Alizarinrot S

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Alizarinrot S (auch Alizarin Karmin, systematische Bezeichnung nach Colour Index C.I. Mordant Red 3, C.I 58005) ist ein Farbstoff und pH-Indikator aus der Gruppe der Alizarine.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Alizarin Rot S
Allgemeines
Name Alizarinrot S
Andere Namen
  • Natrium-3,4-dihydroxy-9,10-dioxo-9,10-dihydroanthracen-2-sulfonat (IUPAC)
  • Natrium-1,2-dihydroxyanthrachinon-3-sulfonat
  • C.I. Mordant Red 3
  • C.I 58005
  • Alizarin S
  • Alizarin Karmin
  • Natriumalizarinsulfonat
  • Alizarinsulfonat
Summenformel C14H7NaO7S
Kurzbeschreibung

dunkelrotes Pulver[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 130-22-3
EG-Nummer 204-981-8
ECHA-InfoCard 100.004.530
PubChem 3955344
ChemSpider 8217
Wikidata Q4062337
Eigenschaften
Molare Masse 342,25 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze[2]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Eigenschaften

Alizarinrot S wurde 1871 von Carl Gräbe and Carl Theodor Liebermann entwickelt.[3] Es ist ein pH-Indikator für pH 4,3–6,3 und pH 9,4–12,0.[2] Alizarinrot S wird in der Histologie und Pathologie zur histologischen Färbung von Calciumverbindungen verwendet[4][5][6] und färbt Calcium ziegelrot.[7] Die Färbung von Calcium erfolgt am besten bei pH 9.[8] Die Färbung mit Alizarinrot S ist die Standardmethode bei der mikroskopischen Quantifizierung der Mineralisierung von Osteoblasten.[9] In Verbindung mit Alcianblau wird es zur Färbung von Skeletten von Mäusen verwendet.[10]

In der Augenheilkunde wird Alizarinrot S zur Untersuchung von Verkalkungen in der Augenlinse eingesetzt.[11] In Korallen wird Alizarinrot S zur Färbung von täglichen Wachstumsschichten verwendet.[12] Ebenso wird es in der Geologie zur Färbung von Carbonaten eingesetzt.[13] Obwohl unter den Anthrachinon-Derivaten einige genotoxisch sind und in doppelsträngige DNA interkalieren, ist Alizarinrot S weder zyto- noch genotoxisch.[14]

Einzelnachweise

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