Amys und Amylion
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Christianisierte Fassung
In ihrer christianisierten Fassung, die von einem Kleriker vor dem 14. Jahrhundert erstellt wurde, handelt sie von zwei geschworenen Brüdern. Die Geschichte enthält mehrere Wundererzählungen, die als Beweise für die Liebe und Treue zwischen den beiden dienen. Nach ihrem Tod im Kampf für Karl den Großen werden sie zunächst getrennt bestattet. Doch im Laufe der Nacht bewegen sich ihre Leichname aufeinander zu, bis sie am nächsten Morgen nebeneinander liegend gefunden werden. Der Schilderung dieses Ereignisses gehen die Worte voraus: "So wie Gott sie im Leben durch Eintracht und Liebe verbunden hatte, so wollte er nicht, dass sie im Tode voneinander getrennt würden." (Vgl. Markus 10,9 und Matthäus 19,6.)
Literatur
- Françoise Le Saux (Hrsg.): Amys and Amylion. Exeter 1993, ISBN 0-85989-411-8