Liste von Anschlägen in Paris
Wikimedia-Begriffsklärungsseite
From Wikipedia, the free encyclopedia
Die Metropolregion Paris ist wiederholt Schauplatz von terroristischen Attentaten und anderen Angriffen geworden. Nachfolgend eine Auflistung von Anschlägen im Großraum Paris
Chronik
1960er
- 10. März 1962: Bombenanschlag in Issy-les-Moulineaux bei Paris, vermutlich verübt von der OAS,[1] 3 Tote, 47 Verletzte.
1970er
- 15. September 1974: Granatenanschlag auf das Kaufhaus Drugstore Publicis am Boulevard Saint-Germain, verübt von dem Terroristen „Carlos“,[2] 2 Tote, 34 Verletzte
- 26. Juni 1978: Bombenanschlag im Schloss Versailles, verübt von bretonischen Separatisten, 1 Verletzter.
- 27. März 1979: Anschlag auf ein Restaurant in der Rue de Médicis, 26 Verletzte.[3]
1980er
- 3. Oktober 1980: Anschlag auf Synagoge in der Rue Copérnic, 4 Tote, 46 Verletzte.
- 24. September 1981: Schusswechsel bei der Besetzung des Türkischen Konsulats durch vier armenische ASALA-Milizionäre, 1 Toter, 2 Verletzte.
- 22. April 1982: Autobombenanschlag in der Rue Marbeuf, verübt von den Terroristen „Carlos“, Johannes Weinrich und vermutlich weiteren, 1 Toter, 60 Verletzte.[4][5]
- 9. August 1982: Ein Kommando, welches den Ermittlungen nach, der terroristischen palästinensischen Gruppe Abu Nidal angehörte, überfiel das jüdische Restaurant Jo Goldenberg im Pariser Marais-Viertel in der Rue des Rosiers. Nachdem die Terroristen eine Handgranate durchs Fenster geworfen hatten, feuerten sie im Speiseraum mit Maschinenpistolen auf die anwesenden Menschen. Auf der Flucht schossen sie im jüdischen Viertel, in der Rue des Rosiers, auf Passanten und entkamen durch Seitenstraßen. 6 Menschen wurden getötet und 22 wurden verletzt.[6][7][8]
- 17. September 1982: Explosion einer am Fahrzeug eines israelischen Diplomaten angebrachten Autobombe in der Rue Cardinet, 51 Verletzte.[9]
- 15. Juli 1983: Bombenanschlag im Flughafen Paris-Orly, verübt von dem armenischen ASALA-Mitglied Waruschan Karapetjan, 8 Tote, 55 Verletzte.
- 23. Dezember 1983: Bombenanschlag auf Restaurant Le Grand Véfour in der Rue de Beaujolais (Palais-Royal), 12 Verletzte (darunter die Juristin Françoise Rudetzki, 1985 Gründerin von SOS Attentats)
- 3. August 1984: Bombenanschlag auf den Hauptsitz der Europäischen Weltraumorganisation, 6 Verletzte.
- 23. Februar 1985: Bombenanschlag auf Filiale von Marks & Spencer am Boulevard Haussmann, 1 Toter, 15 Verletzte.[10]
- 29. März 1985: Bombenanschlag auf das Rivoli Beaubourg Kino, in dem Zeitpunkt des Anschlags das Internationale Festival des jüdischen Kinos (Festival international du cinéma juif) stattfand, 18 Verletzte.[11]
- 7. Dezember 1985: Doppelter Bombenschlag gegen die Kaufhäuser von Printemps und Galeries Lafayette,[12] 43 Verletzte. Zu dem Attentat bekennt sich die Hisbollah.
- 3. Februar 1986: Bombenexplosion in der Einkaufspassage des Hôtel Claridge auf den Champs-Élysées,[13] 8 Verletzte. Eine weitere Bombe wird am selben Tag am Eiffelturm entschärft.
- 4. Februar 1986: Bombenanschlag auf die Buchhandlung Gibert Jeune an der Place Saint-Michel,[14] 4 Verletzte.
- 5. Februar 1986: Bombenanschlag auf das FNAC-Sportkaufhaus im Forum des Halles,[15] 9 Verletzte.
- 20. März 1986: Bombenexplosion in der Einkaufspassage Point Show auf den Champs-Élysées,[16] 2 Tote, 28 Verletzte. Eine weitere Bombe wird am selben Tag an der Station Châtelet in einem RER-Zug entschärft.[17]
- 9. Juli 1986: Anschlag auf eine Polizeistation am Quai de Gesvres,[18] 1 Toter, 22 Verletzte.[19]
- 4. September 1986: Bombenfund in RER-Zug an der Gare de Lyon.
- 8. September 1986: Bombenexplosion in der Postfiliale des Hôtel de Ville,[20] 1 Toter, 18 Verletzte.
- 12. September 1986: Bombenexplosion im Einkaufszentrum Les Quatre Temps in La Défense, 54 Verletzte.
- 14. September 1986: Bombenexplosion im Pub Renault auf den Champs-Élysées,[21] 2 Tote.
- 15. September 1986: Bombenexplosion in der Polizeipräfektur auf der Île de la Cité,[22] 1 Toter, 56 Verletzte.
- 17. September 1986: Bombenexplosion vor dem Tati-Kaufhaus in der Rue de Rennes, 7 Tote, 60 Verletzte.[23]
- 17. November 1986: Erschießung des Renault-Vorstands Georges Besse durch die linksextremistische Terrororganisation Action directe.
- 15. Dezember 1986: Gescheitertes Attentat auf Alain Peyrefitte in Provins, 1 Toter (ein städtischer Angestellter).
- 22. Oktober 1988: Sprengstoffanschlag auf ein Kino am Boulevard Saint-Michel,[24] 14 Verletzte. Zu dem Anschlag bekannte sich eine katholische Gruppierung, die angab, damit gegen die Aufführung des Films Die letzte Versuchung Christi protestieren zu wollen.
1990er
- 4. Oktober 1994: Rey-Maupin-Vorfall, 4 Tote.
- 25. Juli 1995: Anschlag im Bahnhof Saint-Michel – Notre-Dame, 8 Tote, mehr als 100 Verletzte.
- 17. August 1995: Bombenanschlag nahe dem Triumphbogen, 16 Verletzte.
- 3. September 1995: Anschlag auf einen Markt im 11. Arrondissement, 3 Verletzte.
- 6. Oktober 1995: Anschlag nahe der Metrostation Maison Blanche, 18 Verletzte.
- 17. Oktober 1995: Anschlag zwischen den Stationen Orsay und Saint-Michel, 30 Verletzte.
- 3. Dezember 1996: Anschlag im Pariser Bahnhof Port-Royal, 4 Tote, 170 Verletzte
2000er
- 27. März 2002: Amoklauf von Nanterre, 8 Tote.
- 14. Juli 2002: Versuchtes Attentat auf Staatspräsident Jacques Chirac.[25]
- 8. Oktober 2004: Bombenanschlag auf die Indonesische Botschaft in Paris, 10 Verletzte. Zu dem Attentat bekennt sich die Front islamique français.
2010er
- 21. März 2012: Erneut detoniert in der Nacht eine Paketbombe vor der indonesischen Botschaft.
- 9. Januar 2013: Die kurdischen Aktivistinnen Fidan Doğan, Sakine Cansiz und Leyla Şaylemez werden im 10. Arrondissement von Paris mit Kopfschüssen ermordet. Der Attentäter war laut Staatsanwaltschaft ein V-Mann des türkischen Geheimdienstes MIT.
- 25. April 2013: Ein islamistischer Attentäter verletzt einen französischen Soldaten in La Défense durch einen Messerangriff. Der Anschlag war vermutlich vom Mordfall Lee Rigby drei Tage zuvor inspiriert.
- 18. November 2013: Schusswaffenangriff Zeitungsredaktion und Bank, 1 Verletzter.
- 7. Januar 2015: Anschlag auf Charlie Hebdo, 12 Tote.
- 7. Januar 2015: Schusswaffenangriff in Fontenay-aux-Roses, 1 Verletzter.
- 8. Januar 2015: Erneuter Schusswaffenangriff in Montrouge, 1 Tote, 1 Verletzter.
- 9. Januar 2015: Geiselnahme an der Porte de Vincennes; Anschlag auf einen Supermarkt, 4 Tote
- 19. April 2015: Bei der Vorbereitung von Anschlägen auf zwei Kirchen in Villejuif stirbt eine Frau, als ein Attentäter versucht, ihr Auto zu stehlen. Der Anschlag selbst wird vereitelt.
- 13. November 2015: Terroranschläge am 13. November 2015 in Paris und Saint-Denis, 130 Tote, dabei mindestens 89 am Bataclan-Theater.
- 7. Januar 2016: Angriff auf eine Polizeistation in Paris zum Jahrestag des Charlie-Hebdo-Anschlags. Der tunesische Attentäter, der als Asylbewerber in Deutschland lebte, wird beim Versuch, ein Polizeirevier zu stürmen, erschossen. 1 Verletzter.
- 13. Juni 2016: Terroranschlag in Magnanville, 2 Tote.
- 3. Februar 2017: Machetenangriff auf Soldaten am Louvre, 2 Verletzte.
- 18. März 2017: Angriffe in Garges-lès-Gonesse und am Flughafen Paris-Orly, 2 Verletzte, Angreifer getötet.
- 20. April 2017: Anschlag in Paris am 20. April 2017 auf den Champs-Élysées, 1 Toter, 3 Verletzte, Angreifer getötet.
- 11. Juni 2017: Brandanschlag auf ein Restaurant in Aubervilliers, 12 Verletzte.
- 19. Juni 2017: Anschlagsversuch auf Gendarmen in Paris am 19. Juni 2017, keine Verletzten, Angreifer getötet.
- 9. August 2017: Ein Angreifer steuert seinen Wagen in eine Gruppe Soldaten. Bei dem Anschlag in Levallois-Perret, westlich von Paris werden 6 Personen verletzt.
- 14. August 2017: In Sept-Sorts bei Paris steuert ein Angreifer ein Auto in eine Pizzeria,[26] 1 Tote, 12 Verletzte.
- 12. Mai 2018: Anschlag in Paris am 12. Mai 2018 an der Ecke Rue Monsigny und Rue Saint-Augustin im 2. Pariser Arrondissement, 1 Toter, 4 Verletzte, Angreifer getötet.
- 3. Oktober 2019: Anschlag auf die Polizeipräfektur von Paris, 4 Tote, 1 Verletzter, Angreifer getötet.
2020er
- 3. Januar 2020: Messerattacke auf Passanten in Villejuif, 1 Toter, 2 Verletzte, Angreifer getötet.[27]
- 25. September 2020: Messerattacke auf Zivilisten nahe dem ehemaligen Charlie-Hebdo-Büro, 2 Verletzte, Angreifer verhaftet.[28]
- 16. Oktober 2020: Anschlag in Conflans-Sainte-Honorine, 1 Toter, Angreifer getötet.
- 23. Dezember 2022: Rassistischer Anschlag auf ein kurdisches Kulturzentrum in der Rue d’Enghien, 2 Tote, 3 Verletzte.[29]
- 2. Dezember 2023: Islamistisches Attentat auf dem Pont de Bir-Hakeim, 1 Toter, 2 Verletzte.
Siehe auch
- Liste islamistischer Anschläge in Frankreich
- Massaker von Paris während des Algerienkrieges 1961