Alberto Conrad

bolivianischer Schwimmer From Wikipedia, the free encyclopedia

Alberto Conrad Machuca (* 26. März 1910 in Riberalta; † 29. Dezember 1997) war ein bolivianischer Arzt und Schwimmer.

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Alberto Conrad
Persönliche Informationen
Name: Alberto Conrad Machuca
Spitzname(n): Conny
Nation: Bolivien Bolivien
Schwimmstil(e): Freistil
Geburtstag: 26. März 1910
Geburtsort: Riberalta
Sterbedatum: 29. Dezember 1997
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Leben

Conrad legte 1930 sein Abitur in Hamburg-Harburg ab und studierte zunächst in Erlangen Humanmedizin, wo er im Sommersemester 1930 auch Mitglied der musischen Studentenverbindung AMV Fridericiana Erlangen wurde. Er setzte seine Studien in Berlin fort und wurde bei der dortigen Akademisch-Musischen Verbindung Berlin aktiv; 1933 wurde ihm wegen seiner bolivianischen Mutter der „Rat zum Austritt“ erteilt, den er befolgte.

Nach seinem Examen 1936 wurde Conrad Medizinalassistent bei Ferdinand Sauerbruch an der Charité. Sauerbruch setzte sich für Conrads „Arisierung“ ein, so dass dieser in der NS-Zeit und im Zweiten Weltkrieg Karriere als Chirurg machen konnte. 1945 bis 1948 befand er sich in russischer Kriegsgefangenschaft in Kurland.

1948 bis 1950 war Conrad erneut Assistent an der Charité, anschließend Chirurg in La Paz und Santa Cruz de la Sierra bis 1958. Nach einigen Jahren in den USA kehrte er 1968 nach Deutschland zurück und wurde Praktischer Arzt in Morsbach, 1974 in Waldbröl.

1976 wurde Conrad wieder in die AMV Fridericiana Erlangen aufgenommen.

Sport

Conrad nahm 1936 als erster bolivianischer Sportler an Olympischen Spielen teil. In Berlin war er Fahnenträger Boliviens und erreichte in seinem Vorlauf über 100 m Freistil den siebten Rang.

Literatur

  • Horst Gwinner: Die Akademisch-Musikalische Verbindung Fridericana im Sondershäuser Verband, vormals Studentengesangverein Erlangen. Erlangen 2016, im Selbstverlag, S. 509

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