Bäderbahn Molli
Schmalspurbahn im Landkreis Rostock
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Die Bäderbahn Molli, auch kurz der Molli genannt, ist eine dampfbetriebene Schmalspurbahn in Mecklenburg-Vorpommern. Ihre Spurweite beträgt 900 Millimeter. Die 15,43 Kilometer lange Strecke wird heute vom Eisenbahnverkehrs- und -infrastrukturunternehmen Mecklenburgische Bäderbahn Molli GmbH (MBB) betrieben und verbindet Bad Doberan mit Heiligendamm und dem Ostseebad Kühlungsborn. Die Fahrzeit beträgt circa 40 Minuten. Innerhalb Bad Doberans fährt die Bahn auf Rillenschienen, die im Straßenpflaster liegen, ähnlich einer Straßenbahn, durch die nach ihr benannte Mollistraße. Im weiteren Verlauf ist sie auf Vignolschienen entlang einer Lindenallee trassiert. Zwischen Heiligendamm und Kühlungsborn führt die Strecke parallel zur Ostseeküste und grenzt außerhalb der Ortschaften an Felder.
| Bad Doberan–Ostseebad Kühlungsborn West | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Streckennummer (DB): | 6996 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kursbuchstrecke (DB): | 186 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kursbuchstrecke: | 105b (1934) 119b (1946) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckenlänge: | 15,43 km | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spurweite: | 900 mm (Schmalspur) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckengeschwindigkeit: | 40[1] km/h | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Geschichte


Am 19. Juni 1886 erteilte Friedrich Franz III., Großherzog von Mecklenburg-Schwerin die Konzession für Bau und Betrieb einer schmalspurigen Eisenbahn vom Bahnhof Doberan nach Heiligendamm, dieses erste Teilstück ging am 9. Juli 1886 in Betrieb.[4] Es wurde von der privaten Eisenbahnbau- und Betriebsunternehmung Lenz & Co GmbH aus Stettin errichtet und von der Doberan-Heiligendammer-Eisenbahn, abgekürzt DHE, geführt. Der Verkehr auf der 6,61 Kilometer langen Strecke, die als Dampfstraßenbahn betrieben und später als Kleinbahn eingestuft wurde, fand zunächst nur während der Sommersaison vom 1. Mai bis zum 30. September statt. Am 13. März 1890 verstaatlichte das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin die Bahn und gliederte sie in die Großherzoglich Mecklenburgische Friedrich-Franz-Eisenbahn (MFFE) ein.
Am 18. Dezember 1908 beschloss der Landtag von Mecklenburg-Schwerin in Malchin, die Schmalspurbahn bis ins Ostseebad Arendsee zu verlängern, das 1938 mit den Nachbargemeinden Brunshaupten und Fulgen zum Ostseebad Kühlungsborn zusammengeschlossen wurde. Diese Erweiterung ging am 12. Mai 1910 in Betrieb, gleichzeitig wurde der Bahnhof Heiligendamm um 200 Meter nach Süden verlegt. Im gleichen Jahr nahm die MFFE auf der nunmehr Kleinbahn Doberan–Arendsee genannten Strecke den Güterverkehr auf; die Bahn verkehrte zudem nun ganzjährig. In dieser Zeit entstanden auch Pläne, die Strecke vom Endbahnhof Arendsee zur nur wenige Kilometer entfernten und ausschließlich dem Gütertransport dienenden Schmalspurbahn Neubukow Obere Weiche–Bastorf zu verlängern. Der Erste Weltkrieg verhinderte deren Umsetzung.
Ab dem 1. April 1920 gehörte sie zur Deutschen Reichsbahn. Diese führte zum 1. Dezember 1928 erneut die (alte) 2. Klasse ein, nachdem zuvor nur Züge mit Wagen der 3. Klasse verkehrten.[5]
In den 1930er Jahren gab es Pläne, die Strecke auf Normalspur von 1435 mm umzuspuren und teilweise neu zu trassieren, um die Ortsdurchfahrten in Bad Doberan und Kühlungsborn zu beseitigen. Aus finanziellen Gründen wurden diese Pläne jedoch nicht umgesetzt.
Das Umladen der Güter von der Regelspurstrecke Wismar–Rostock auf die Schmalspurbahn erwies sich als aufwendig und unrentabel. Der Transport von Regelspurwagen auf schmalspurigen Rollwagen, wie es zum Beispiel auf den sächsischen Schmalspurbahnen üblich war, schied aufgrund der engen Ortsdurchfahrt in Bad Doberan aus. Somit stellte die Deutsche Reichsbahn den ohnehin rückläufigen Güterverkehr zum 31. Mai 1969 ein.
Die Strecke wurde in dieser Zeit täglich mit 13 Zugpaaren bedient. Im Jahr 1976 nahm der damalige Bezirk Rostock die Schmalspurbahn in die Bezirksdenkmalliste auf. Mit Gründung der Deutschen Bahn AG zum 1. Januar 1994 wechselte die Betriebsführung der Schmalspurbahn von der Deutschen Reichsbahn in deren Hand. Ein Jahr danach, zum 1. Oktober 1995, übernahm eine Betreibergesellschaft, bestehend aus dem Landkreis Bad Doberan sowie den Städten Ostseebad Kühlungsborn und Bad Doberan, die Strecke von der Deutschen Bahn AG. Heute firmiert die gemischt-wirtschaftliche Gesellschaft als Mecklenburgische Bäderbahn Molli GmbH mit Sitz in Bad Doberan. Der Endbahnhof Ostseebad Kühlungsborn West beherbergt das Molli-Museum und das Bahnbetriebswerk.

Am 27. Februar 1997 gründete die Mecklenburgische Bäderbahn Molli, zusammen mit den Verkehrsunternehmen Rostocker Straßenbahn AG, DB Regio AG Nordost, Regionalverkehr Küste, Weiße Flotte und antaris, den Verkehrsverbund Warnow. Seitdem akzeptiert die Bäderbahn Molli Wochen- und Monatskarten aus dem Verbundsortiment. Damit werden die Züge als öffentliche Nahverkehrszüge betrieben und fahren offiziell unter der Linienkennzeichnung Regionalbahn RB 31. Die Unentgeltliche Beförderung für Schwerbehinderte gilt hier ebenfalls.[6] Fahrkarten aus dem Preissystem der Deutschen Bahn werden seit dem Betreiberwechsel hingegen nicht mehr anerkannt.
Weltweite Bekanntheit erlangte der Molli als offizielles und einziges Verkehrsmittel der Pressevertreter zum G8-Gipfel in Heiligendamm 2007.
Im Jahr 2021 zeichnete das Bündnis Allianz pro Schiene den Bahnhof Ostseebad Kühlungsborn West für seinen „außergewöhnlichen touristischen Reiz“ mit dem Sonderpreis des Bahnhofs des Jahres aus.[7][8]
Pläne zur Verlängerung
Mitte der 2000er Jahre wurde eine Verlängerung der Strecke nach Rerik aus technischer Sicht geprüft.[9] Ende 2012 wurden Pläne vorgestellt, die Bahnstrecke bis nach Warnemünde zu verlängern. Vertreter der Städte Bad Doberan, Kühlungsborn und Rostock erhoffen sich davon eine deutliche Nachfragesteigerung.[10] Die Kosten dafür werden auf einen zweistelligen Millionenbetrag veranschlagt.[11]
Im Jahr 2022 stellte die Mecklenburgische Bäderbahn Molli Ergebnisse einer von der Technischen Universität Dresden erstellten Studie zu einer Verlängerung nach Warnemünde und Rerik[12] vor. Im Fahrplan war bei diesem Projekt neben einzelnen Dampfzügen ein Stundentakt im Schienenpersonennahverkehr mit Triebwagen vorgesehen. Dafür waren, zum Preisstand von 2021, Investitionen von 110 Millionen Euro vorgesehen.[13] Im September 2022 kündigte der Landrat Sebastian Constien das Ende der Planungen an, nachdem der Kreistag des Landkreises Rostock eine Erweiterung ablehnte. Der Kreistag hat auch einen Antrag abgelehnt, erst die Fördermöglichkeiten zu prüfen.[14]
Der im April 2014 angeregte Wiederaufbau der Schmalspurbahn Neubukow Obere Weiche–Bastorf und deren Anschluss an die Bäderbahn wurde wegen der auf 33 Millionen Euro geschätzten Kosten ebenfalls abgelehnt.[15]
Unfälle
Hauptsächlich weil manche Bahnübergänge unbeschrankt sind und die Strecke innerhalb bebauter Bereiche teils – wie bei einer Straßenbahn – auf einer gemeinsam mit Kraftfahrzeugen benutzten Trasse verläuft, kam es in der Vergangenheit gelegentlich zu Unfällen. Diese Ereignisse waren aber verhältnismäßig selten und gingen meist ohne schwere Personenschäden aus.[16][17]
Am 26. September 2021 ereignete sich jedoch bei Wittenbeck ein Zusammenstoß, bei dem der Fahrer eines Wohnmobils starb und seine Beifahrerin schwer verletzt wurde, nachdem er auf einen nicht-technisch gesicherten Bahnübergang Bahnübergang gefahren war. Das Wohnmobil wurde dabei völlig zerstört, und auch an der 2008 gebauten Lokomotive 99 2324 entstand beträchtlicher Sachschaden.[18]
Unternehmen
| Mecklenburgische Bäderbahn Molli GmbH | |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 1995 |
| Sitz | Kühlungsborn |
| Leitung | Michael Mißlitz |
| Mitarbeiterzahl | 66 (Durchschnitt 2009)[19] |
| Umsatz | 4,1 Mio. EUR (2009)[19] |
| Branche | Verkehr |
| Website | www.molli-bahn.de |
Die Mecklenburgische Bäderbahn Molli GmbH gehört anteilig dem Landkreis Rostock (64 %), der Stadt Bad Doberan (19,7 %), dem Ostseebad Kühlungsborn (14,8 %) sowie einer natürlichen Person (1,5 %).[20]
| Jahr | Zugkilometer | Fahrgäste | Mitarbeiter | Umsatz in Mio. Euro | Bilanzsumme in Mio. Euro | Gewinn in Mio. Euro |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2009 | 91.969 | 546.415 | 66 | 4,1 | 15,5 | 0,7 |
| 2008 | 607.994 | 67 | 4,0 | 16,4 | 0,7 | |
| 2007 | 84.198 | 609.000 | 68 | 3,6 | 13,5 | 0,5 |
| 2006 | 89.844 | 558.000 | 67 | 3,4 | 11,6 | 0,2 |
Fahrzeuge
Dampflokomotiven

Bei der Betriebsaufnahme im Juli 1886 stand zunächst eine Lokomotive zur Verfügung, die ab 1887 eine zweite, ähnliche Maschine unterstützte. Diese beiden später in die mecklenburgische Gattung XVIII eingereihten Maschinen waren als Trambahnlokomotiven ausgelegt und bis 1915 im Einsatz. In den Jahren 1891 und 1898 wurde der Fahrzeugbestand um die dreifachgekuppelten Lokomotiven der Gattung XIX ergänzt.
Ab 1910 fuhren auf der Strecke auch die Lokomotiven der mecklenburgischen Gattung T 7 (99 301 bis 99 303). Daraufhin setzte die MFFE die Lokomotiven der Gattung XIX auf die Neubukower Rübenbahn um. Verstärkt wurde der Lokomotivpark ab 1923 durch die DR-Baureihe 99.31 (99 311 bis 99 313). Alle diese Lokomotiven musterte die MFFE bzw. die Deutsche Reichsbahn bis in die 1960er Jahre aus.
Im Jahr 1932 ließ die Deutsche Reichsbahn die deutlich größeren, schnelleren und stärkeren Lokomotiven der DR-Baureihe 99.32 (99 321 bis 99 323) bauen. Diese drei Maschinen der Bauart 1'D1' h2t stehen noch heute mit den Nummern 99 2321-0, 99 2322-8 und 99 2323-6 im Einsatz. Im Jahr 1961 kamen von den Werkbahnen der SDAG Wismut drei vierfachgekuppelte Lokomotiven zum Molli und wurden von der Deutschen Reichsbahn in der Baureihe 99.33 (99 331 bis 99 333) eingereiht. Eine der drei, die 99 331 (später 99 2331), ist noch heute betriebsfähig und dient als Reserve beziehungsweise als Zuglok im Winter auf Grund der höheren Entgleisungssicherheit. Die 99 332 steht als Denkmal am Molli-Museum im Bahnhof Kühlungsborn West; die Lokomotive 99 333 wurde verschrottet.
Von 2008 bis 2009 baute das Dampflokwerk Meiningen für den Molli die Lokomotive 99 2324 neu, bei der es sich um einen Nachbau der Einheitslokomotiven 99 321 bis 99 323 handelt.[21] Damit entstand erstmals nach fast 50 Jahren in Deutschland wieder eine Dampflokomotive für den Regelbetrieb. Die Produktion erfolgte in Anpassung der historischen Pläne an die heutigen Fertigungsverfahren. Um einem Fotografenansturm aus dem Wege zu gehen, fuhr die neue Lok bei den Probefahrten vor der offiziellen Inbetriebnahme mit der Loknummer ihrer Schwesterlok 99 2323-6.
Diesellokomotiven
Für Ersatzleistungen und Rangierfahrten werden in den Bahnhöfen Kühlungsborn West und Bad Doberan heute jeweils Diesellokomotiven benutzt. Da Rangierfahrten mit Dampflokomotiven unwirtschaftlich sind, gestaltet sich der Einsatz einer Diesellok einfacher und kostengünstiger.
Deshalb trafen in den Jahren 1999/2000 fünf von verschiedenen 900-mm-Grubenbahnen stammende Diesellokomotiven des LKM-Typs V10C gebraucht in Bad Doberan ein. Die anfangs vorhandene Lok Nr. 1 wurde im Jahr 2000 als Ersatzteilspender zerlegt, die übrigen vier erhielten ab 2006 Ordnungsnummern der Baureihe 199. Die danach in 199 017-5 umgezeichnete Lok 7 wurde im Jahr 2012 zerlegt. Die Lok 199 016-7 (ex Nr. 8) dient regulär als Rangierlok in Bad Doberan. Die 199 015-9 und auch „Marlin“ genannte ehemalige Nr. 52 befindet sich im Eigentum des Vereins zur Traditionspflege des Molli e.V. Sie ist in Kühlungsborn West beheimatet und dient dort als Rangierlok. Die zusätzlich mit dem Namen „Otto“ versehene 199 014-2 (ex Nr. 101-04) dient als Reservelok. Die Lok „Otto“ unterscheidet sich von den anderen durch die graue Lackierung und dem groß aufgedruckten Namen. Bei „Marlin“ steht der Name klein an der Seite auf dem weißen Streifen.[22]
Wagen
Bereits zur Betriebsaufnahme der DHE standen 1886 vierachsige Personenwagen zur Verfügung. Sie besaßen Sitzabteile 2. und 3. Klasse. Die in den ersten Jahrzehnten beschafften Personenwagen besaßen allesamt offene Perrons und einen Oberlichtdachaufsatz, der bei einigen Fahrzeugen später entfiel. Die 1930 in selbsttragender Konstruktion gebauten 900-mm-Einheitswagen gingen mit geschlossenen Einstiegsbereichen in Dienst.
Wegen des straßenbahnähnlichen Charakters in den Ortsdurchfahrten Bad Doberan und Kühlungsborn besitzen die Personenwagen des Molli bis heute keine Toiletten.
Für den im Jahr 1910 aufgenommenen Güterverkehr beschafften die Bahnverwaltung bis 1931 in Summe 23 vierachsige gedeckte und zwischen 1911 und 1927 in Summe 20 vierachsige offene Güterwagen. Nach Einstellung des Güterverkehrs wurde der Großteil dieser Fahrzeuge verschrottet (offene Wagen) bzw. zur Nachnutzung als Lagerschuppen (gedeckte Wagen) abgegeben.
Die heute noch beim Molli vorhandenen Güterwagen betreut der Verein zur Traditionspflege des Molli e.V. (VTM).[23]
Nebenfahrzeuge (zur Instandhaltung)

Zur Instandhaltung der Strecke wird das nebenstehend gezeigte Fahrzeug benutzt. Vorne ist es mit einer Schneefräse ausgestattet. Hinten besitzt das Fahrzeug eine Ladefläche mit Kran. Es wird es deshalb zu Sanierungs- bzw. Schneeräumarbeiten genutzt. Mit Hilfe von zwei „Kanonen“-artigen Vorrichtungen kann der Schnee in verschiedene Richtungen verteilt werden, damit die Dampfzüge die Schienen weiterhin ohne Radschlupf (durchdrehende Räder) befahren können. Es gibt beim Molli zwei Fahrzeuge von diesem Fahrzeugtyp: den A-02 und den A-03. Die Chance, eines dieser Fahrzeuge im Schneeräumeinsatz zu erleben, ist jedoch selten gegeben, da im Norden Deutschlands nur noch selten Schnee fällt. Es handelt sich bei den Fahrzeugen um die einzige Bauzugtriebwagenart bei der Bäderbahn Molli.
Verkehr


Schmalspurbahn
In der sommerlichen Hochsaison sowie zu anderen ausgewählten Terminen wird tagsüber im Stundentakt mit zwei Zügen gefahren, die sich jeweils kurz vor der vollen Stunde in Heiligendamm kreuzen. In Bad Doberan bestehen sowohl von und nach Rostock als auch von und nach Wismar gute Anschlüsse. Aufgrund der geringeren Touristennachfrage verkehrt im Winter nur eine Zuggarnitur im Zwei-Stunden-Takt mit etwas kürzerer Gesamtfahrzeit, da die Kreuzung in Heiligendamm entfällt.
Im Fahrplan 2017 wurde die Strecke im Sommerhalbjahr von zehn bis elf, im Winterhalbjahr von vier bis fünf Zugpaaren täglich befahren.
Der Haltepunkt Steilküste in Wittenbeck ist ein Bedarfshalt, somit ist eine Meldung beim Lokpersonal notwendig. Bei Eis- und Schneelage wird der Haltepunkt nicht bedient.
Der Bahnhof Rennbahn wird nur an dortigen Renntagen oder bei sonstigen Veranstaltungen wie der Zappanale bedient und bei Bauarbeiten an der Strecke zum Umsteigen in den Schienenersatzverkehr (SEV).
Die Fahrten tragen die Liniennummer RB 31[24]
Mollibus
Die ausfallenden Fahrten im Winter wurden bis 2009 im Schienenersatzverkehr durch den so genannten Mollibus bedient, welcher vom Regionalverkehr Küste betrieben wurde. Die Fahrten übernahm danach die Linie 121 des RvK (heute Rebus GmbH). Sie verkehrt von Rostock ZOB über Bad Doberan, Heiligendamm und Ostseebad Kühlungsborn nach Rerik.
Galerie
- Sicht vom Führerstand auf die Bahnstrecke
- Haltepunkt Kühlungsborn-Mitte
- Innenansicht Salonwagen
- Winterliche Fahrt
- Fahrscheine (2011)
- Ortsdurchfahrt Bad Doberan im Film
Musik
- Das Mecklenburger Duo De Plattfööt singt in seinem Lied Holiday up’n Molli an de See, erschienen 1989 auf der Amiga-LP Wenn du ok Plattfööt hest, auf plattdeutsch über die Bäderbahn Molli.
- 1991 veröffentlichte Gerd Rüdiger Enzmann das Lied Halt dich fest, der Molli kommt.[25]
Literatur
- Hans-Ulrich Pfeiffer, Jan Methling, Ludger Kenning: Die Bäderbahn Bad Doberan – Kühlungsborn und die Rübenbahn Neubukow – Blengow – Bastorf. Kenning, Nordhorn 2005, ISBN 3-933613-75-2.
- Lothar Schultz: Der Molli: die Schmalspurbahn Bad Doberan – Kühlungsborn West. Transpress, Stuttgart 2003, ISBN 3-613-71208-3.
- Jan Methling, Roland Hertwig: 125 Jahre Molli – Die Schnellste unter den Kleinen. In: Eisenbahn-Kurier Special 101. EK-Verlag, Freiburg im Breisgau 2. Quartal 2011, ISSN 0170-5288.

