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Bändermodell (Proteine)

dreidimensionales Modell der Tertiärstruktur von Makromolekülen From Wikipedia, the free encyclopedia

Bändermodelle sind Molekülmodelle von Proteinstrukturen.[1][2][3][4] Sie visualisieren Elemente der Sekundärstruktur wie eine α-Helix oder ein β-Faltblatt und erlauben eine Darstellung der Tertiärstruktur. Verschiedene Polypeptide können zur besseren Unterscheidung farblich unterschiedlich markiert sein. Bändermodelle werden bei der molekularen Modellierung eingesetzt,[5][6] z. B. beim Protein-Engineering. Das Bändermodell wurde 1980/81 durch Jane Richardson etabliert.[1][2][3] Ähnliche Ansätze gab es aber schon früher.

Proteinstrukturen, von der primären zur quartären Struktur.

Strukturdarstellungen

Triosephosphatisomerase, handgezeichnet von Jane Richardson.
Weitere Informationen Sekundärstruktur, Schleifen und andere ...
Sekundärstruktur[1][2]
α-Helices Zylindrische spiralförmige Bänder, mit der Bänderebene ungefähr auf der Peptidbindungsebene.
β-Stränge Pfeile mit einer Dicke von 25 % der Breite in Richtung von N- zu C-Terminus. β-Faltblätter bestehen aus parallel angeordneten β-Strängen mit β-Schleifen.
Schleifen und andere
Nichtrepetitive Schleifen Runde Stränge entlang der α-C-Atome der Aminosäuren, die vom Vordergrund zum Hintergrund dünner werden.
Verbindungen zwischen Schleifen und Helices Runde Stränge entlang der α-C-Atome der Aminosäuren, die beim Übergang zur α-Helix flacher werden.
Andere Merkmale
N- und C-Terminus Kleine Pfeile an einem oder beiden Enden oder mit Buchstaben codiert. Für β-Stränge ist die Richtung des Pfeils ausreichend. Oftmals wird hierfür ein Farbgradient entlang der Aminosäuresequenz verwendet.
Disulfidbrücken Mit verschränktem Doppel-S oder mit einem Zick-Zack-Strich
Prosthetische Gruppen oder Inhibitoren Stabmodell, Kugel-und-Stabmodell
Metalle Kugeln
Schattierung und Farbe Der Kontrast nimmt zum Hintergrund hin ab
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Software

Verschiedene Programme zur Darstellung von Proteinen im Bändermodell wurden entwickelt, z. B. Molscript von Arthur M. Lesk, Karl Hardman und John Priestle,[7] Jmol,[8] DeepView,[9] MolMol,[10] KiNG,[11] UCSF Chimera[12] und PyMOL von Warren DeLano.[13]

Literatur

Einzelnachweise

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