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Abū l-Husain al-Husainī al-Quraschī

Anführer des Islamischen Staates im Irak und in der Levante seit November 2022 From Wikipedia, the free encyclopedia

Abū l-Husain al-Husainī al-Quraschī (arabisch أبو الحسين الحسيني القرشي, DMG Abū l-Ḥusain al-Husainī al-Qurašī, * 1979; † 2023) war ab dem 30. November 2022 der vierte Anführer des Islamischen Staats. Nach dem Tod des vorherigen Anführers Abū l-Hasan al-Hāschimī al-Quraschī, der im Kampf gestorben sein soll, wurde er vom IS-Sprecher Abū ʿUmar al-Muhādschir in einer offiziellen Audioaufnahme als Nachfolger proklamiert.[1][2]

Tod

Am 30. April 2023 gab der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan bekannt, dass der türkische Geheimdienst Abū l-Husain am Vortag, dem 29. April, aufgespürt und „neutralisiert“ habe.[3] Diese Information wurde mit Vorsicht aufgenommen, da die wahre Identität von Abū l-Husain noch immer unbekannt war und die Türkei zuvor behauptet hatte, den ehemaligen Kalifen Abū l-Hasan al-Hāschimī al-Quraschī im Mai letzten Jahres festgenommen zu haben, was sich als falsch herausstellte, als er Mitte Oktober desselben Jahres in Darʿā getötet wurde.[4][5] Ebenfalls verdächtig erschien, dass die Information des türkischen Präsidenten nur zwei Wochen vor den türkischen Nationalwahlen erschien.[6]

Am 1. Mai 2023 teilte außerdem ein US-Beamter mit, man könne die Behauptung der Türkei, dass ihre Streitkräfte Abū l-Husain al-Husainī al-Quraschī getötet hätten, nicht bestätigen.[7]

Anfang August 2023 ließ allerdings die Terrormiliz selbst verlautbaren, Abū l-Husain al-Husainī al-Quraschī sei bei „direkten Kämpfen“ in Syrien getötet worden.[8] Als sogenannter Kalif folgte ihm Abū Hafs al-Hāshimī al-Qurashī am 3. August.

Commons: Abu al-Hussein al-Husseini al-Qurashi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege

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