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Abdallah ibn al-Mu'tazz

kurzzeitiger Kalif der Abbasiden-Dynastie From Wikipedia, the free encyclopedia

Abdallah ibn al-Mu'tazz (arabisch عبد الله بن المعتز ʿAbd Allāh ibn al-Muʿtazz; geb. 861 in Samarra, gest. im Dezember 908 in Bagdad) war ein Kalif der Abbasiden-Dynastie und bedeutender arabischer Poet und Literaturwissenschaftler.

Familie

Abdallah ibn Al-Mu'tazz war ein Sohn des dreizehnten Abbasiden-Kalifen al-Mu'tazz mit Fatima bint al-Fath ibn Khaqan.[1]

Politisches Wirken

Abdallah ibn al-Mu'tazz war der Sohn des dreizehnten Abbasiden-Kalifen al-Mu'tazz. Nach dem Tod des 17. Kalifen al-Muktafi wurde er am 17. Dezember 908 selbst zum Kalifen gekrönt, aber noch am selben Tag gestürzt und am 29. Dezember ermordet aufgefunden, während al-Muqtadir (reg. 908–932) den Thron bestieg und offiziell als 18. Abbasiden-Kalif gilt.[2]

Wirken als Dichter und Schriftsteller

Bekannt ist er jedoch als bedeutender Dichter und Autor des Werks Kitab al-Badi, einer frühen Studie der Formen der arabischen Dichtkunst. Das Werk wird als eines der frühesten arabischen Werke der Literaturtheorie und Literaturkritik angesehen.[3]

Privatleben

Besitz von Sklavinnen

Abdallah ibn al-Mu'tazz besaß mehrere Sklavinnen, darunter eine Sängersklavin namens Tuhfa,[4] die er ausbildete.[5] Eine weitere war die Sklavin Daula. Sie half ihm in seiner literarischen Arbeit und war mutmaßlich auch seine Konkubine. Ibn al-Mu'tazz dichtete über sie:

„Ich stand am Euphrat, die Boote bewegungslos im flachen Wasser. Dann erinnerte ich mich an dich, Tränen flossen, und, als ob Sturmwinde sie erfassten, fuhren die Boote vorbei.“[6]

Siehe auch

Einzelnachweise

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