Benzolsulfonsäure

organische Schwefelverbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Benzolsulfonsäure ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Sulfonsäuren. Ihre Salze heißen Benzolsulfonate, pharmazeutisch auch Besilate.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Benzolsulfonsäure
Allgemeines
Name Benzolsulfonsäure
Andere Namen

Benzensulfonsäure (IUPAC)

Summenformel C6H6O3S
Kurzbeschreibung

zerfließliche farblose Tafeln[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 98-11-3
EG-Nummer 202-638-7
ECHA-InfoCard 100.002.399
PubChem 7371
ChemSpider 7093
Wikidata Q421494
Eigenschaften
Molare Masse 158,18 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

1,32 g·cm−3 (47 °C)[2]

Schmelzpunkt
Siedepunkt

171 °C (bei 0,13 hPa)[2]

pKS-Wert

0,7 (25 °C)[3]

Löslichkeit

löslich in Wasser und Ethanol, unlöslich in unpolaren Lösungsmitteln[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302314
P: 260280301+312303+361+353304+340+310305+351+338[2]
Toxikologische Daten

1230 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[2]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Benzolsulfonsäure kann durch Sulfonierung von Benzol mit rauchender Schwefelsäure (Schwefelsäure mit wechselnden Mengen an Schwefeltrioxid) gewonnen werden:[4]

Synthese von Benzolsulfonsäure aus Benzol und konzentrierter Schwefelsäure.
Synthese von Benzolsulfonsäure aus Benzol und konzentrierter Schwefelsäure.

Verwendung

Benzolsulfonsäure dient als Katalysator bei chemischen Reaktionen und als Zwischenprodukt bei der Herstellung von Resorcin (über m-Benzoldisulfonsäure) und Phenol (durch Alkalischmelze).[1]

INN-Nomenklatur

Im medizinischen und pharmazeutischen Bereich lautet die international anerkannte Kurzform für das Anion der Benzolsulfonsäure (Benzolsulfonat) gemäß den INN-Regeln „Besilat“.[5] Solche Kurzformen werden für Molekülkomponenten angelegt, wenn ihre systematische Bezeichnung zu lang ist. Durch Kombination einer Kurzform mit dem INN der wirksamen Komponente des Arzneistoffs entsteht der „modifizierte INN“ (INNm). Ein Beispiel ist der Arzneistoff Amlodipinbesilat, abgeleitet von der Stickstoffbase Amlodipin.

Derivate

Derivate der Benzolsulfonsäure sind beispielsweise die Anisolsulfonsäuren und die Toluolsulfonsäuren.

Einzelnachweise

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