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Arcobräu

Brauerei im niederbayerischen Moos From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Arcobräu Gräfliches Brauhaus GmbH & Co. KG ist eine Brauerei in der niederbayerischen Gemeinde Moos. Sie befindet sich im Besitz der Familie Arco-Zinneberg.[3]

Schnelle Fakten
Arcobräu Gräfliches Brauhaus GmbH & Co. KG
Rechtsform GmbH & Co. KG[1]
Gründung 1567
Sitz Moos, Deutschland Deutschland
Leitung
  • Gräfin Anna Theresa von und zu Arco-Zinneberg[1]
  • Karl Gratzl
Mitarbeiterzahl 111 (2023)[2]
Umsatz 34,6 Mio. Euro (2023)[2]
Branche Brauerei
Website arcobraeu.de
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Die Brauerei gehört mit einem Ausstoß von etwa 160.000 Hektolitern Bier im Jahr zu den größeren Brauereien in Niederbayern.[4]

Geschichte

Bierlaster der Brauerei Arcobräu in Deggendorf
0,5-L-Bierglas (mit Henkel)

Die damalige Schlossbrauerei Moos wurde 1567 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, aber erst durch die Zusammenlegung der verschiedenen im Familienbesitz befindlichen Brauereien entstand 1960 das heutige Unternehmen Arcobräu mit dem Stammsitz in Moos. Anfang der 1990er Jahre übernahm Arcobräu einige kleinere Brauereien in Ostbayern.[5]

Arcobräu veranstaltet seit 1974 jedes Jahr zu Pfingsten ein eigenes Volksfest, das als Mooser Pfingstfest[6] in der Region weithin bekannt ist. Zudem ist Arcobräu seit 1922 auf dem zweitgrößten bayerischen Volksfest, dem Gäubodenvolksfest in Straubing, vertreten.

Ende 2010 begann eine Auseinandersetzung zwischen Arcobräu und der Stadt Deggendorf, die sich an der Frage eines zusätzlichen Festzeltes auf dem Deggendorfer Volksfest entzündet hatte und in Korruptionsvorwürfen gegen lokale Mandatsträger gipfelte. Dieser von den regionalen Medien als Bierkrieg[7] bezeichnete Disput setzte sich im ersten Halbjahr 2011 fort und fand auch überregionale Beachtung.[8]

Nach einer Kooperation Anfang 2014[4] übernahm Arcobräu 2015 die Grünbacher Brauerei in Grünbach.[9] Im März 2016 folgte die Schlossbrauerei Irlbach[10] und Anfang 2018 wurde die Eschenbacher Privatbrauerei in Eltmann übernommen.[11]

2018 erreichte die Brauerei den zehnten Platz der absatzstärksten Marken in Deutschland mit dem Hellen Mooser Liesl (88.000 Hektoliter).[12][13]

Am 31. Januar 2021 zerstörte ein Feuer das Heizkraftwerk der Brauerei. Der Braubetrieb musste einige Tage eingestellt werden, die Brauerei selbst wurde jedoch nicht beschädigt.[14]

2023 wurde die Produktion in Grünbach beendet, die Marke Grünbacher Weißbier blieb bei Arco,[15] die Produktion übernahm die Schlossbrauerei Irlbach.[12]

Verwandte Brauereien

Im niederbayerischen Eichendorf braut die Familie Arco auf Valley unter dem Namen Graf Arco ebenfalls seit Jahrhunderten Bier.[16]

Literatur

  • Georg Lechner: Lechner's Liste. Traditionelle Brauereien in Deutschland. 1. Auflage. Oelde 2008, S. 170.

Einzelnachweise

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