Adalhard (Karolinger)
Sohn des Karolingers Bernhard
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Adalhard (* wohl 752; † 2. Januar 826) war ein Sohn des Karolingers Bernhard, des unehelichen Sohns Karl Martells, und einer Fränkin.
Er wurde 772 Mönch, war dann 781 bis 814 (unter Karl dem Großen, für den er als missus mit wichtigen Aufgaben betraut war) und ab 821 Abt von Corbie, ab 822 auch erster Abt von Corvey im Weserbergland. In den Jahren dazwischen, nach dem Tode Karls des Großen, wurde er durch Ludwig den Frommen verbannt nach Noirmoutier.[1] Während seiner Verbannung in die Abtei Noirmoutier amtierte als sein Nachfolger in der Abtei Corbie Abt Adalhard II., der im Jahre 815 das Kloster Hethis gründete, dessen Standort in der Nähe von Neuhaus vermutet wird und das bereits im Jahre 822 nach Corvey verlegt wurde.
Eine von Adalhard unterzeichnete Urkunde ist das älteste bekannte Dokument, in dem die Verwendung von Hopfen beim Bierbrauen erwähnt wird.[2]
Eine Vita wurde von Radbertus wohl schon kurz nach dem Tode Adalhards verfasst.[3] Er wurde 1024 heiliggesprochen, sein Gedenktag ist der 2. Januar.[4]
Literatur
- Friedrich Wilhelm Bautz: Adalhard, Abt von Corbie. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 1, Bautz, Hamm 1975. 2., unveränderte Auflage. Hamm 1990, ISBN 3-88309-013-1, Sp. 29.
- Philippe Depreux: Prosopographie de l’entourage de Louis le Pieux (781–840) (=Instrumenta 1). Thorbecke, Sigmaringen 1997. ISBN 978-3-7995-7265-1
- Brigitte Kasten: Adalhard von Corbie. Die Biographie eines karolingischen Politikers und Klostervorstehers. Droste, Düsseldorf 1986. ISBN 3-7700-0803-0
- Paul Lehmann: Adalhard. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 1. Duncker & Humblot, Berlin 1953, ISBN 3-428-00182-6, S. 48–49 (deutsche-biographie.de).
- Wilhelm Wattenbach: Adelhard, Abt von Corbie. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 1, Duncker & Humblot, Leipzig 1875, S. 74.
Weblinks
- Adalhardus abbas Corbeiensis im Repertorium „Geschichtsquellen des deutschen Mittelalters“