Fala (Sprache)
indogermanische Sprache
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Fala ist eine romanische Sprache. Sie stellt einen Zweig des Galicisch-Portugiesischen dar und wird heute in den Gemeinden San Martín de Trevejo (in Fala: Sa Martín de Trebellu), Eljas (As Ellas) und Valverde del Fresno (Valverdi du Fresnu) im Valle de Jálama (Val de Xálima) und im Val du riu Ellas, zwei Tälern im Nordwesten der spanischen Provinz Cáceres an der Grenze zu Portugal, gesprochen.
| Fala | ||
|---|---|---|
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Gesprochen in |
Spanien | |
| Sprecher | rund 6.500 (Schätzwert, Zahlen schwanken zwischen 6.000 und 10.000) | |
| Linguistische Klassifikation |
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| Offizieller Status | ||
| Amtssprache in | – | |
| Sprachcodes | ||
| ISO 639-1 | – | |
| ISO 639-2 | roa | |
| ISO 639-3 | fax | |
„Fala“ ist zugleich die regionale Bezeichnung für allgemein die informelle Sprachebene, wie sie in der Familie und Nachbarschaft zur Anwendung gelangt.
Alphabet
Das Alphabet hat 23 Buchstaben: [1]
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Verbreitung
In jeder der genannten Gemeinden bestehen eigenständige Dialekte. Die Zahl der Sprecher in den Gemeinden wird auf 6.000 bis zum Teil 10.000 Sprecher geschätzt; der Anteil der Menschen in diesen Orten, die ständig Fala in der Familie sprechen, steigt und betrug 1994 etwa 80 Prozent. Wie schwierig die Zuordnung ist, zeigt folgende Umfrage von José Luis Martín Galindo aus dem Jahr 1993: In San Martín de Trevejo bezeichnen 13 Prozent der Einwohner das Fala als Dialekt des Castellano, 20 Prozent als portugiesischen Dialekt und 67 Prozent als eigene Sprache. Nach dem Galicischen, dessen Orthographie für das Fala bewusst nicht übernommen worden ist, wurde hierbei nicht gefragt.
Entstehung
Die Theorien zur Herkunft des Fala sind vielfältig, die Sprache dürfte jedoch vermutlich im 13. Jahrhundert im Zuge der Reconquista entstanden sein. Aus dieser Zeit stammen wohl auch die von vielen Linguisten konstatierten Einflüssen der mittelalterlichen asturleonesischen Sprache. Antonio Viudas Camarasa hält Fala für eine Übergangsform zwischen dem Galicisch-Portugiesischen und dem alten Asturleonesischen, die sich verselbstständigt hat.[2] José Luis Martín Galindo (1993) vermutet auch keltische Einflüsse, die besonders in Toponymen deutlich werden. Darüber hinaus nehmen Sprachforscher an, dass eine enge Beziehung zu der in Sabugal in Portugal gesprochenen Sprache sowie zum Dialekt von La Alamedilla (Provinz Salamanca) und eventuell auch zu Dialekten der Extremadura besteht.
Merkmale

Typisch sind der Wandel der auf eine betonte Silbe folgenden Vokale -o und -e in -u und -i (castellu statt castello: Burg, calli statt calle: Gasse), des Schlusskonsonanten -r in -l, des stimmhaften z in ein interdentales d und der Schwund des -n meist in unbetonten Silben am Wortende.
- Beispiel: u día da nosa fala (kastilisches Spanisch: un día de nuestra habla) = „ein Tag unserer Sprache“
Literatur
Es gibt nicht viel Literatur in Fala. Zu den in dieser Sprache veröffentlichten Büchern gehört „Versus Valeoris da nosa fala - Obra poética mañega“[3] von Domingo Frades Gaspar. Es handelt sich um eine Sammlung von Gedichten, die der Autor über einen Zeitraum von fünfzig Jahren verfasst hat. Es gibt auch einige Bücher von „Contus und Relatus Cortus“.[4]
Weitere Texte in Fala finden sich in „Anduriña – Revista Cultural de As Ellas“, herausgegeben vom Kulturverein „U Lagartu Verdi“ in Zusammenarbeit mit dem Stadtrat von Eljas, das seit 1997 erscheint.[5]
Zu den Übersetzungen gehören „Novu Testamentu en Fala“, übersetzt von Mingu (Domingo Frades Gaspar), und „El Principito“ (Der kleine Prinz).[6] Koordiniert von Antonio Garrido Correas, wurde es von drei Freunden durchgeführt: Mingu, Seve und Pepi (Domingo Frades Gaspar, Félix Severino López Fernández und José María).
„Als ich sechs Jahre alt war, sah ich, sah ich, sah ich ein großartiges Bild in einem Buch über Bosqui Vilgin mit dem Titel ‚Geschichten, die du erlebt hast‘.“"[7]
2026 veröffentlichte Vicente Costalago „Vérsus sóltus“, einen Gedichtband, der nach dem „UEX Spelling Proposal“ verfasst wurde.[8]