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Rudolf Weber-Arena

Mehrzweckhalle in der nordrhein-westfälischen Stadt Oberhausen From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Rudolf Weber-ARENA ist eine Multifunktionsarena in Oberhausen, Nordrhein-Westfalen. Sie wurde 1996 eröffnet und hat eine Besucherkapazität von bis zu 12.700 Plätzen.

Schnelle Fakten Frühere Namen, Daten ...
Rudolf Weber-Arena
Die König-Pilsener-Arena vom Gasometer Oberhausen aus gesehen
Die Rudolf Weber-Arena vom Gasometer Oberhausen aus gesehen
Frühere Namen

Arena Oberhausen (1996–2002)
König-Pilsener-Arena (2002–2021)

Daten
Ort Arenastraße 1
DeutschlandDeutschland 46047 Oberhausen, Deutschland
Koordinaten 51° 29′ 24,1″ N,  52′ 20″ O
Betreiber Legends Global
Eröffnung 12. September 1996
Oberfläche Beton
Parkett
Eisfläche
PVC-Bodenbelag
Kosten 45 Mio. Euro
Architekt Dorsch Gruppe
Kapazität 12.650 Plätze
Spielfläche 96 × 47 m (maximal)
60 × 30 m (Eisfläche)
Heimspielbetrieb
Veranstaltungen
Lage
Rudolf Weber-Arena (Nordrhein-Westfalen)
Rudolf Weber-Arena (Nordrhein-Westfalen)
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Geschichte

Die Arena wurde innerhalb von 14 Monaten Bauzeit für rund 45 Millionen Euro errichtet und am 12. September 1996 eröffnet.[1] Das erste Konzert fand am 21. September 1996 mit der britischen Rockband Status Quo statt.[2] Ursprünglich eröffnet wurde die Halle unter dem Namen Arena Oberhausen, bis sie von 2002 bis 2021 aufgrund eines Namenssponsorings der König-Brauerei für 20 Jahre König-Pilsener-Arena hieß. Seit 1. Januar 2022 ist die Rudolf Weber Gebäudereinigung und Gebäudedienste GmbH & Co. KG aus Essen Namenssponsor der Arena.[3]

Infrastruktur

Die Arena ist Teil der Neuen Mitte Oberhausen, in unmittelbarer Nähe des Einkaufszentrums Centro Oberhausen. Bei diesem Projekt des Strukturwandels im Ruhrgebiet wurde das 143 ha große Areal eines stillgelegten Thyssen-Stahlwerks (Gutehoffnungshütte) zu einem Freizeit- und Einkaufszentrum umgestaltet. In der Umgebung der Arena sind zahlreiche Parkplätze sowie mehrere Autobahnanschlüsse und eine Haltestelle des öffentlichen Personennahverkehrs vorhanden.

Kapazität und Aufbau

Die Arena fasst 12.700 Personen. Die Tribünen sind hufeisenförmig angelegt. Die hufeisenförmig angelegten Tribünen umfassen 9.634 feste Sitzplätze mit jeweils 15 Unterrang- und 19 Oberrangblöcken. Je nach Wunsch des Veranstalters kann die Bühne auch als Center Stage eingerichtet werden, wobei die Höchstkapazität 12.000 Personen erlaubt. Außerdem gibt es zwei Theaterkonfigurationen, die für 3.000 und 5.200 Personen ausgelegt sind. Des Weiteren besitzt die Arena 23 Event-Suiten.

Veranstaltungsportfolio

Die Arena wird vor allem für Konzerte, Shows und Sportveranstaltungen genutzt. Im Laufe ihrer Geschichte war sie Austragungsort zahlreicher Musik-, Unterhaltungs- und Kulturveranstaltungen, darunter Produktionen wie Riverdance, 1 Live Krone, Germany’s next topmodel, Backstreet Boys, NSYNC, OASIS, Sting, AC/DC, Depeche mode, Taylor Swift, Lenny Kravitz, Tokio Hotel, Whitney Houston, Metallica, Lady Gaga & PINK.

Sport-Historie

In den DEL-Spielzeiten 1997/98 bis 2001/02 bestritt die Eishockeymannschaft der Revierlöwen Oberhausen ihre Heimspiele in der Arena. Am 6. Oktober 1998 kam es bei einem Heimspiel der Revierlöwen zu einem tragischen Zwischenfall, als der kanadische Spieler Stéphane Morin vom der Gastmannschaft Berlin Capitals während des Spiels verstarb.[4] 1997/98 war die Halle zudem Heimstätte des Basketball-Bundesligisten Ruhr Devils.[5] Der Handballverein TUSEM Essen gewann in der Arena 2005 vor 6000 Zuschauern das Finale des EHF-Pokals gegen den SC Magdeburg.[6] Die deutsche Eishockeynationalmannschaft spielte im Rahmen der Euro Hockey Challenge 2015 zwei Mal gegen Russland. Bei der Euro Hockey Challenge 2016 gab es in der Arena zwei Länderspiele gegen Belarus.

Der Schwergewichtsboxer Manuel Charr trat am 25. November 2017 vor 5000 Zuschauern in der Arena zum Weltmeisterschaftskampf der WBA gegen den Russen Alexander Ustinow an. Charr gewann den Kampf einstimmig nach Punkten (115:111, 116:111, 115:112).[7] Ende 2020 fand in der Arena die European Darts Championship statt.

Management

Die Rudolf Weber-ARENA wird von Legends Global betrieben. Das Unternehmen entstand 2024 aus der Zusammenführung von Legends und dem internationalen Venue-Betreiber ASM Global. Im Zuge der Übernahme von ASM Global durch Legends wurde ein weltweit tätiger Konzern geschaffen, der Veranstaltungsstätten in Europa, Nord- und Südamerika, Asien, Afrika und Ozeanien betreibt.

Im November 2021 übernahm Mirco Markfort die Position des General Managers der Rudolf Weber-ARENA und löste damit Henrik Häcker ab, der vom 10. Oktober 2017 bis zum 20. Juli 2020 Geschäftsführer der Arena war.

Technik

  • Die Deckentraglast beträgt 45 t.
  • Die Deckenhöhe beträgt bis zu 21 m.
  • Die Bühnengesamtlast beträgt 380 t.
  • Leuchtmittel mit 104 kW Leistungsaufnahme erleuchten den Innenraum.
  • Die Lüftung wälzt 675.000 Luft pro Stunde um.

Kritik

Im April 2015 stand das Management der Arena in der Kritik, weil es der ADÜTDF das Gebäude für eine politische Veranstaltung zur Verfügung stellte. Die ADÜTDF ist eine türkische Organisation, die den rechtsextremen Grauen Wölfen nahesteht. Beide Organisationen werden vom Verfassungsschutz beobachtet.[8] Trotz dessen fand die Veranstaltung am 26. April 2015 ohne besondere Vorkommnisse oder Gegendemonstrationen statt.[9][10]

Galerie

Commons: Rudolf Weber-Arena – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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