Alex Mapelli-Mozzi
britisch-italienischer Aristokrat und Skirennläufer
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Alessandro, Graf Mapelli-Mozzi (* 7. Mai 1951 in Buenos Aires, Argentinien[1][2][3]) ist ein britisch-italienischer Aristokrat und ehemaliger Skirennläufer.
| Alex Mapelli-Mozzi | |
| Voller Name | Alessandro Mapelli Mozzi |
| Nation | |
| Geburtstag | 7. Mai 1951 (74 Jahre) |
| Geburtsort | Buenos Aires, |
| Größe | 170 cm |
| Gewicht | 64 kg |
| Karriere | |
|---|---|
| Disziplin | Abfahrt, Riesenslalom, Slalom |
| Status | zurückgetreten |
| Karriereende | Nach 1972 |
| letzte Änderung: 24. November 2024 | |
Biographie
Alessandro Graf Mapelli Mozzi entstammt einem italienischen Adelsgeschlecht aus der Lombardei.
Der Name geht auf die Heirat (1809) des Dr. Girolamo Mapelli (1785–1842) mit Gräfin Angela Mozzi (1790–1851) zurück, der Erbin einer gleichnamigen Villa in Sottoriva bei Ponte San Pietro, die einem Seitenzweig einer alten adeligen Patrizierfamilie aus Florenz entstammte[4]. Die Mozzi hatten diese Villa 1460 ihrerseits durch Heirat erworben; 1770–1780 wurde sie in palladianisch inspiriertem Klassizismus renoviert und neu gestaltet.[5] Eine weitere Villa Mapelli Mozzi, ebenfalls noch im Familienbesitz, befindet sich in Casatenovo.[6] Die Mapelli sind ein altes bürgerliches Patriziergeschlecht aus Bergamo, das erstmals 1118 urkundlich erwähnt ist und dort über Jahrhunderte Kaufleute, Ratsherren, Ärzte und Priester stellte.[7] 1913 wurde Paolo Mapelli († 1921) durch König Viktor Emanuel III. geadelt und als Conte in den erblichen Grafenstand erhoben. 1935 wurde seinen Kindern durch königliches Dekret gestattet, den Namen Mapelli Mozzi zu führen.[8] Alex Mappelli-Mozzi wuchs im Stammsitz seiner Familie, der Villa Mapelli Mozzi bei Ponte San Pietro auf.[9] Von 1965 bis 1969 besuchte er die Downside School in Somerset.[10]
Sportliche Karriere
Mapelli-Mozzi gab sein internationales Renndebüt als Skirennläufer bei den Weltmeisterschaften 1970 in Gröden, wobei er den 49. Platz im Riesenslalom belegte, im Slalom scheiterte er bereits in der Qualifikation.[11][12] 1972 wurde er für die Olympischen Winterspiele in Sapporo nominiert. Dort erreichte er den 37. Platz in der Abfahrt als beste Platzierung.
Ehe und Familie

Alessandro Graf Mapelli Mozzi war drei Mal verheiratet und geschieden.
In erster Ehe heiratete er 1978 Nicola Burrows, heute Williams-Ellis, eine Enkeltochter des Baumwollspinnereibesitzers und zeitweiligen Unterhausabgeordneten Sir Robert Burrows (1884–1964).[13] Aus dieser Ehe stammen die Kinder Natalia und Edoardo. In zweiter Ehe heiratete er 1988 Margaretha von Eckermann,[14] Ex-Ehefrau von Jan Ankarcrona, eine schwedische Adelige mit mecklenburgisch-pommerschen Wurzeln. In dritter Ehe heiratete er 1994 Fiona Wilson, eine Pferdetrainerin.
Sein einziger Sohn, Edoardo Graf Mapelli-Mozzi ist seit Juli 2020 mit Prinzessin Beatrice, einer Nichte von König Charles III., verheiratet.[15]
Erfolge
Olympische Winterspiele
- Sapporo 1972: 37. Abfahrt, DNF Slalom, DSQ Riesenslalom
Weltmeisterschaften
- Gröden 1970: 49. Riesenslalom, DNQ Slalom
Weblinks
- Alex Mapelli-Mozzi in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch)
- Alex Mapelli-Mozzi in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)