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Premio Amalfi

italienischer Preis der Sozialwissenschaften From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Premio Europeo Amalfi per la Sociologia e le Scienze Sociali (Europäischer Amalfi-Preis für Soziologie und Sozialwissenschaften) war ein angesehener italienischer Preis im Bereich der Sozialwissenschaften. 1987 wurde er auf Betreiben der „Sektion für soziologische Theorien und sozialen Wandel“ der „Italienischen Gesellschaft für Soziologie“ gestiftet. Er wurde bis 2009 jährlich in Amalfi an den Autor einer Monographie verliehen, die innerhalb der letzten zwei Jahre im Druck erschien und einen bedeutenden Beitrag zur Soziologie geleistet hat.

Die Preisverleihung fand im Rahmen einer internationalen soziologischen Tagung statt. Die Preisträger wurden von einem Comitato Scientifico ausgewählt. (Im Jahre 2007 gehörten diesem an: Alessandro Cavalli, Gerardo Delanty, Salvador Giner, Michel Maffesoli, Carlo Mongardini (Vorsitz), Hans Peter Müller, Birgitta Nedelmann, Richard Sennett, Piotr Sztompka und Michel Wieviorka. – Frühere Mitglieder waren u. a. Margaret Archer, Anthony Giddens, Karl-Siegbert Rehberg und Friedrich H. Tenbruck.)

Der Preis konnte aufgeteilt werden. 1999 wurde ein alle zwei Jahre zu verleihender Preis für eine hervorragende Erstveröffentlichung hinzugefügt und nach Norbert Elias benannt, der den Premio Amalfi als Erster erhalten hatte. Hinzu kamen weitere Preise in unterschiedlichen Kategorien. Seit 2010 ist der Preis nicht mehr vergeben worden.[1]

Preisträger

  • 1987: Norbert Elias, für Die Gesellschaft der Individuen
  • 1988: Serge Moscovici, für La machine à faire des dieux
  • 1989: Zygmunt Bauman, für Modernity and the Holocaust
  • 1990: M. Rainer Lepsius und Wolfgang J. Mommsen, als Herausgebern von Max Weber. Briefe 1906-1908
    • Bulzoni Editore Sonderpreis: Nicole Lapierre, für Le silence de la mémoire
  • 1991: Louis Dumont, für L'ideologie allemande
  • 1992: Keine Preisvergabe
    • Sonderpreis der Jury: Carlo Trigilia, für Sviluppo senza autonomia
  • 1993: Preisvergabe aufgeschoben
  • 1994: Charles Tilly, für European Revolutions (1942-1992)
    • Sonderpreis der Jury: Christoph Braun als dem Herausgeber von „Max Weber. Musiksoziologie
  • 1995: Raymond Boudon, für Le juste et le vrai;
  • 1996: Preisvergabe aufgeschoben
  • 1997: Niklas Luhmann, für Die Gesellschaft der Gesellschaft, und Martin Albrow, für The Global Age
  • 1998: Alain Touraine, für Comment sortir du libéralisme, und Richard Sennett, für The Corrosion of Character: The Transformation of Work in Modern Capitalism
    • Luigi-Sturzo-Sonderpreis für Politische Studien: Serge Latouche
    • Norbert-Elias-Amalfi-Preis: David Lepoutre, für Cœur de banlieue. Codes, rites et langages
  • 1999: Preisvergabe aufgeschoben
  • 2000: Samuel N. Eisenstadt, für Fundamentalism, Sectarism and Revolution
  • 2001: John B. Thompson ,für Political Scandal. Power and Visibility in the Media Age
    • Luigi-Sturzo-Sonderpreis für Politische Studien: Michael Th. Greven, für Die politische Gesellschaft. Kontingenz und Dezision als Probleme des Regierens und der Demokratie
    • Norbert-Elias-Amalfi-Preis: Wilbert van Vree, für Meetings, Manners and Civilization: The Development of Modern Meeting Behaviour.
  • 2002: Preisvergabe aufgeschoben
  • 2003: Keine Hauptpreisvergabe
    • Norbert-Elias-Amalfi-Preis: Nikola Tietze, für Islamische Identitäten. Formen muslimischer Religiosität junger Männer in Deutschland und Frankreich
  • 2004: Preisvergabe aufgeschoben
  • 2005: Keine Hauptpreisvergabe
    • (A Book for Europe 2004): Suzanne Keller, für Community Pursuing the dream, living reality
  • 2006: Keine Hauptpreisvergabe
    • (A Book for Europe 2005): Sergio Fabbrini, für L’America e i suoi critici
  • 2007: Preis aufgeschoben
  • 2008: Keine Hauptpreisvergabe
  • 2009: Preis ausgesetzt
  • 2010: Juan Linz
    • (A Book for Europe 2010): Gérald Bronner, für La pensée extrême, comment des hommes ordinaires deviennent des fanatiques
  • seit 2010: Preis ausgesetzt (Stand 2026)

Einzelnachweise

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