Frauen unter sich
Film von Anjelica Huston (1999)
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Frauen unter sich (Alternativtitel auf Video: Agnes Browne – Frauen unter sich; Originaltitel: Agnes Browne) ist eine US-amerikanisch-irische Tragikomödie aus dem Jahr 1999. Regie führte Anjelica Huston, die auch die Hauptrolle übernahm und den Film mitproduzierte. Das Drehbuch schrieben John Goldsmith und Brendan O’Carroll anhand des Romans The Mammy von Brendan O’Carroll.
| Film | |
| Titel | Frauen unter sich |
|---|---|
| Originaltitel | Agnes Browne |
| Produktionsland | USA, Irland |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1999 |
| Länge | 92 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Stab | |
| Regie | Anjelica Huston |
| Drehbuch |
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| Produktion |
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| Musik | Paddy Moloney |
| Kamera | Anthony B. Richmond |
| Schnitt | Éva Gárdos |
| Besetzung | |
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Handlung
Die Filmhandlung spielt in Dublin im Irland der 1960er Jahre. Die 34‑jährige Marktfrau Agnes Browne, die in einem Arbeiterviertel lebt, findet sich nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes als alleinstehende Mutter von sieben Kindern wieder. Um wenigstens die Beerdigungskosten zu bezahlen, lässt Agnes sich auf einen Geldverleiher ein, der sie mit Zinsforderungen unter Druck setzt.[1]
Trotz des Schicksalsschlags, ihrer Armut und ihrer schweren Arbeit als Marktfrau gelingt es Agnes, die Kinder durch ihre Zähigkeit, ihren Humor und ihre Fantasie durchzubringen. Unterstützt wird sie dabei von ihrer besten Freundin. Auch von den Nachbarn im Viertel erfährt sie Solidarität.
Um ihrem schweren Alltag wenigstens kurzzeitig zu entfliehen, träumt sie davon, ein Konzert von Tom Jones zu besuchen, den sie verehrt. Und sie spürt, dass der charmante französische Bäcker Pierre sich für sie interessiert. Zum ersten Mal seit langem fühlt sie sich wieder als Frau wahrgenommen. Die Kinder drängen sie zu einem Rendezvous, aber sie hat einfach nichts Passendes anzuziehen und nicht genug Geld, um es für ein Kleid rauszuwerfen. Doch da wäre noch Tom Jones, der sich in Agnes Schicksal einmischt. Am Ende wird alles gut.[2]
Kritiken
Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times vom 3. März 2000, der Film sei „anspruchslos“, aber man könne ihn mögen (modest but likable). Anjelica Huston sei nur scheinbar eine merkwürdige Wahl für die Hauptrolle und Regie – ihr Vater habe ein Landhaus in Irland besessen, wo sie zum Teil aufgewachsen sei.[3]
Das Lexikon des internationalen Films schrieb, der Film sei „gefühlvoll“, jedoch „allzu vorhersehbar und zudem seltsam unkonzentriert entwickelt“. Seine „durchaus liebenswerten Charaktere“ würden „kaum Tiefe erlangen“; das Drehbuch bleibe „zu sehr den turbulenten Äußerlichkeiten verhaftet“.[4]
Auszeichnungen
Anjelica Huston gewann im Jahr 1999 den Youth Jury Award des Festival Internacional de Cine de Donostia-San Sebastián und wurde für den Grand Prix des Flanders International Film Festivals nominiert.
Hintergründe
Weblinks
- Frauen unter sich bei IMDb
- Frauen unter sich bei Rotten Tomatoes (englisch)
- Frauen unter sich bei Metacritic (englisch)