Arnold Schottländer
deutscher Schachspieler
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Arnold Schottländer (* 2. April 1854 in Münsterberg in Schlesien[1]; † 9. September 1909 in Breslau) war ein deutscher Schachmeister.
Leben und Wirken
Arnold Schottländer entstammte aus jüdischen Kaufmannsfamilien in Münsterberg. Sein Großvater Israel David Schottländer (1772–1827) war Optiker, sein Vater Marcus Schottländer (1820–1892) Kaufmann, seine Mutter war Bertha Werner (1820–1908).[2] Von seinen drei Brüdern wurden zwei ebenfalls Kaufleute, Cousins waren der wohlhabende Gutsbesitzer und Unternehmer Julius Schottländer und der Verleger Salo Schottländer, ein Neffe war der Journalist Bernhard Schottländer.
Arnold Schottländer zählte neben Fritz Riemann in den 1870er Jahren zu den bevorzugten Spielpartnern des deutschen Weltklassespielers Adolf Anderssen in Breslauer Schachcafés.[3] Er entwickelte sich in dieser Zeit neben Siegbert Tarrasch und Fritz Riemann zu einem der stärksten Spieler Deutschlands. Arnold Schottländer wird auch als schachlicher Lehrer Eduard Laskers (später Edward Lasker) bezeichnet.[4]
Zwar nahm Arnold Schottländer Anteil am Schachboom im Deutschland der 1880er Jahre; er war 1879 Teilnehmer beim ersten Kongress des Deutschen Schachbundes in Leipzig, ebenso anschließend bei den Kongressen 1883 in Nürnberg, 1885 in Hamburg und 1892 in Dresden, doch gestattete seine schwache physische Verfassung ihm nicht, sich weiterhin dem Turnierspiel zu widmen.
1899 lebte er in Breslau am Rossmarkt 14 als Particulier (Privatmann) mit Sprechzeiten von 11–1 (Uhr).[5]
Weblinks
- Nachspielbare Schachpartien von Arnold Schottländer auf chessgames.com (englisch)
- Michael Negele: Arnold Schottländer – a cripple fond of chess Vortrag vor der Ken Whyld Association, 9. November 2008 (englisch)