Nationalpark Banc d’Arguin

Nationalpark in Mauretanien From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Nationalpark Banc d’Arguin (arabisch حوض آركين, DMG Ḥauḍ Ārkīn ‚Arguinbecken‘, frz. Parc National du Banc d'Arguin) liegt an der Atlantikküste Mauretaniens zwischen Nouakchott und Nouadhibou in der Verwaltungsregion Dakhlet Nouadhibou und wurde 1976 ausgewiesen. Der Nationalpark umfasst verschiedene Landschaftsformen, wie Sanddünen, Küstensümpfe, neben der Insel Arguin weitere kleinere Inseln wie die Kiaone-Inseln und die flachen Gewässer der küstennahen Teile der Arguin-Sandbank. Seit 1982 ist die Fläche des Nationalparks als Meeresschutzgebiet ein Ramsar-Schutzgebiet mit einer Fläche von 12.000 km².[1]

Schnelle Fakten UNESCO-Welterbe, Geschichte der Einschreibung ...
Nationalpark Banc d’Arguin
UNESCO-Welterbe

Kilometerlanger Muschelhaufen im Nationalpark
Vertragsstaat(en): Mauretanien Mauretanien
Typ: Natur
Kriterien: (ix)(x)
Fläche: 1.200.000 ha
Referenz-Nr.: 506
UNESCO-Region: Arabische Staaten
Geschichte der Einschreibung
Einschreibung: 1989  (Sitzung 13)
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Karte des Nationalparks Banc d’Arguin

Biodiversität

Der Nationalpark Banc d’Arguin ist seit 1989 UNESCO-Weltnaturerbe, weil er ein wichtiges Überwinterungsgebiet von Zugvögeln ist und zu den vogelreichsten Gebieten weltweit gehört. Der Park zählt zu den international bedeutendsten Überwinterungsgebieten des Regenbrachvogels. Ende des 20. Jahrhunderts überwinterten hier 31.400 Individuen dieser Art.[2] Außerdem brüten hier viele Koloniebrüter wie Rosaflamingos, Löffler, Rosapelikane, Raub-, Königs- und Lachseeschwalben sowie Dünnschnabelmöwen in großer Zahl.[3]

Unter den Säugetieren sind etwa 200 Dorkasgazellen erwähnenswert. Daneben kommen Afrikanische Goldwölfe, Fenneks, Sandfüchse, Sandkatzen, Falbkatzen, Kleinfleck-Ginsterkatzen, Weißnackenwiesel, Honigdachse und Streifenhyänen vor. Bei Cap Blanc lebt darüber hinaus eine kleine Kolonie der hochbedrohten Mittelmeer-Mönchsrobbe. Das Meer beherbergt mehrere Schildkrötenarten und Delfine.

Brutgebiete sind besonders Sandbänke und die Inseln Tidra, Niroumi, Nair und Kijji. Die Gewässer sind reich an Fisch, von dem sowohl die Vögel als auch mehrere Fischerdörfer der Gegend leben.

Der andere der beiden Nationalparks des Landes ist der Diawling-Nationalpark im Delta des Senegalflusses.

Commons: Banc d'Arguin National Park – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelbelege

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