Orientalischer Blaustern
Art der Gattung Amsonien (Amsonia)
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Der Orientalische Blaustern (Amsonia orientalis) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Amsonien (Amsonia) innerhalb der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Er ist nicht näher verwandt mit der Gattung der Blausterne (Scilla) aus der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae).

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Orientalischer Blaustern (Amsonia orientalis) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Amsonia orientalis | ||||||||||||
| Decne. | ||||||||||||
Merkmale
Der Orientalische Blaustern ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 60 Zentimeter erreicht. Bei jungen Blättern ist der Blattrand oft mit abspreizenden Haaren bedeckt. Der Rand der Kelchzipfel ist oft bewimpert. Die Kronröhre ist 10 bis 12 (selten bis 15) Millimeter lang und außen kahl. Die Teilfrüchte sind balgartig und 3,5 bis 5 (selten bis 8) Zentimeter lang.
Die Blütezeit reicht von Juni bis August.
Vorkommen
Der Orientalische Blaustern kommt in Griechenland und dem Nordwesten der Türkei an winterfeuchten Standorten in der Nähe des Meeres vor. Im europäischen Teil der Türkei ist die Art ausgestorben.[1]
Taxonomie
Der Orientalische Blaustern wurde 1843 von Joseph Decaisne in: Venceslas Victor Jacquemont (1801–1832): Voyage dans l'Inde pendant les années 1828 a 1832 Band 4 (Botanik) Seite 105 als Amsonia orientalis erstbeschrieben. Synonyme sind Rhazya orientalis (Decne.) A.DC. und Rhazya thracica Davidov.[1]
Nutzung
Der Orientalische Blaustern wird selten als Zierpflanze für Steingärten genutzt.
Belege
- Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.