Alien, die Saat des Grauens kehrt zurück

Film von Ciro Ippolito (1980) From Wikipedia, the free encyclopedia

Alien, die Saat des Grauens kehrt zurück (Originaltitel: Alien 2 – Sulla terra) ist ein italienischer Science-Fiction-/Horrorfilm aus dem Jahr 1980. Ciro Ippolito führte unter dem Pseudonym Sam Cromwell Regie. Der Film wurde international als Nachfolger des Films Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt vermarktet. Es handelt sich nicht um einen offiziellen Nachfolger des Originals von Ridley Scott. Der Film startete am 19. März 1982 in den bundesdeutschen Kinos.

TitelAlien, die Saat des Grauens kehrt zurück
OriginaltitelAlien 2 – Sulla terra
ProduktionslandItalien
OriginalspracheItalienisch
Schnelle Fakten Titel, Originaltitel ...
Film
Titel Alien, die Saat des Grauens kehrt zurück
Originaltitel Alien 2 – Sulla terra
Produktionsland Italien
Originalsprache Italienisch
Erscheinungsjahr 1980
Länge 92 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Sam Cromwell
Drehbuch Ciro Ippolito
Produktion Angiolo Stella
Ciro Ippolito
Musik Guido & Maurizio De Angelis
Kamera Silvio Fraschetti
Schnitt Carlo Broglio
Besetzung
  • Belinda Mayne: Thelma Joyce
  • Marc Bodin: Roy
  • Robert Barrese: Höhlenforscher
  • Benny Aldrich: Maureen
  • Mychael Shaw: Burt
  • Judy Perrin: Jill
  • Don Parkinson: Bill
  • Claudio Falanga
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Handlung

Eine Raumkapsel der NASA soll vor San Diego im Pazifik landen. Die Höhlenwissenschaftlerin Thelma Joyce bricht während der Übertragung der Landung im Fernsehstudio zusammen. Sie ahnt, dass etwas Bedrohliches geschehen sein muss. Es stellt sich heraus, dass die Raumkapsel ohne ihre Besatzung gelandet ist. Wilde Vermutungen entstehen, was mit der Besatzung geschehen sein könnte.

Thelma macht sich am nächsten Tag mit ihren Kollegen auf, um eine bisher unerforschte Höhle aufzusuchen. Burt findet einen ungewöhnlichen blauen Stein und nimmt ihn mit. In der Höhle steigt die Gruppe 400 Meter in die Tiefe. Hier untersucht die Forschungsgruppe ein unterirdisches Flussbett. Der seltsame blaue Stein platzt plötzlich auf und springt Maurine ins Gesicht. Die Gruppe versucht Maurine zu bergen. Jedoch wird auch Burt von einem Wesen, das aus Maurines Gesicht schlüpft, getötet. Die restliche Gruppe ist nun in der Tiefe gefangen und teilt sich auf, um nach einem Fluchtweg an die Erdoberfläche zu suchen. Thelmas telepathische Kräfte lassen sie erahnen, dass etwas Furchtbares nach der Gruppe sucht. Sie versucht mit ihren Kräften einzelne Mitglieder der Gruppe zu warnen. Nach und nach werden von den außerirdischen Wesen die versprengten Mitglieder der Gruppe getötet. Thelma und Roy überleben als einzige und schaffen es an die Erdoberfläche. Sie gelangen in das menschenleere San Diego. Hier wird schließlich auch Roy von den Aliens getötet. Thelma gelingt die Flucht vor den Aliens. Sie ist jedoch der letzte verbliebene Mensch in San Diego. Alle anderen wurden von den Aliens getötet. Zum Schluss wird der Text ora può colpire anche te (jetzt kann es auch dich treffen) eingeblendet.

Produktion und Veröffentlichung

Die durch einige Außenaufnahmen von der kalifornischen Küste ergänzten Dreharbeiten in den nicht weiter hergerichteten Höhlen von Apulien dauerten lediglich drei Wochen, was das geringe Budget von 400 Millionen Lire begünstigte. Obwohl es keinen inhaltlichen Zusammenhang zum kurz zuvor erschienenen Alien-Film gibt, spielte Alien, die Saat des Grauens kehrt zurück mehr als die Produktionskosten ein.[2]

Fast alle Beteiligten hatten ein Pseudonym benutzt. Die Hauptdarstellerin Belinda Mayne entschied sich jedoch für ihren richtigen Namen. Hinter dem – durch andere Soundtracks bekannten – Pseudonym Oliver Onions verbargen sich Guido & Maurizio De Angelis.[2]

Der Filmverleih von Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt, 20th Century Fox, hatte mehrfach versucht, die internationale Verbreitung des Exploitationfilms zu verhindern. Ippolito konnte jedoch nach dem Auftauchen eines Romans mit dem Titel Alien aus den dreißiger Jahren alle Klagen gewinnen. Andererseits verklagte er selbst später die Produzenten von The Descent – Abgrund des Grauens (2005) wegen plagiatsverdächtiger Ähnlichkeiten zu seinem Film.[2]

Neben der ungekürzten SPIO/JK-Fassung wurde noch eine gekürzte FSK 16 Fassung veröffentlicht. Die Indizierung des Films wurde im Mai 2017 aufgehoben. Eine Neuprüfung der FSK im November 2022 ergab eine Altersfreigabe ab 16 Jahren für die ungekürzte Fassung.[3]

Kritiken

Schnittberichte.com erläutert zunächst: „Dieser italienische Trashfilm erschien Anfang der 80er und wollte auf dem Erfolg des Alien Filmes mitschwimmen. So wurde er in Italien auch als zweiter Teil des Hollywoodfilmes vermarktet. Jedoch handelt es sich um eine mehr als günstig produzierte Produktion, denen man dies in jeder Sekunde ansieht.“ Verantwortlich dafür sei der unerfahrene Cast, die Story, die Ausstattung und „die zwar blutigen, aber leicht zu durchschauenden Splattereffekte“. Allerdings sei gerade diese Kombination für den Trashfan reizvoll, „obwohl (trotz der schon kurzen Laufzeit) sich ab und zu Langeweile einstellt“.[4]

Christian Keßlers Kritik auf buio-omega.de beginnt mit der Feststellung, dass Ridley Scott es sich „bestimmt nicht“ habe träumen lassen, „dass die erste nominelle Fortsetzung ausgerechnet in einer Tropfsteinhöhle spielen“ würde. „Der nie versiegende Erfindungsreichtum italienischer Exploitation-Spezialisten“ habe „schon zu so manchem Geniestreich geführt, wenn es galt, fehlendes Budget mit Chuzpe und Wagemut zu kaschieren“. Hiermit sei der „Olymp forscher Tollkühnheit“ erreicht.[5]

So hält auch Gerald Kuklinski in seiner Rezension auf italo-cinema.de die (in der geschnittenen Version allerdings fehlenden) Goreffekte für das Beste am Film. Ohne diese „wäre der Film eine Schlaftablette“.[2]

Marcel von filmtipps.at stellt zunächst fest, dass der Film als Fortsetzung des „unantastbaren Klassikers“ von Ridley Scott als „echter Rohrkrepierer“ angesehen werden müsse. Für sich genommen versprühe die „hübsch schwachsinnige Geschichte“ aber einen gewissen Charme. So erklären sich die sechs von zehn möglichen Punkte in Form von „abfallenden Köpfen“.[6]

Für Ronald M. Hahn und Volker Jansen, Autoren des Lexikons des Science Fiction Films, stellt der Film eine „unverhohlene Dreistigkeit“ dar. Sollte Spannung gesucht werden, sei ein Spaziergang vorzuziehen.[7]

Ebenso lässt sich das Lexikon des internationalen Films auf keine Relativierung ein, indem es schreibt: „Billiger Reißer, der Handlungsmotive anderer Genrefilme mit ekelerregenden Effekten mischt.“[8]

Einzelnachweise

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