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Alte Marienkirche (Süßen)

Kirchengebäude in Süßen From Wikipedia, the free encyclopedia

Die römisch-katholische Alte Marienkirche steht in Süßen (Lange Straße 37) einer Stadt im Landkreis Göppingen in Baden-Württemberg. Bis zur Einweihung der neuen Marienkirche in den 1920er Jahren war sie die Pfarrkirche von Süßen. Die Kirche gehört zum Dekanat Göppingen-Geislingen der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Alte Marienkirche in Süßen

Die Kirche ist geschütztes Kulturdenkmal der Nr. 099.002 nach dem baden-württembergischen Denkmalschutzgesetz.

Beschreibung

Blick zum Chor

Die Saalkirche besteht aus einem Langhaus und einem eingezogenen, dreiseitig geschlossenen, von Strebepfeilern gestützten Chor im Südosten. Aus dem Satteldach des Langhauses erhebt sich im Nordwesten ein quadratischer Dachreiter, dessen achteckiges Geschoss den Glockenstuhl mit zwei Kirchenglocken beherbergt, auf dem ein spitzer Helm sitzt.

Die damalige Marienkapelle war im Jahr 1464 zunächst als Filialkapelle St. Laurentius im benachbarten Hürbelsbach untergeordnet. Nach dem wirtschaftlichen Niedergang Hürbelsbachs wurden die Pfarrrechte im Jahr 1493 offiziell auf die Süßener Kapelle übertragen, wodurch diese zur eigenständigen Pfarrkirche erhoben wurde.[1]

Die Glasmalereien links und rechts des Altars im Chor hat Albert Birkle 1956 geschaffen.[2] Zur Kirchenausstattung gehört ein Kreuz in der Mitte hinter dem Altar, das eine von dem Bildhauer Bernhard Betz aus Ludwigsburg 1942 geschaffene Nachbildung des Grünewald-Kreuzes aus dem Isenheimer Altar ist.[2]

An der linken Wand des Langhauses befindet sich die Kopie[2] eines bedeutenden romanischen Vortragekreuzes (wohl eine oberschwäbische Arbeit). Dieses staufische Kunstwerk gelangte wohl im Zuge der Pfarreiverlegung von 1493 aus der Kirche in Hürbelsbach nach Süßen.[1]

Die Orgel wurde 1930 als Opus 103 von der Firma Reiser Orgelbau errichtet.

Literatur

Einzelnachweise

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