Auslandsbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland
für Kontakte ins Ausland zuständiger Bischof der Evangelischen Kirche in Deutschland
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Auslandsbischof ist die Bezeichnung für den Leiter der Abteilung 7 Ökumene und Auslandsarbeit, bis 2025 Leiter der Hauptabteilung III (Abteilung Auslandsarbeit und Abteilung Ökumene) beim Kirchenamt der EKD, der die Amtsbezeichnung „Bischof“ trägt. Er ist per Amt einer der Vizepräsidenten des Kirchenamtes und Leiter des Amtes der UEK (Union Evangelischer Kirchen) im Kirchenamt. Seit Juli 2025 übt Frank Kopania dieses Amt aus.
Der Auslandsbischof betreut weltweit etwa 140 mit der EKD verbundene deutschsprachige Gemeinden auf allen Kontinenten und hält Kontakt zu Partnerkirchen der EKD weltweit.
Bereits Theodor Heckel, der Leiter des Außenamtes der Deutschen Evangelischen Kirche in der NS-Zeit, führte ab 1934 den Bischofstitel. Martin Niemöller, der nach dem Zweiten Weltkrieg die Leitung des Außenamtes übernahm, lehnte dagegen den Titel als Relikt der NS-Zeit ab und fungierte als Präsident des (seinerzeit noch vom Kirchenamt der EKD getrennten) Kirchlichen Außenamts. Sein Nachfolger Adolf Wischmann fühlte sich zwar als Bischof, verzichtete aber aus Respekt vor Niemöller ebenfalls auf den Titel.[1] Erst Heinz Joachim Held, der dritte Präsident des Kirchlichen Außenamts, erhielt im Zuge der Zusammenlegung des Kirchlichen Außenamtes mit Sitz in Frankfurt/Main mit dem Kirchenamt der EKD in Hannover im Jahr 1991 auf Beschluss des Rats der EKD den Titel Bischof. Seit spätestens 2001 wird der Begriff „Auslandsbischof“ in Rechtstexten der EKD verwendet.[2]
Amtsinhaber
- Martin Niemöller (1945–1955)
- Adolf Wischmann (1956–1974)
- Heinz Joachim Held (1975–1993)
- Rolf Koppe (1993–2006)
- Martin Schindehütte (2006–2013)
- Petra Bosse-Huber (2014–2025)
- Frank Kopania (seit 1. Juli 2025)
Literatur
- Britta Wellnitz: Deutsche evangelische Gemeinden im Ausland – ihre Entstehungsgeschichte und die Entwicklung ihrer Rechtsbeziehungen zur Evangelischen Kirche in Deutschland. Mohr Siebeck, Tübingen 2003, ISBN 978-3-16-147976-2
Weblinks
- Organigramm des Kirchenamtes auf der Website der EKD.