Béla Halász
(1927–2019) ungarischer Anatom und Endokrinologe
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Béla Halász (* 4. Juli 1927 in Kalaznó; † 7. März 2019) war ein ungarischer Anatom und Endokrinologe.
Halász erwarb 1954 von der Universität Pécs einen MD, DSci als Abschluss des Medizinstudiums. Anschließend arbeitete er bei János Szentágothai in der Anatomie derselben Universität, wo er 1972 einen D.Sc. erwarb und auch selbst eine Professur erhielt. 1965/65 verbrachte er ein Auslandsjahr bei Charles H. Sawyer und Roger A. Gorski an der University of California, Los Angeles. 1971 wurde Halász Professor für Anatomie an der Semmelweis-Universität in Budapest, wo er von 1973 bis 1979 auch Vize-Rektor der Universität war.
Halász konnte wesentliche Beiträge zur nervalen Kontrolle des Hypophysenvorderlappens leisten. Gemeinsam mit Szentágothai schlug er eine interne Rückkopplung der Hypophysenhormone vor. Außerdem konnte er zeigen, dass zwischen Nebennierenrinde und Hypothalamus eine funktionelle Verbindung besteht. Er entwickelte Techniken zur gezielten Denervierung einzelner Teile der Neurohypophyse. Halász erschloss, dass in der Regulation des Hypophysenvorderlappens auf einer ersten Ebene Releasing-Hormone und Release-Inhibiting-Hormone wirksam sind und auf einer zweiten Ebene nervale Verbindungen.
Béla Halász veröffentlichte 120 wissenschaftliche Publikationen. Zu seinen Monografien zählen Hypothalamic Control of the Anterior Pituary (mit Szentágothai, Béla Flerkó und B. Mess, 1962) und The Dopaminergic system (1985).
Halász war mit einer Ärztin verheiratet und hatte zwei Töchter.
Auszeichnungen (Auswahl)
- 1976 Ulf-von-Euler-Preis der International Society of Endocrinology
- 1985 Ordentliches Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften[1]
- 1988 Ausländisches Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Sciences[2]
- 1991 Mitglied der Academia Europaea[3]
- 2017 Ungarischer Verdienstorden (Kommandeur mit Stern)
- Ehrendoktor der Medizinischen Universität Łódź