Methacrylsäureallylester

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Methacrylsäureallylester ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Carbonsäureester.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Methacrylsäureallylester
Allgemeines
Name Methacrylsäureallylester
Andere Namen
  • Allylmethacrylat
  • ALLYL METHACRYLATE (INCI)[1]
Summenformel C7H10O2
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit[2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 96-05-9
EG-Nummer 202-473-0
ECHA-InfoCard 100.002.249
PubChem 7274
Wikidata Q2718014
Eigenschaften
Molare Masse 126,16 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[2]

Dichte

0,93 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

−65 °C[2]

Siedepunkt

139–142 °C[2]

Dampfdruck

8 hPa (20 °C)[2]

Löslichkeit

schwer löslich in Wasser (4 g·l−1 bei 20 °C)[2]

Brechungsindex

1,436 (20 °C)[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[4] ggf. erweitert[2]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 226302311330373410
P: 210273280303+361+353304+340+310314[2]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
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Gewinnung und Darstellung

Methacrylsäureallylester kann durch Alkoholyse von Methylmethacrylat mit Allylalkohol in Gegenwart von Natriummethylat und Hydrochinon, einem Polymerisationsinhibitor oder auch durch Veresterung der Säure durch Allylalkohol gewonnen werden.[5][6]

Eigenschaften

Methacrylsäureallylester ist eine farblose Flüssigkeit, die schwer löslich in Wasser ist.[2]

Verwendung

Methacrylsäureallylester wird zur Herstellung von Homo- und Copolymeren verwendet. Die Verbindung ist auch ein sehr nützlicher Ausgangsstoff für chemische Synthesen, weil Additionsreaktionen mit einer Vielzahl von organischen und anorganischen Verbindungen erfolgen. Allylmethacrylat wird als Co-Monomer für Hartkunststoffe, Vernetzer oder als Basisprodukt zur Herstellung von Silanen eingesetzt.[7]

Sicherheitshinweise

Die Dämpfe von Methacrylsäureallylester können mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch (Flammpunkt 33 °C) bilden.[2] Die Polymerisation wird durch freie Radikale, Peroxide, ultraviolettes Licht, starke Basen oder Mineralsäuren ausgelöst. Um die Polymerisation zu verhindern, muss Allylmethacrylat immer unter Luft und niemals unter Schutzgasen gelagert werden. Die Anwesenheit von Sauerstoff ist Voraussetzung für die effektive Funktion des Stabilisators.[7]

Einzelnachweise

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