| Liga | Serie A | |||
| 2025/26 | 3. Platz (Serie B) | |||
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Weitere Bezeichnungen sind I Biancorossi („Die Weiß-Roten“) und I Brianzoli („Die Brianzoli“).
Die Heimspielstätte ist das rund 17.000 Zuschauer fassende U-Power Stadium. Als Trainingsgelände dient dem Verein das Centro sportivo Monzello, das sich im Norden der Stadt Monza befindet.
Die AC Monza spielte in der Saison 2022/23 erstmals in der Serie A. In den folgenden drei Spielzeiten gehörte der Klub der höchsten italienischen Spielklasse an, ehe 2025 der Abstieg in die Serie B erfolgte. Bereits zur Saison 2026/27 gelang der direkte Wiederaufstieg.
Geschichte

Der heutige Verein geht auf die am 1. September 1912 gegründete Monza Foot Ball Club zurück, die aus der Fusion mehrerer lokaler Fußballvereine hervorging. Seit den 1920er Jahren etablierte sich Monza dauerhaft im italienischen Ligabetrieb und entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Vereine der Region Brianza.
Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte der Verein überwiegend in der Serie B und gehörte über Jahrzehnte zu den festen Größen der zweithöchsten italienischen Spielklasse. Trotz zahlreicher vorderer Platzierungen blieb der Aufstieg in die Serie A zunächst aus. Nationale Bekanntheit erlangte Monza insbesondere durch vier Siege in der Coppa Italia Serie C (1974, 1975, 1988 und 1991), womit der Verein Rekordsieger des Wettbewerbs ist.
Den größten internationalen Erfolg feierte der Klub 1976 mit dem Gewinn des Anglo-Italian Cup. Im Finale besiegte Monza den AFC Wimbledon mit 1:0.
Nach finanziellen Schwierigkeiten zu Beginn des 21. Jahrhunderts wechselte der Verein mehrfach den Eigentümer. 2015 wurde die Gesellschaft nach einer Insolvenz neu gegründet und unter dem Namen Società Sportiva Dilettantistica Monza 1912 in die vierthöchste Spielklasse eingegliedert.
Im September 2018 übernahm die Holding Fininvest des früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi die Mehrheitsanteile am Verein. Gemeinsam mit dem langjährigen Fußballfunktionär Adriano Galliani leitete Berlusconi eine umfassende sportliche Neuausrichtung ein. Bereits 2020 gelang als Meister der Serie C die Rückkehr in die Serie B.[1]

In der Saison 2021/22 erreichte Monza den vierten Tabellenplatz und qualifizierte sich für die Aufstiegs-Play-offs. Durch einen Finalsieg gegen den Pisa Sporting Club stieg der Verein erstmals in seiner Geschichte in die Serie A auf. In den folgenden beiden Spielzeiten etablierte sich Monza im italienischen Oberhaus und erreichte mit dem elften Platz in der Saison 2022/23 die bis dahin beste Platzierung der Vereinsgeschichte. Nach dem Tod Silvio Berlusconis im Juni 2023 verblieb der Verein zunächst im Besitz der Familienholding Fininvest.[2]
Nach dem 20. Tabellenplatz in der Saison 2024/25 stieg Monza wieder in die Serie B ab. Im Juli 2025 vereinbarte Fininvest den Verkauf des Vereins an die US-amerikanische Investmentgesellschaft Beckett Layne Ventures, die im September desselben Jahres zunächst 80 Prozent der Anteile übernahm.[3] Bereits in der Saison 2025/26 gelang über die Aufstiegs-Play-offs der direkte Wiederaufstieg, sodass der Verein zur Saison 2026/27 erneut in der Serie A vertreten ist.
Farben, Wappen und Spitznamen
Die Vereinsfarben der AC Monza sind Rot und Weiß, die traditionellen Farben der Stadt Monza. Seit den 1930er Jahren tritt der Verein überwiegend in roten Trikots mit weißen Elementen an.[4] Aus dieser Farbkombination leitet sich auch der gebräuchliche Spitzname Biancorossi („Die Weiß-Roten“) ab. Darüber hinaus wird die Mannschaft häufig als Brianzoli bezeichnet, in Anlehnung an die Region Brianza, deren bedeutendster Fußballverein die AC Monza ist.
Das Vereinswappen wurde im Laufe der Geschichte mehrfach überarbeitet. Als wiederkehrendes Element findet sich die Corona Ferrea (Eiserne Krone), die im Dom von Monza aufbewahrt wird und zu den bedeutendsten historischen Symbolen der Stadt zählt. Das aktuelle Wappen greift die Krone in stilisierter Form auf und kombiniert sie mit den Vereinsfarben Rot und Weiß.[5]
- Die Eiserne Krone, ein stetiges Symbol der AC Monza
- 2004 bis 2013
- Seit 2019
Stadion

Die AC Monza trägt seine Heimspiele im Stadio Brianteo aus, das seit 2020 im Rahmen eines Namenssponsorings den Namen U-Power Stadium trägt. Die Spielstätte wurde 1988 eröffnet und befindet sich im Osten der Stadt Monza. Sie bietet Platz für rund 17.000 Zuschauer und ersetzte das historische Stadio Gino Alfonso Sada, das dem Verein seit 1945 als Heimstadion gedient hatte.[6]
Im Zuge des Aufstiegs in die Serie A wurde das Stadion mehrfach modernisiert und an die Anforderungen der höchsten italienischen Spielklasse angepasst.[6]
Ligazugehörigkeit
Seit der Einführung der landesweiten Serie A und Serie B im Jahr 1929 spielte die AC Monza insgesamt 4 Spielzeiten in der Serie A, 42 Spielzeiten in der Serie B und 37 Spielzeiten in der Serie C. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Ligazugehörigkeit sowie die Auf- und Abstiege des Vereins.
Personal
Aktueller Kader der Saison 2024/25
Stand: 28. Mai 2025[7]
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Hall of Fame
Die folgenden Personen führte der Verein 2022 in seiner vereinsinterne Hall of Fame.[8]
Francesco Antonioli (1986–1988)
Evaristo Beccalossi (1985–1986)
Ariedo Braida (1975–1977)
Marco Branca (2000–2001)
Ruben Buriani (1974–1977)
Pierluigi Casiraghi (1985–1989)
Luciano Castellini (1965–1970)
Alessandro Costacurta (1986–1987)
Walter De Vecchi (1975–1978)
Luigi Di Biagio (1989–1992)
Patrice Evra (1999–2000)
Maurizio Ganz (1988–1989)
Jean-François Gillet (1999–2000)
Nils Liedholm (1968–1969)
Daniele Massaro (1978–1981)
Paolo Monelli (1978–1981)
Emiliano Mondonico (1970–1971)
Giulio Nuciari (1988–1989)
Davide Pinato (1983–1988)
Felice Pulici (1977–1978)
Luigi Radice (1969–1970)
Anselmo Robbiati (1987–1993, 2004–2005)
Fulvio Saini (1980–1998)
Claudio Sala (1965–1967)
Patrizio Sala (1973–1975)
Giovanni Stroppa (1987–1989)
Giuliano Terraneo (1974–1977)
Marco Zaffaroni (2004–2008)
Ehemalige Trainer
- Technisches Komitee (1912–1927)
Cesare Lovati (1928–1929)
Ettore Reynaudi (1929–1930)- Technisches Komitee (1930–1935)
Leopoldo Conti (1935–1936)
Silvio Stritzel (1936–1937)
Angelo Albertoni (1937–1938)
Leopoldo Conti (1938–1939)
Alessandro Scarioni (1939–1940)
Angelo Piffarerio (1940–1942)
Mario Antonioli (1942–1943)
Angelo Piffarerio (1945–1947)
Luigi Bonizzoni (1947–1948)
Oreste Barale (1948–1949)
Annibale Frossi (1949–1953)
Fioravante Baldi (1953–1954)
Carlo Alberto Quario (1954–1955)
Pietro Rava (1955–1956)
Eraldo Monzeglio (1956)
Bruno Arcari (1956–1958)
Pietro Rava (1958–1959)
Manlio Cipolla (1959)
Attilio Kossovel (1959–1960)
Hugo Lamanna (1960–1964)
Vittorio Malagoli (1964–1965)
Vincenzo Rigamonti (1965–1966)
Bruno Dazzi (1966)
Luigi Radice (1966–1968)
Bruno Dazzi (1968)
Nils Liedholm (1968–1969)
Luigi Radice (1969–1971)
Franco Viviani (1971–1973)
Gino Pivatelli (1973)
Mario David (1973–1975)
Alfredo Magni (1975–1980)
Sergio Carpanesi (1980)
Lamberto Giorgis (1980–1981)
Franco Fontana (1981–1982)
Guido Mazzetti (1982–1983)
Alfredo Magni (1983–1986)
Paolo Carosi (1986)
Antonio Pasinato (1986–1987)
Pierluigi Frosio (1987–1990)
Franco Varrella (1990–1991)
Giovanni Trainini (1991–1993)
Nedo Sonetti (1993–1994)
Simone Boldini (1994–1996)
Giorgio Rumignani (1996–1997)
Luigi Radice (1997)
Bruno Bolchi (1997–1998)
Pierluigi Frosio (1998–2000)
Roberto Antonelli (2000–2001)
Gaetano Salvemini (2001)
Simone Boldini (2001)
Romano Cazzaniga (2001)
Roberto Antonelli (2001–2002)
Romano Cazzaniga (2002)
Simone Boldini (2002)
Oscar Piantoni (2002–2003)
Massimo Pedrazzini (2003–2004)
Giovanni Trainini (2004–2005)
Antonio Sala (2005)
Giuliano Sonzogni (2005–2007)
Giovanni Pagliari (2007–2008)
Dario Marcolin (2008)
Giuliano Sonzogni (2008–2009)
Roberto Cevoli (2009–2010)
Alessio De Petrillo (2010)
Corrado Verdelli (2010–2011)
Gianfranco Motta (2011–2012)
Antonino Asta (2012–2014)
Fulvio Pea (2014–2015)
Alessio Delpiano (2015–2016)
Sandro Salvioni (2016)
Alessio Delpiano (2016)
Marco Zaffaroni (2016–2018)
Cristian Brocchi (2018–2021)
Giovanni Stroppa (2021–2022)
Raffaele Palladino (2022–2024)
Alessandro Nesta (2024, 2025)
Salvatore Bocchetti (2024–2025)
Paolo Bianco (2025–2026)
Ivan Jurić (2026–)
Weblinks
- Offizielle Website der AC Monza (italienisch, englisch)