Bahnstrecke Roma Laziali–Frosinone
elektrifizierte Schmalspurstrecke in Rom und Latium, Italien
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Die Bahnstrecke Roma Laziali–Frosinone ist eine Schmalspurbahn im Nahverkehr der italienischen Hauptstadt Rom. Sie verkehrt vom Bahnhof Roma Laziali, am Ende des südlichen Flügels des Bahnhofs Termini, in die östlich gelegenen Vororte. Von 1917 bis 1935 erreichte die Bahnstrecke in ihrem Maximalausbau Frosinone.
| Rom Laziali–Frosinone | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Überlandstraßenbahn Rom Laziali – Giardinetti an der Porta Maggiore | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spurweite: | 950 mm (ital. Meterspur) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Stromsystem: | 1500 V = | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Zweigleisigkeit: | Roma Laziali – Porta Maggiore Ponte Casilino – Giardinetti | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Geschichte


Die Bahn wurde von der Società Ferrovie Vicinali (SFV) in Spurweite 950 mm errichtet und von Anfang an elektrisch betrieben. Zunächst fuhr sie mit 1650 Volt Gleichspannung, heute mit 1500 Volt. Sie weist – außer dem Abschnitt im historischen Zentrum Roms – ein vom Straßenraum getrenntes Gleisbett auf. Der Betrieb ähnelt allerdings dem einer Straßenbahn. Die niveaugleichen Bahnübergänge sind zahlreich.
Der Abschnitt Rom – Genazzano wurde 1916 mit einer Zweigstrecke nach Frascati eröffnet (47 km). 1917 erreichte die Strecke Frosinone. Das Netz war nun 140 km lang.[1]
In verschiedenen Abschnitten wurde die Bahn nach und nach aufgegeben:
- 1935: Frosinone – Fiuggi, wegen Unwirtschaftlichkeit
- 1978: Alatri – Fiuggi (war 1940 wiedereröffnet worden)
- 1982: Abzweig zur Piazza dei Mirti
- 1983: Fiuggi – San Cesareo, nach Erdrutsch
- 1984: San Cesareo – Pantano, nach Erdrutsch
- 1993: Der Abschnitt Pantano – San Cesareo wird als vorhanden, aber stillgelegt beschrieben.[2]
- 2008: Der Betrieb auf dem Abschnitt Giardinetti – Pantano wurde eingestellt[3], um die Trasse für die Linie C der U-Bahn von Rom umzubauen.[4]
- 2014: Mit Eröffnung der Linie C der Metropolitana wurde die Strecke bis zum Bahnhof Centocelle eingekürzt.
- 2026: Nach dem Unfall im März wird der Betrieb permanent eingestellt.
Der heute noch befahrene Teil der Strecke Roma Laziali – Centocelle wird von der ATAC betrieben, die am 1. Januar 2010 die frühere Betreibergesellschaft Metropolitana di Roma S.p.A. übernommen hatte. Sie wurde vor Aufgabe des Abschnitts Giardinetti – Pantano täglich von etwa 35.000 Fahrgästen genutzt. Die Strecke ist bis auf einen kurzen eingleisigen Abschnitt zwischen der Porta Maggiore und dem Haltepunkt Ponte Casilino, bei dem es sich um eine Gleisverschlingung handelte, zweigleisig ausgebaut. Das Betriebswerk und Depot befindet sich in Centocelle. Der Bahnhof Parco di Centocelle der U-Bahn ist von der Endstation Centocelle der Schmalspurbahn etwa 500 Meter entfernt.
| Garnitur Typ | Anzahl | Nummern |
|---|---|---|
| Serie 100 | 2 | 106, 110 |
| Serie 400 | 5 | 420, 421, 423, 424, 425 |
| Serie 830 | 3 | 833, 834, 836 |
Flankenfahrt im März 2026
Am 4. März 2026 kam es nachmittags im Bereich des eingleisigen Abschnitts zwischen Ponte Casilino und Porta Maggiore zu einer Kollision zwischen den Wagen 106 und 424.[6] Der stadtauswärts, Richtung Centocelle fahrende, soll hier das Halt-zeigende Signal überfahren haben. Es kam zu keinen Toten und Verletzten. Die beiden Triebwägen wurden am 8. März in das Depot Centocelle überstellt.
Verkehrsstadtrat Patane schließt eine Wiedereröffnung der Bahn aus, da diese nur mit einer grundlegenden Überholung des Sicherungssystem, dessen Einbau sich wirtschaftlich nicht lohnt, möglich wäre. Ersatzweise fährt die Buslinie 105 (Termini - Parco di Centocelle) um 30 % verstärkt und eine neue Zusatzlinie 105L wurde für die Stoßzeit eingeführt.[7]
Zukünftige Entwicklung
Am 12. Februar 2024 wurde nach langjährigen Planungen der Bauantrag für eine Modernisierung und Verlängerung ab Centocelle als Metrotram und zukünftige Linie G bis Tor Vergata bei der Region Latium eingereicht. Gleichzeitig soll auch die 1940 und 1950 schrittweise stillgelegte Strecke bis Termini wieder errichtet werden, um die Umsteigebeziehungen am Hauptbahnhof zu verbessern. Die Strecke wird dann insgesamt 12,8 Kilometer lang werden und 33 Haltestellen umfassen. Der Baustart ist für Anfang 2027 vorgesehen, die Einweihung soll 2029 stattfinden.[8]
Der erste der neuen CAF Urbos 3 Triebwagen für das Straßenbahnnetz, inklusive der neuen Metro G, wurde am 5. März 2026 in die Hauptwerkstätte in der Via Prenestina angeliefert.[9]
Verkehrsstadtrat Eugenio Patane möchte die Arbeiten der TTV beschleunigen und in Abschnitten eröffnen. So sollen die Pendler der Via Casilina bereits vor der Kompletteröffnung entlastet werden.[10]
Bildergalerie
Museum
Im ehemaligen Bahnhof Colonna befindet sich ein Eisenbahnmuseum mit Originalfahrzeugen dieser Strecke. Aufgrund eines museumspädagogischen Schwerpunktes besuchen auch Schulklassen das Museum.
Literatur
- Eisenbahnatlas Italien und Slowenien. Atlante ferroviario d’Italia e Slovenia. Schweers + Wall, 2010, S. 110. ISBN 978-3-89494-129-1
- Metro Roma. Broschüre der Metropolitana di Roma S.p.a., Rom ca. 2007
- Tomas Meyer-Eppler: Sonderzug nach den vatikanischen Gärten. Unterlagen zur Exkursion der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte vom 27. September bis 5. Oktober 2008, 2008

