Yasmine Belkaid

algerisch-amerikanische Immunologin From Wikipedia, the free encyclopedia

Yasmine Belkaid (auch Belkaïd; * 1968[1] in Algier[2]) ist eine algerisch-französisch-amerikanische Immunologin und Präsidentin des Institut Pasteur in Paris.

Yasmine Belkaid, 2017

Leben

Yasmine Belkaid ist die Tochter des ehemaligen algerischen Ministers für Hochschulbildung, Aboubakr Belkaïd, der 1995 bei einem terroristischen Anschlag ums Leben kam.[3] Ihre Mutter war Französin.[4] Sie erwarb 1989 an der Université des sciences et de la technologie Houari-Boumediene einen Bachelor in Biochemie und 1990 ebendort einen Master. 1991 erwarb sie an der Universität Paris-Süd beziehungsweise dem Institut Pasteur ein Diplôme d’études approfondies und 1996 einen Ph.D. in Immunologie. Als Postdoktorandin arbeitete sie am National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID). 2002 erhielt sie eine Professur an der Children’s Hospital Research Foundation in Cincinnati (University of Cincinnati). Seit 2005 war sie wieder am NIAID und seit 2008 hatte sie zusätzlich einen Lehrauftrag (Adjunct Professor) an der University of Pennsylvania.[5]

Im März 2023 wurde sie zur Präsidentin des Institut Pasteur ernannt und trat dieses Amt im Januar 2024 an.[2][6]

Forschung

Belkaid arbeitet zum Zusammenwirken von Mikroorganismen und Immunsystem an den wichtigsten Grenzen zwischen dem Individuum und seiner Umgebung, der Haut und der Darmschleimhaut. Sie erforscht die Rolle des Mikrobioms bei der Kontrolle der Immunabwehr, Gewebe-spezifische Immunregulation und Immunität sowie die Rolle der Ernährung bei der Immunantwort. Sie untersucht insbesondere die Erreger Leishmania major, Toxoplasma gondii, Cryptosporidium und Microsporidium spp. Sie gilt als Expertin für die Immunologie der Schleimhaut.

Laut Datenbank Scopus hat Belkaid einen h-Index von 106,[7] laut Google Scholar einen von 120[8] (jeweils Stand Februar 2026).

Auszeichnungen

Einzelnachweise

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