Ask.com
Internetportal und ehemalige Suchmaschine
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Ask.com war ein Internetportal, das ursprünglich als Suchmaschine funktionierte, zuletzt aber nur noch Antworten aus einem festen Frage-Antwort-Katalog generierte. Es existierte von 1996 bis 2026.

Geschichte
Ask.com wurde 1996 von Garrett Gruener und David Warthen in Berkeley, Kalifornien gegründet und hieß anfangs (bis Februar 2006) Ask Jeeves.[1] Dies sollte auf die Idee der Firma hinweisen, Suchergebnisse über die Eingabe von Fragen in ganzen Sätzen zu erhalten. Die Suchergebnisse von Ask basierten auf der algorithmischen Suchtechnologie Teoma, die an der Rutgers University in New Jersey entwickelt wurde.
Im März 2004 übernahm Ask.com die Firma Excite.[2] Douglas Leeds wurde 2010 zum CEO von Ask.com ernannt. Unter seiner Führung kehrte die Website zu ihrer ursprünglichen Form als Frage-und-Antwort-Service (Q&A) zurück und gab ihre Technologie zur Standard-Internetsuche auf.[3] Kritik zog Ask.com durch seine offensive Art auf sich, ohne explizite Zustimmung des Anwenders – und damit in vielerorts gesetzeswidriger Weise – eine Suchleiste in den Kopf des Internet-Browsers in Form der Ask-Toolbar zu installieren, die sich nur mit besonderem Aufwand wieder entfernen ließ.
Am 1. Mai 2026 wurde das Angebot von ask.com eingestellt.[4][5]
Verbreitung
Ask.com gehörte zu Barry Dillers InterActiveCorp (IAC) und war in den USA im Sommer 2008 die viertgrößte Suchmaschine nach Google, Yahoo und Bing.[6]
Ab dem 25. Januar 2006 stand unter Ask.de auch eine deutsche (Beta-)Version der Suchmaschine zur Verfügung.[7] Nach einem Bericht des Marktforschungsunternehmens Nielsen Netratings war Ask.de im ersten Quartal 2009 in Deutschland die zweithäufigstgenutzte Suchmaschine.[8]
Ask.com hatte 2022 nach Angaben von Alexa.com Rang 766 der weltweit am meisten besuchten Websites inne.[9]
Ask-Plug-ins
Ab Ende 2007 wurde ein Internet-Explorer-Aufsatz angeboten, der eine anonymisierte Suchfunktion bereitstellt und keine Daten über das Suchverhalten des Nutzers speichert.[10] 2008 übernahm IAC die Lexico Publishing Group LLC mit deren Webseiten Dictionary.com (Wörterbuch), Thesaurus.com (Roget’s new Millennium Thesaurus of English Words and Phrases) und Reference.com (Lexikon) sowie der freien Software CleverKeys zur Suche in den Seiten.[11]
Ebenfalls im Angebot war die Ask-Toolbar, eine Browser-Erweiterung, die eine Internetsuche von beliebigen Internetseiten aus ermöglichte und personalisierte Suchen speichern ließ.
Ab Ende 2010 gab es auch eine Q&A-iPhone-App von Ask.com.[12]
Kritik
Kritik bestand an der Ask-Toolbar, welche oft als Schadprogramm (englisch Malware) und Crapware eingestuft wurde.[13] Die Browser-Erweiterung fügte sich so tief in das System ein, dass eine normale Deinstallation behindert werden konnte. In manchen Fällen war die Entfernung nur mit speziellen Software-Tools möglich, oder durch eine Systemwiederherstellung.
Die Ask-Toolbar war Bestandteil der Standardinstallation diverser Programme, darunter Java, die im Java-Installer explizit abgewählt werden musste.[14]
Weblinks
- ask.com
- askjeeves.com
- David gegen Google. In: Die Zeit, Nr. 41/2005 (Archiv)
- Markus Krajewski: Ask Jeeves. Der Diener als Informationszentrale. In: Wissenschaftszeitung Recherche, Januar 2009, über die Geschichte von Ask Jeeves (Archiv)