Ayman Hussein

irakischer Fußballspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Aymen Hussein Ghadhban al-Mafreajy (arabisch أيمن حسين, DMG Aiman Ḥusain; * 22. März 1996 in al-Hawidscha) ist ein irakischer Fußballspieler.

Schnelle Fakten Personalia, Herren ...
Ayman Hussein
Personalia
Voller Name Aymen Hussein Ghadhban al-Mafreajy
Geburtstag 22. März 1996
Geburtsort al-Hawidscha, Irak
Größe 189 cm
Position Sturm
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2015–2017 Al-Naft SC
2017–2018 Al-Shorta (Irak)
2018 Al-Naft SC 37 (21)
2018–2019 CS Sfax 6 (0)
2019–2021 Al-Quwa al-Dschawiya
2021–2022 Umm-Salal SC 22 (11)
2022–2023 al-Markhiya SC 10 (6)
2023 Al-Jazira Club 16 (1)
2023 Raja Casablanca 5 (0)
2023– Al-Quwa al-Dschawiya 12 (10)
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Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2015– Irak 92 (32)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 11. November 2023

2 Stand: 6. Januar 2026

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Karriere

Verein

Er wurde im Jahr 2009 nach einer Sichtung in die Jugendabteilung von al-Alam aufgenommen. Von dort wechselte er einige Jahre später in die Jugend des Tuz FC. Da es zu diesem Zeitpunkt keinen Erstligisten aus seiner Heimatregion Kirkuk gab, schloss er sich schließlich dem Ghaz Al-Shamal SC an,[1] der damals in der zweiten irakischen Liga spielte.[2] Husseins frühe Laufbahn war von schweren familiären Schicksalsschlägen überschattet: Als er zwölf Jahre alt war, wurde sein Vater von al-Qaida getötet; sechs Jahre später wurde sein Bruder vom Islamischen Staat entführt, dessen Schicksal ungeklärt blieb.[3] Nach der Entführung seines Bruders erwog Hussein, seine Fußballkarriere zu beenden, um für seine Familie zu sorgen; seine Mutter bewegte ihn jedoch dazu, weiterzuspielen.[3] Zur Saison 2012/13 erhielt er bei Duhok einen Vertrag und kam dort erstmals in der ersten irakischen Liga zum Einsatz. Nach einigen Spielen, in denen er zwei Tore erzielte, verließ er den Klub jedoch wieder, nachdem sein Gehalt über Monate nicht gezahlt worden war.[1]

Im Wintertransferfenster schloss er sich in Bagdad al-Naft an. Dort gelang ihm in der Spielzeit 2016/17 der Durchbruch, als er in zehn Partien zwölf Tore erzielte, anschließend jedoch von Februar[4] bis Mai[5] verletzt ausfiel. Trotzdem erreichte er mit seiner Mannschaft den zweiten Platz, die bis dahin beste Ligaplatzierung des Vereins.[6] Anschließend wechselte er zu al-Shorta,[7] wo er in fünf Einsätzen fünf Tore erzielte. Bereits im Februar 2018 kehrte er zu al-Naft zurück und traf im weiteren Saisonverlauf in 22 Einsätzen elfmal.

Aufgrund gegenseitiger Unstimmigkeiten wurde sein Vertrag im Sommer 2018 nach einem 1:1 gegen den tunesischen Klub CS Sfaxien in der ersten Runde des Arab Club Champions Cup 2018/19 aufgelöst. Im September 2018 unterzeichnete Hussein bei eben diesem Klub einen neuen Vertrag.[8] In der tunesischen Liga kam er erst ab Februar 2019 zum Einsatz, blieb dort vor allem Einwechselspieler und wechselte zur Spielzeit 2019/20 zurück in den Irak. Diesmal schloss er sich al-Quwa al-Dschawiya an, wo er in den folgenden zwei Spielzeiten spielte und in der Saison 2020/21 die Meisterschaft und den Pokal gewann.

Zur Saison 2021/22 wechselte Hussein erneut ins Ausland und spielte in Katar für den Umm-Salal SC, für den er in der Stars League als Stammspieler in 22 Ligapartien elf Treffer erzielte. Zur folgenden Saison ging er zum al-Markhiya SC, für den er in zehn Ligaspielen sechs Tore erzielte. Im Februar 2023 unterschrieb er in den Vereinigten Arabischen Emiraten beim al-Jazira Club, wo er bis August desselben Jahres spielte. Danach wechselte er nach Marokko zu Raja Casablanca.[9] Seit Anfang Oktober 2023 ist er wieder im Irak und spielt erneut für al-Quwa al-Dschawiya.

Nationalmannschaft

Nach ersten Einsätzen für die irakische U23-Nationalmannschaft wurde Hussein in den Kader für die U-23-Asienmeisterschaft 2016 berufen. Bei der Endrunde erzielte er beim 2:1-Sieg über Gastgeber Katar den entscheidenden Treffer, durch den sich seine Mannschaft für das Fußballturnier der Olympischen Sommerspiele 2016 qualifizierte.[10] Wegen einer Verletzung verpasste er jedoch das olympische Turnier. Er blieb anschließend Teil der U23-Auswahl und erzielte in der Qualifikation für die U-23-Asienmeisterschaft 2018 allein beim Spiel gegen Afghanistan fünf Tore.[11] Mit seiner Mannschaft qualifizierte er sich für die Endrunde,[12] schied dort jedoch im Viertelfinale aus.

Seinen ersten bekannten Einsatz für die irakische A-Nationalmannschaft hatte Hussein am 26. August 2015 bei einem 3:2-Sieg im Freundschaftsspiel gegen die libanesische Nationalmannschaft, als er in der Schlussphase für Yunis Mahmud eingewechselt wurde.[13] In der Folge kam er neben weiteren Freundschaftsspielen auch in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2018 zum Einsatz. Ende 2017 nahm er am Golfpokal 2017 teil und erreichte mit dem Irak das Halbfinale. Nach weiteren Freundschaftsspielen spielte er im Sommer 2019 bei der Fußball-Westasienmeisterschaft 2019, bei der der Irak im Finale mit 0:1 gegen Bahrain verlor.[14]

Ab Sommer 2021 folgten Einsätze in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2022 sowie Ende des Jahres beim FIFA-Arabien-Pokal 2021. Beim Golfpokal 2023 trug Hussein mit drei Toren dazu bei, dass der Irak das Finale erreichte. Dort besiegte seine Mannschaft den Oman mit 3:2 und gewann den Titel.[15] Mit seinen drei Toren wurde Hussein gemeinsam mit seinem Mannschaftskollegen Ibrahim Bayesh Torschützenkönig des Turniers.

In der Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 führte Hussein die irakische Nationalmannschaft erstmals als Kapitän aufs Feld.[3] Im Play-off-Finale gegen Bolivien erzielte er den Treffer zum 2:1-Endstand und sicherte dem Irak damit die Teilnahme an der Weltmeisterschaft.[3] Vor dem Turnier war seine Teilnahme zeitweise ungewiss, nachdem er bei der Einreise in die USA am Flughafen von Chicago etwa sieben Stunden von der Grenzschutzbehörde festgehalten und befragt worden war.[3] Elf Tage später erzielte Hussein bei der 1:4-Niederlage des Irak gegen Norwegen den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1; es war das erste irakische Tor bei einer Weltmeisterschaft seit 1986.[3]

Commons: Ayman Hussein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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