Switle (Polohy, Molotschansk)

Ort im Rajon Tokmak, Ukraine From Wikipedia, the free encyclopedia

Switle (ukrainisch Світле; russisch Светлое Swetloje) ist ein ukrainischer Ort im Rajon Polohy in der Oblast Saporischschja. Er geht auf das russlandmennonitische Dorf Alexanderwohl als Teil der Kolonie Molotschna zurück.

Schnelle Fakten Basisdaten, Verwaltung ...
Switle
Світле
Wappen fehlt
Switle (Ukraine)
Switle (Ukraine)
Switle
Basisdaten
Staat: Ukraine Ukraine
Oblast:Oblast Saporischschja
Rajon:Rajon Polohy
Höhe:56 m
Fläche:0.75 km²
Einwohner:282 (2001)
Bevölkerungsdichte: 376 Einwohner je km²
Postleitzahlen:71772
Vorwahl:+380 3178
Geographische Lage:47° 9′ N, 35° 50′ O
KATOTTH: UA23100150200043342
KOATUU: 2325280404
Verwaltungsgliederung: 1 Dorf
Verwaltung
Adresse: вул. Миру 125
71772 с. Балкове
Switle (Oblast Saporischschja)
Switle (Oblast Saporischschja)
Switle
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Am 12. Juni 2020 wurde das Dorf ein Teil der neugegründeten Stadtgemeinde Molotschansk,[1] bis dahin bildete sie einen Teil der Landratsgemeinde Balkowe im Südosten des Rajons Tokmak.

Am 17. Juli 2020 kam es im Zuge einer großen Rajonsreform zum Anschluss des Rajonsgebietes an den Rajon Polohy.[2]

Im März 2022 wurde der Ort durch russische Truppen im Rahmen des Russischen Überfalls auf die Ukraine eingenommen und befindet sich seither nicht mehr unter ukrainischer Kontrolle.

Alexanderwohl

Der Ort wurde 1821 von 22 Familien aus Westpreußen gegründet. In Preußen hatten diese Familien der Groninger Altflämsiche Gemeinde angehört. Auf der Reise hatten die Siedler Zar Alexander getroffen, der ihnen Glück wünschte. Der Ortsname bezieht sich offenbar auf diese Begebenheit. Die Siedlung erstreckte sich am Südufer des Begim-Tschokrak mit je 15 Bauernhöfen zu jeder Straßenseite. Im Dorf gab es zwei Windmühlen und ein Lebensmittelgeschäft. 1869 zählte man hier 25 Vollwirtschaften, 10 Halbwirtschaften und 26 Kleinwirtschaften. 1874 wanderten alle Bewohner nach Amerika aus und ließen sich in Kansas nieder. Der Ort wurde von anderen Familien aus der Kolonie neu besiedelt. Die Mennonitenkirche von 1865 ist heute bis auf wenige Reste verschwunden. Das Gebäude der Dorfschule ist erhalten, allerdings heute verputzt. Bemerkenswert ist das Gebäude der Apotheke am südwestlichen Dorfende. Fensteröffnungen und vorgeblendete Säulen an den Gebäudeecken sind mit Zierwerk aus Backstein versehen.

Literatur

  • Rudy P. Friesen, Edith Elisabeth Friesen: Bauwerke der Vergangenheit: mennonitische Architektur, Landschaft und Siedlungen in Russland/Ukraine. Tweeback, Bonn 2016, S. 296299.

Einzelnachweise

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