Kulturbühne Schruns

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Die Kulturbühne Schruns steht in der Batloggstraße Nr. 24 in der Marktgemeinde Schruns im Montafon in Vorarlberg. Die ehemalige Turnhalle bzw. das ehemalige Kino steht seit 2021 unter Denkmalschutz (Listeneintrag).

Kulturbühne Schruns vormals Batlogghalle (2022)

Geschichte

Im Jahr 1921 ersuchte ein Turnverein um die Genehmigung für den Bau einer Turnhalle, welche auch als Theaterbühne nutzbar sein sollte, bei der Gemeinde Schruns an. Während der Bauphase bemühte sich die Invalidenvereinigung Montafon um die erweiterte Nutzung als Kino, wobei auch auf die mögliche touristische Nutzung für Sommerfrischler bei Schlechtwetter verwiesen wurde. Die Turn- und Festhalle wurde mit über 400 Gästen und Turnvorführungen am 6. Jänner 1927 feierlich eröffnet.

Erst 1927 erfolgte die Genehmigung für ein Kino, welches 1928 als Invalidenkino Schruns eröffnet wurde. 1932 erfolgte die Namensänderung auf Batlogghalle, angestoßen durch die aufgeführten Batloggspiele, ein Drama der Dichterin Grete Gulbransson aus Bludenz.

Nach dem Zweiten Weltkrieg bemühte sich die Französische Besatzung um eine baldige Wiederaufnahme des Kinos, die erste Aufführung im Jahr 1946 war der Film Das Herz muß schweigen, wofür ein Jugendverbot bestand.

Nach Umbauarbeiten durch den Architekten Werner Pfeifer (1919–1972) wurde 1952 das Kino mit moderner Technik und Ausstattung neu eröffnet. In den 1990er Jahren folgten weitere Umbauarbeiten, mit neuen Pächtern wurde mit der Nennung Kino Casablanca und dem Einbau einer Kino-Bar ein jüngeres Publikum angesprochen.

Seit 2004 wird das ehemalige Kino als Kulturbühne als vielseitiger Kulturbetrieb genutzt.

Kunst am Bau: Die abstrakt anmutenden Sgraffiti von Hannes Bertle wurden in den 1990er Jahren durch den Einbau einer Bar zweigeteilt und sind heute nur noch teilweise erhalten.

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