Autumn Durald Arkapaw

US-amerikanische Kamerafrau From Wikipedia, the free encyclopedia

Autumn Cheyenne Durald Arkapaw (* 14. Dezember 1979 in Ventura, Kalifornien als Autumn Cheyenne Durald) ist eine US-amerikanische Kamerafrau. Bekanntheit erlangte sie ab den 2010er-Jahren durch ihre wiederholte Zusammenarbeit mit den Filmregisseuren Gia Coppola und Ryan Coogler. Für Cooglers Horrorfilm Blood & Sinners wurde sie als erste weibliche Person of Color für den Oscar in der Kategorie Beste Kamera nominiert und auch ausgezeichnet.

Autumn Durald Arkapaw 2025

Leben

Autumn Durald Arkapaw wurde als Autumn Durald in Kalifornien geboren und wuchs in der San Francisco Bay Area auf.[1] Ihre Familie väterlicherseits stammte ursprünglich aus New Orleans und ist afroamerikanischer Abstammung.[2] Ihre Mutter hat philippinische Wurzeln.[3] Durald Arkapaw studierte an der Loyola Marymount University in Los Angeles, die sie mit einem Bachelor of Arts in Kunstgeschichte verließ. Daraufhin folgte ein Studium als Kamerafrau am American Film Institute. Dies beendete sie im Jahr 2009 mit einem Master of Arts.[1] Während ihrer Collegezeit suchte sie gezielt nach weiblichen Vorbildern für den Beruf der Kamerafrau; die Kameraarbeit von Ellen Kuras an Ted Demmes Film Blow (2001) wurde für sie dabei zu einem wichtigen Bezugspunkt.[4]

Sie ist mit ihrem australischen Berufskollegen Adam Arkapaw verheiratet, unter dessen Leitung sie 2016 gemeinsam an dem Liebesdrama The Light Between Oceans und dem Actionfilm Assassin’s Creed zusammenarbeiteten. Beide sind Eltern eines Sohnes. Seit dem Jahr 2022 ist Autumn Durald Arkapaw Mitglied der American Society of Cinematographers (ASC).[1]

Karriere

Ab Ende der 2000er-Jahre sammelte sie als Kamerafrau Erfahrung bei Musikvideos und Independent-Filmen. Erste Bekanntheit erlangte sie durch ihre Zusammenarbeit mit der Regisseurin Gia Coppola an dem Jugendfilm Palo Alto (2013) mit Emma Roberts, James Franco und Jack Kilmer in den Hauptrollen. Amerikanische Branchendienste wie Variety und IndieWire nahmen von ihr Notiz und zählten sie zu den vielversprechendsten Kameraleuten.[1] Es folgten weitere Spielfilme wie Andrew Droz Palermos One & Two (2015), Max Minghellas Regiedebüt Teen Spirit (2018) und Ry Russo-Youngs The Sun is also a Star (2019). Regisseur Spike Jonze wählte sie als Kamerafrau für das Fernsehspecial Aziz Ansari: Right Now (2019) und seinen Dokumentarfilm Beastie Boys Story (2020) aus. Im Jahr 2020 folgte mit der preisgekrönten Tragikomödie Mainstream eine weitere Zusammenarbeit mit Gia Coppola. 2024 setzte sich diese Zusammenarbeit mit Coppolas Drama The Last Showgirl fort.[4]

Im Jahr 2021 war Durald Arkapaw Kamerafrau für die Fernsehserie Loki, ihrer ersten Arbeit an einer Produktion für das Marvel Cinematic Universe. Dafür erhielt sie Nominierungen für den Emmy und den Preis der Visual Effects Society (VES).[5] Mit Ryan Cooglers Black Panther: Wakanda Forever folgte ein erneuter Auftrag für das Marvel-Franchise. Danach verantwortete sie auch die Kamera bei Cooglers Horrorfilm Blood & Sinners (2025). Für Blood & Sinners drehte Durald Arkapaw die Tagesszenen in den Großformaten IMAX und Ultra Panavision 70; diesen stellte sie sorgfältig komponierte Nachtszenen gegenüber.[4] Bei der visuellen Konzeption des im Jahr 1932 angesiedelten Films dienten ihr zudem historische Fotografien als Referenzmaterial.[4] Das Werk erreichte 2026 eine Rekordzahl von 16 Oscar-Nominierungen. Auch Durald Arkapaw wurde berücksichtigt. Als vierte Frau und erste weibliche Person of Color sowie erste Filipina wurde sie für den Preis in der Kategorie Beste Kamera nominiert[2][4]; sie gewann die Auszeichnung als erste Kamerafrau überhaupt.

Filmografie

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI