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The Chocolate Invasion (englisch für Die Schokoladeninvasion) ist das 29. Studioalbum des US-amerikanischen Musikers Prince, wobei er alle Songs arrangierte, komponierte und produzierte. Das Album trägt als Untertitel den Namen „Trax from the NPG Music Club Volume One“ (englisch für „Songs vom NPG Music Club Volume One“) und er veröffentlichte es am 29. März 2004 bei seinem eigenen Label NPG Records; es war ausschließlich als Download für registrierte Mitglieder seiner damaligen Website erhältlich. Parallel zu The Chocolate Invasion brachte Prince auch sein 30. Studioalbum The Slaughterhouse sowie sein drittes Livealbum C-Note heraus.

Veröffent-
lichung

29. März 2004

Aufnahme

Ende 1999Sommer 2001

Format(e)

Download

Schnelle Fakten The Chocolate Invasion, Studioalbum von Prince ...
The Chocolate Invasion
Studioalbum von Prince

Veröffent-
lichung

29. März 2004

Aufnahme

Ende 1999Sommer 2001

Label(s)

NPG Records

Format(e)

Download

Genre(s)

Contemporary R&B, Funk, Pop, Rock

Titel (Anzahl)

10

Länge

49:09

Besetzung

s. Mitwirkende

Produktion

Prince
Executive Producer: Sam Jennings

Studio(s)

Paisley Park Studio (Chanhassen)

Chronologie
Musicology
(2004)
The Chocolate Invasion The Slaughterhouse
(2004)
Singleauskopplungen
21. Dezember 2000 U Make My Sun Shine
14. April 2001 Supercute
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Die Musik von The Chocolate Invasion zählt zu den Genres Contemporary R&B, Funk, Pop und Rock, als Gäste wirken Angie Stone und Najee mit. Prince veranstaltete keine nennenswerte Musikpromotion für das Album und da es in den internationalen Musikcharts nicht geführt wurde, hatte es keine Möglichkeit, Gold- oder Platinstatus zu erreichen. Das Interesse der Massenmedien an The Chocolate Invasion war im Jahr 2004 sehr gering. Erst nach Prince’ Tod im April 2016 wurde es vereinzelt rezensiert und bekam überwiegend schwache Kritiken.

Im Jahr 2015 erschien The Chocolate Invasion bei Tidal als kostenpflichtiger Download, seit 2018 ist das Album auch bei anderen Musikstreaming-Portalen verfügbar. Auf CD oder LP erschien The Chocolate Invasion bis heute (2025) nicht.

Entstehung

Angie Stone, 2010

Alle zehn Albumsongs nahm Prince in seinem Paisley Park Studio in Chanhassen in Minneapolis auf, wobei er Gamillah vermutlich Ende 1999 und Judas Smile im Sommer 2001 einspielte, die restlichen acht Tracks nahm er im Jahr 2000 auf.[1] Ursprünglich platzierte Prince anstelle von My Medallion das Stück The Dance auf der Tracklist, das er später aber überarbeitete und im Jahr 2006 auf seinem Album 3121 in einer dezent anderen Version erneut veröffentlichte. Bevor er The Chocolate Invasion im März 2004 herausbrachte, konnten alle Albumsongs auf seinen Websites bereits downgeloadet werden.

Die sieben Songs Gamillah, High, My Medallion, Supercute, U Make My Sun Shine, Underneath the Cream und When Eye Lay My Hands on U platzierte Prince am 8. August 2000 auf seinem Album mit Namen High, das er aber nicht herausbrachte;[2] es wäre sein erstes Studioalbum gewesen, nach dem er am 16. Mai 2000 seinen ursprünglichen Künstlernamen „Prince“ wieder angenommen hatte. Stattdessen stellte er am 21. Dezember 2000 U Make My Sun Shine, ein Duett mit Angie Stone, auf seiner damaligen Website NPG Online LTD.com als Download zur Verfügung.[3]

Am 14. Februar 2001 ging Prince’ neue Website NPG Music Club.com online, dessen Zugang nur auf Abonnenten beschränkt war, die eine Eintrittsgebühr von 100 US-Dollar bezahlten. Mitglieder erhielten dann bevorzugten Zugang zu Konzertkarten, Downloads von Live-Mitschnitten sowie monatliche Downloads von neuen Songs, wie When Eye Lay My Hands on U am 18. Februar.[4][5] Am 11. Juni konnten Sexmesexmenot und Supercute,[6] am 28. August Judas Smile und My Medallion,[7] am 15. November Underneath the Cream und Vavoom[8] sowie am 15. Dezember 2001 Gamillah und High downgeloadet werden.[9]

Am 15. Oktober 2003 kündigte Prince das 7-CD-Set The Chocolate Invasion an, das folgende sechs Alben enthielt: The Chocolate Invasion (nun mit My Medallion anstelle von The Dance) und The Slaughterhouse sowie die drei zuvor als Download veröffentlichten Alben C-Note, One Nite Alone und Xpectation. Außerdem war das Album The Glam Slam Club Mix enthalten, das hauptsächlich aus Songs von der sogenannten „NPG Ahdio Show # 11“ vom 17. Januar 2002 besteht und bis heute (2025) unveröffentlicht ist. Zudem umfasste das Set die CD The War, ein 26-minütiger Live-Track, der erstmals am 21. Juli 1998 als Download erhältlich war.[10] Ein genaues Veröffentlichungsdatum für das 7-CD-Set nannte Prince aber nicht und am 13. November 2003 war dann folgendes Statement auf NPG Music Club.com zu lesen: „The Chocolate Invasion ist vorerst auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Es gab ein Problem bei der Herstellung und bis der Fehler behoben ist, möchten wir Sie nicht im Unklaren darüber lassen, wann Ihr Zuhause überfallen wird. Sobald wir neue Informationen haben, werden Sie umgehend benachrichtigt. Die Mitglieder des NPGMC verdienen das Beste, vielen Dank für Ihre Geduld“.[11]

Letztendlich brachte Prince das 7-CD-Set jedoch nicht heraus und am 4. Juli 2006 wurde die Website NPG Music Club.com ohne Vorankündigung geschlossen, wodurch alle Mitgliedschaften auf Lebenszeit erloschen. In einer offiziellen Erklärung hieß es lediglich, der Club werde „bis auf Weiteres pausieren“.[12]

Gestaltung des Covers

Für die Covergestaltung war Artdirector Sam Jennings zuständig. Er arbeitete von 1998 bis 2007 mit Prince zusammen und war anfangs als Webmaster für dessen Websites verantwortlich, später dann auch als Artdirector für Schallplattencover wie beispielsweise Xpectation (2003), Musicology (2004), 3121 (2006) und Planet Earth (2007).

Jennings kreierte das Artwork für CD-Verpackung von The Chocolate Invasion bereits im Jahr 2003, aber Prince veröffentlichte das Album damals nicht. Erst als das Album im Dezember 2015 bei Tidal erhältlich war, wurde das Artwort veröffentlicht. „Es enthält Charakterzeichnungen von Debbie McGuan und spiegelt den Stil von NPG Music Club.com im Jahr 2001 wider, als viele dieser Titel erstmals auf dieser Website veröffentlicht wurden. Ich wurde außerdem als ausführender Produzent dieser CD genannt, da ich an der Auswahl der Titelliste und des Titels beteiligt war“, sagte Jennings im Jahr 2015. Debbie McGuan ist Modedesignerin, die für Prince im Zeitraum von 1993 bis 2007 immer wieder Outfits für ihn entwarf.[13]

Musik und Liedtexte

Die Musik ist eine stilistische Kombination aus den Genres Contemporary R&B, Funk, Pop und Rock. Die Liedtexte handeln meist von Liebe, Lust und Sex;[14] The Chocolate Invasion ist Prince’ letztes Album, das sexuell anzügliche Liedtexte enthält, was insofern erklärbar ist, weil er ab dem Jahr 2001 bis zu seinem Tod im Jahr 2016 Mitglied der Zeugen Jehovas war. Neben seinem charakteristischen Falsettgesang benutzt Prince auf dem Album auch tiefere Stimmlagen.

  1. When Eye Lay My Hands on U
    Der Opener stammt aus dem Bereich Pop und R&B. Die Atmosphäre des Songs wirkt mit seiner Melodie dramatisch und spannungsgeladen. Der Track wechselt zwischen sanften Strophen, deren Worte Prince fast flüstert, und einem kraftvolleren Refrain mit lautem Schlagzeug sowie einem echoartigen Gitarrensound. Ein Bridge-Teil führt eine neue Melodie ein und sorgt für Abwechslung. Prince fügt dem Refrain beim letzten Erscheinen ein durchdringendes Gitarrensolo hinzu. Im Liedtext beschreibt er, wie er mit einer Frau schlafen möchte und fragt: „Bist du bereit für die Berührung, die dich verrückt macht?“ Die Textzeile „Ich werde dich auf die sanfteste Art berühren, wie ‘Europa’ in Santanas Händen“ ist eine Anspielung von Prince auf das Instrumentalstück Europa (Earth’s Cry Heaven’s Smile) (1976) von Carlos Santana.[15]
  2. Judas Smile
    Der Track wurde von Prince vermutlich versehentlich unter dem Titel Judas Kiss veröffentlicht, denn bereits ein paar Tage nach der Veröffentlichung änderte er den Songtitel in Judas Smile. Die schnelle Funknummer besitzt nur einem Akkord und einen geschäftigen, stotternden Rhythmus. Strophen und Refrain werden über dasselbe Grundthema gesungen, was den Song repetitiv und eintönig wirken lässt. Zudem zieht sich ein Synthesizer-Sound durch den gesamten Track, wobei nach der Hälfte die Richtung geändert wird und Judas Smile in einen druckvolleren Vamp mit Slapped-Bass und skandiertem Gruppengesang übergeht. Von nun an sind dünne Snaredrum-Sounds und eine gummiartig, plastisch klingende Bassdrum zu hören. Im ersten Teil des Liedtextes kritisiert Prince eine Ex-Geliebte dafür, dass sie versucht habe, ihn „fertigmachen“. Er hat das Gefühl, sie hat ihn ausgenutzt; er schenkte ihr Liebe, bekam aber nur ein „Judaslächeln“ zurück. Der zweite Teil des Liedtextes scheint sich mit der Musikindustrie und ihrer schlechten Behandlung afroamerikanischer Künstler zu befassen. Prince „kommt mit der Old School“ und verkündet: „Die Schokoladeninvasion beginnt hier“. Am Endes des Songs zollt er Common, Curtis Mayfield, Maceo Parker und Erykah Badu Respekt.[16]
  3. Supercute
    Der Song beginnt mit dem Geräusch eines landenden Flugzeugs und ist aus dem Genre Pop. Supercute besitzt eine eindringliche, leicht wehmütig klingende Melodie und einem eingängigen Refrain. Der markante rhythmische Groove entsteht durch das Zusammenspiel einer Reggae-lastigen Basslinie und eines Marimba-artigen Keyboard-Motivs. Der Liedtext handelt von Prince’ Faszination für eine Frau aus East Los Angeles, die zu einem Rendezvous einfliegt. Sein Interesse scheint vor allem körperlicher Natur zu sein, denn es erregt ihn, sie „in ihrem Evakostüm“ tanzen zu sehen. Er stattet ihr auch einen Besuch ab und beobachtet sie beim Spielen mit ihren Sexspielzeugen, darunter einem Vibrator.[17]
  4. Underneath the Cream
    Das Stück ist ein entspannter Pop-Song und das Arrangement basiert auf Synthesizer-Verzierungen, gelegentliche E-Piano-Parts sorgen für etwas Würze. Im Liedtext fantasiert Prince über eine für ihn sexuell attraktive Frau und „kann nicht aufhören, an deine Schenkel zu denken“. Er wünscht sich, er wäre „irgendwo dazwischen, in einer einzigen Bewegung, tief in deinem Ozean“. Inhaltlich erinnert der Liedtext an einige seiner frühen Songs auf den Alben For You (1978) und Prince (1979), die ebenfalls Bekundungen von Lust und Verlangen ausdrücken.[17]
  5. My Medallion
    Der langsame Funk-Song mit einem reduzierten Arrangement aus einem Drumcomputer-Beat enthält wenige Basstöne sowie einige abgehackte Gitarren-Stabs. Im Liedtext erzählt Prince eine Geschichte, wie ihm eine junge Frau sein Medaillon „wegschnappt“ und ihn „eine Schlampe“ nennt. Er findet jedoch heraus, wo sie arbeitet, stellt sie zur Rede und sagt: „Ich weiß nicht, wie du heißt oder was du vorhast, aber du solltest dich besser hinlegen, denn ich habe Lust, etwas Verrücktes mit dir anzustellen“. Sie gibt ihm einen Kuss, rennt anschließend jedoch durch die Hintertür hinaus. Letztendlich bekommt er über Umwege sein Medaillon aber wieder zurück. Der Refrain besteht aus der wiederholten Phrase „Ich weiß nicht warum, ich will dieses Mädchen“ und wird von Flötenspiel unterstützt.[18]
  6. Vavoom
    Der Song wurde von Prince als „Rock and Roll mit ‘Cream’ getränkt“ beschrieben. Zwar ähnelt Vavoom zuweilen Cream, lässt aber die Libido von Cream vermissen. Zudem besitzt Vavoom einen künstlich wirkenden Gitarrensound. Der Refrain „Va-Va-Voom“ ist kurz und kann als simpel bezeichnet werden. Der Liedtext handelt von einer Frau, bei der Prince „ein Tier sein“ kann. Ursprünglich bot er den Song Mariah Carey für den Film Glitter – Glanz eines Stars (2001) an, aber sie lehnte den Track ab.[18]
  7. High
    Die schwungvolle Popnummer ist ein eingängiger Song und besitzt einen luftigen, heiteren Refrain, gepaart mit Synthesizer-Fills. Doch die Melodie kann als nicht einprägsam beschrieben werden. Zudem wird die Wirkung des Songs durch einen stotternden, hallenden Trommelschlag geschmälert, der die anderen Instrumente fast übertönt. Der Liedtext handelt von Prince’ erhebenden Kraft seiner Musik und er versichert, er hat „die Musik, um dich wieder high zu machen“. Ursprünglich plante er, den Song im Jahr 2000 als Single vom Album High auszukoppeln, das er aber letztendlich nicht veröffentlichte.[18]
  8. Sexmesexmenot
    Najee, 2007
    Das spannungsgeladene Funk-Stück mit reduzierter Instrumentierung besitzt ein Arrangement mit einem tiefen, gummiartigen Synthesizer-Bass, der gegen eine spärlich schrille Snaredrum pulsiert. Wie der Titelname vermuten lässt, handelt der Liedtext von Sex, der aus der Sicht von Prince geschrieben ist. Er präsentiert sich selbst als unwiderstehlichen Künstler, der Frauen mit seiner Bühnenpräsenz und seinen sexy Moves verführt. „Lass deine Schwester und deine Unterwäsche zu Hause“, befiehlt Prince seiner Geliebten und fügt hinzu: „Ich werde dir die Hosen nass machen“. Sexmesexmenot enthält Samples und gesprochene Zitate aus Judas Smile und knüpft damit an das Thema „The Chocolate Invasion“ des Albumtitels an.[19]
  9. Gamillah
    Das Instrumentalstück ist ein gemächlicher und ruhiger Track mit einer sinnlichen, etwas klagenden wirkenden Melodie. Prince spielt die Melodie auf einer halbakustischen Gitarre vor einem üppigen Synthesizer-Hintergrund. Gamillah, die arabische Bezeichnung für ‘die Schöne’ oder ‘wunderschön’, hat er zwar The New Power Generation zugeschrieben, doch, abgesehen von dem Saxophon-Part von Najee, spielte Prince alle Instrumente selbst ein.[20]
  10. U Make My Sun Shine
    Die Soul-Ballade singt Prince im Duett mit Angie Stone. Mit seinem Call-and-Response-Hintergrundgesang der Girlgroup Milenia und der Stop-Start-Struktur der Musik ist der Track eines der am deutlichsten vom Gospel beeinflussten Songs, die Prince in seiner Karriere geschrieben hatte. Stone singt die zweite Strophe und stimmt im Refrain mit Prince ein. Die Strophen mäandern ziemlich und steigern sich langsam zum Refrain, der als nicht einprägsam bezeichnet werden. Der Liedtext ist ein zärtlicher Ausdruck der Hingabe; Prince versucht eine Frau zu überzeugen, ihren Mann zu verlassen, indem er ihr Trost spendet und sie beruhigt: „An diesem Ort des Vertrauens kannst du jede Träne wegwischen, die jemals über dein müdes Gesicht gerollt ist“, singt er beispielsweise. Außerdem muss sie „aufhören, dem Teufel zu erlauben, zu definieren, was es bedeutet, eine Frau zu sein“. Der Liedtext sagt jedoch nichts Genaueres darüber aus, was die Frau durchgemacht hat, aber durch Prince’ Aussage „Ich könnte dir verraten, wofür das „I“ in „Pimp“ steht“ deutet er an, dass sie eine Prostituierte ist.[20]

Titelliste und Veröffentlichungen

Weitere Informationen #, Titel ...
# Titel Dauer
1 When Eye Lay My Hands on U 3:41
2 Judas Smile 6:33
3 Supercute 4:13
4 Underneath the Cream 4:00
5 My Medallion 5:07
6 Vavoom 4:35
7 High 5:05
8 Sexmesexmenot 5:40
9 Gamillah (Instrumental) 3:09
10 U Make My Sun Shine (Duett mit Angie Stone) 7:06
Spieldauer: 49:09 min.
Autor aller Songs ist Prince
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Die Veröffentlichung von The Chocolate Invasion am 29. März 2004 konnte damals als überraschend bezeichnet werden, denn Prince machte im Vorfeld keine Musikpromotion für das Album, das er nur als Download für registrierte Mitglieder seiner damaligen Website NPG Music Club.com herausbrachte. Abgesehen von einer etwas anderes angeordneten Reihenfolge der Tracklist, ist anstelle von My Medallion das Stück The Dance vorhanden, womit die Tracklist der von dem unveröffentlichten 7-CD-Set aus dem Jahr 2003 entspricht.[21]

Am 3. Dezember 2015 erschien The Chocolate Invasion bei Tidal als kostenpflichtiger Download und zwar mit My Medallion anstelle von The Dance.[22] Seit 2018 ist das Album auch bei anderen Musikstreaming-Portalen verfügbar. Auf CD oder LP erschien The Chocolate Invasion bis heute (2025) nicht.

Singles

Prince veröffentlichte mit U Make My Sun Shine und Supercute zwei Singles, die er auf The Chocolate Invasion platzierte. U Make My Sun Shine stellte er erstmals am 21. Dezember 2000 als kostenlosen Download über seine damalige Website NPG Online Ltd.com zur Verfügung. Die Single erschien mit vollständigem Artwork und Anweisungen zum Brennen der Single auf CD. Am 10. April 2001 wurde U Make My Sun Shine auch als offizielle CD-Version im Einzelhandel veröffentlicht.[23] Als zweiter Track ist When Will We B Paid? von Prince zu hören, eine Coverversion von dem von The Staple Singers gesungenen und veröffentlichten Stück aus dem Jahr 1969 ihres Albums We’ll Get Over.[24] Das Original mit Namen When Will We Be Paid? wurde von dem Musiker Randall Stewart geschrieben, der in den 1960er und 1970er Jahren mehrere Songs für Stax Records komponiert hatte. Es ist die einzige Single-Veröffentlichung von Prince, die als B-Seite eine Coverversion enthält. Ferner sind auf der CD-Single noch die beiden Songs Sweet Punanny und Throw Dat Leg Up vorhanden, die allerdings von der Hip-Hop-Gruppe namens Track Squad stammen.

Auf der CD-Single Supercute ist als zweiter Song noch Underneath the Cream platziert. Die Single konnte aber nur bei Prince-Konzerten im Rahmen seiner Hit N Run Tour 2001 vom 14. April bis zum 6. Mai 2001 durch die USA gekauft werden. Außerdem war sie bei den sechs Konzerten seiner Tour mit Namen A Celebration 2001 vom 15. Juni bis zum 28. Juni 2001 in seinem Paisley Park Studio zu beziehen.[23] Aufgrund der begrenzten Veröffentlichung war die Single nicht für die internationalen Charts geeignet. Auf dem CD-Cover ist die Tänzerin Geneva (* 3. Januar 1977 als Tomasina Parrott in Calabasas (Kalifornien), seit 2006 mit Larenz Tate verheiratet) abgebildet, die mittels Sprechblase „Hmmm … ich frage mich, wie viele Eskimos in Long Beach leben?“ fragt. Geneva war in den Jahren 2000 und 2001 sowohl Backgroundsängerin als auch Tänzerin in Prince’ Band. Außerdem konnten auf den genannten Konzerten die CD-Single The Daisy Chain mit dem Instrumentalstück Gamillah käuflich erworben werden; The Daisy Chain erschien auf The Slaughterhouse.[23]

Musikvideos

Prince produzierte mit U Make My Sun Shine und When Eye Lay My Hands on U zwei Musikvideos zu Songs, die er auf The Chocolate Invasion veröffentlichte. Das Video zu U Make My Sun Shine wurde vermutlich im Spätsommer/Frühherbst 2000 im Paisley Park Studio gedreht und neben Prince treten Angie Stone, Background-Sänger Kip Blackshire (sein erster Auftritt in einem Prince-Video) und die vier Mitglieder von der Girlgroup Milenia auf. Prince, der auf einem Drehstuhl sitzt, singt seine Verse Stone vor und umgekehrt. Das gesamte Video ist vor einem Hintergrund aus Bildern von Himmel, Mond und Sonne gedreht.[25]

Das Video zu When Eye Lay My Hands on U wurde offensichtlich in derselben Session wie U Make My Sun Shine gedreht, denn Prince’ Frisur ist identisch, ebenso der Stil des Videos. Es zeigt eine einfache Darbietung des Songs mit ihm, Tänzerin Desray Junca, Schlagzeuger Kirk Johnson und Bassistin Rhonda Smith. Prince’ Vermischung von Sex und Religion ist erneut prominent, da sein verführerischer Tanz einen kurzen Moment zeigt, in dem er den Kopf von Junca unterhalb seiner Taille hält. Währenddessen wird immer wieder auf ein Buch mit dem Titel The Truth Bezug genommen, was als Anspielung auf die Zeugen Jehovas gilt. Die über den NPG Music Club veröffentlichte Version ist nur 1:08 Minuten lang und nicht der vollständige Song. Desray Junca wirkte bereits im Jahr 1999 im Musikvideo zu The Greatest Romance Ever Sold mit.[25]

Coverversionen

Lediglich eine Coverversion ist von den Songs auf The Chocolate Invasion bekannt; im Jahr 2024 veröffentlichte Liv Warfield (* 1979), von 2009 bis 2012 Backgroundsängerin in The New Power Generation, mit ihrer Band eine Liveversion von When Eye Lay My Hands on U auf ihrem Album Live at Cafe Wha, New York, 2022.

Mitwirkende

Musiker

Alle Songs wurden von Prince arrangiert, komponiert, produziert und vorgetragen. Zudem spielte er alle Musikinstrumente selbst ein, wobei folgende Personen die Aufnahmen ergänzten:[1]

  • Angie Stone – Co-Leadsängerin in U Make My Sun Shine
  • DVS – Backing Vocals in High
  • Kip Blackshire – Backing Vocals in High und U Make My Sun Shine
  • Milenia – Backing Vocals in U Make My Sun Shine
  • Morris Hayes – zusätzliches Keyboard in Underneath the Cream
  • NajeeSaxophon in Gamillah

Technisches Personal

Rezensionen

Weitere Informationen Professionelle Bewertungen, Quelle ...
Professionelle Bewertungen
Kritiken
Quelle Bewertung
The Guardian[26] SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol
soulinstereo.com[27] SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol
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Im Jahr 2004 war das Interesse von Massenmedien und Musikkritiker an The Chocolate Invasion äußerst gering, weil das Album nicht in den freien Verkauf gelangte. Deswegen sind nur sehr wenige Rezensionen zu finden. Erst nach Prince’ Tod im April 2016 wurde es vereinzelt beurteilt und erhielt meist schwache Kritiken.

Chris Gerard von der kostenlosen US-Zeitschrift Metro Weekly beurteilte im Jahr 2014, also noch zu Lebzeiten zu Prince, 38 von dessen Alben und platzierte The Chocolate Invasion auf Rang 25. Er gab zwei keine Note, aber die „glühende Rockballade“ When Eye Lay My Hands on U und das „gefühlvolle Duett“ mit Angie Stone U Make My Sun Shine machten das Album „besonders lohnenswert“. Weitere Tracks wie „die optimistischen Popsongs“ Supercute und Vavoom sowie die „sanfte R&B-Ballade“ Underneath the Cream seien „andere Höhepunkte“. Wenn Prince die besten Tracks von The Chocolate Invasion und The Slaughterhouse auf einem Album platziert hätte und dieses „ordentlich veröffentlicht und richtig promotet“ worden wäre, hätte es „ein großartiges Album“ werden können, meinte Gerard. Doch „so wie es aussieht, werden die meisten dieser Songs nur eingefleischte Fans zu Ohren kommen, was wirklich schade“ sei, resümierte er.[28]

Simon Price von The Guardian bewertete 37 Prince-Alben und setzte The Chocolate Invasion auf Platz 33. Er verteilte zwar drei von fünf Sternen, meinte aber, es handle sich bei dem Album um „ein inkonsistentes Sammelsurium von Titeln“ und hob nur den Song Supercute lobend hervor. Zudem bezeichnete er den Albumnamen als „ungewollt komisch“.[26]

Edward Bowser, Herausgeber von der Website soulinstereo.com, bewertete ebenfalls 37 Prince-Alben und setzte das Album auch auf Platz 33. Er gab jedoch nur zweieinhalb von fünf Sternen und beschrieb The Chocolate Invasion ironisch als „ähm, Geschenk“ an die Mitglieder des NPG Music Clubs, weil Prince in den Albumsongs „ziellos von Genre zu Genre“ springe. Zwar existierten mit Gamillah, U Make My Sun Shine und Underneath the Cream „ein paar Highlights“, aber ansonsten diene dieses Album nur Prince-Fans, mutmaßte Bowser.[27]

Die beiden Musikkritiker David Wilson und John Alroy gaben keine Note, waren aber ebenfalls enttäuscht. Die Tracks seien „größtenteils Techno-Funk“ und enthielten Songs wie bespielsweise When Eye Lay My Hands on U, die Prince „im Schlaf“ produzieren könne. U Make My Sun Shine und Underneath the Cream beschrieben sie als „sanfte Verführungsnummern“, doch High und Supercute seien „mehr oder weniger eine Fortsetzung des einfallslosen, unaufregenden“ Albums Newpower Soul aus dem Jahr 1998. Die meisten Prince-Alben enthielten zwar „ein paar Wegwerf-Tracks“, aber The Chocolate Invasion „ist eines der wenigen, das keine echten Hits hat“, zogen Alroy and Wilson als Fazit.[29]

Kommerzieller Erfolg

Chartplatzierungen

Das Album wurde in den internationalen Musikcharts nicht geführt, weil es nur über Prince’ damalige Website NPG Music Club.com käuflich zu erwerben war.

Musikverkäufe

The Chocolate Invasion wurde ungefähr 10.000 Mal verkauft.[30]

Literatur

  • Arthur Lizie: Prince FAQ: All That’s Left to Know About the Purple Reign. Backbeat Books, Guilford (Connecticut) 2020, ISBN 978-1-61713-670-2.
  • Benoît Clerc: Prince – Alle Songs: Die Geschichten hinter den Tracks. Delius Klasing Verlag; 1. Auflage 2023, ISBN 978-3-667-12537-8.
  • Matt Thorne: Prince – Die Biografie. Edel Germany GmbH, Hamburg, 2017, ISBN 978-3-8419-0523-9.
  • Uptown: The Vault – The Definitive Guide to the Musical World of Prince. Nilsen Publishing, Linköping 2004, ISBN 91-631-5482-X.

Einzelnachweise

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