Bisbalia vossi

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Bisbalia vossi ist eine Art der Filarien und einziger Vertreter der Gattung Bisbalia.[1] Sie ist ein Parasit in der Brusthöhle bei der Trinidad-Stacheltaschenmaus (Heteromys anomalus) und wurde erstmals in Venezuela nachgewiesen.[2]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name der Gattung ...
Bisbalia vossi
Systematik
Ordnung: Rollschwänze (Spirurida)
Überfamilie: Filarien (Filarioidea)
Familie: Onchocercidae
Unterfamilie: Onchocercinae
Gattung: Bisbalia
Art: Bisbalia vossi
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Bisbalia
Bain & Guerrero, 2003
Wissenschaftlicher Name der Art
Bisbalia vossi
Bain & Guerrero, 2003
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Merkmale

Bisbalia hat die Merkmale der Onchocercinae. Der Ösophagus ist kurz und ohne deutlichen Drüsenteil. Die sehr kleine Mundhöhle ist zu einem winzigen Ring reduziert. Die Zahl der Kopfpapillen ist reduziert. Männchen haben zwei bis drei Paare von Papillen neben der Kloake, die Rauigkeit (Area rugosa)´ist durch querverlaufende Bänder aus Längsleisten gekennzeichnet. Das linke Spiculum der Männchen hat eine membranöse Klinge, das rechte zwei sklerotisierte Seitenwände, die bis zum runden Ende reichen. Die Weibchen sind opisthodelphisch, haben also zwei Uteri. Die Vagina ist gebogen und hat einen Schließmuskel. Der Schwanz hat zwei mittige Paare von Endhöckern. Die Larven (Mikrofilarien) sind klein (60 µm lang), unbescheidet mit sehr kleinen Kopfhaken und einer Schwanzspitze mit Nucleus.[2]

Männchen von Bisbalia vossi sind im Mittel etwa 26 mm lang und 180 µm dick, Weibchen 52 mm lang und 328 µm dick. Das Kopfende weist zwei sehr kleine Papillen auf, eine rückenseitig und die andere bauchseitig. Die beiden Amphiden liegen in zwei auffälligen schrägen Kanälen. Mund und Mundhöhle sind sehr klein. Der Ösophagus hat ein Y-förmiges Lumen und ist bei Männchen 333 µm lang, bei Weibchen 370 µm. Der Darm ist im vorderen Abschnitt weit, in ihm befinden sich häufig rote Blutkörperchen des Wirts. Die Kutikula hat innen seitliche Verdickungen, die Muskelschicht besteht aus wenigen Zellen, etwa 3 bis 4 pro Quadrant in der Körpermitte.[2]

Männchen haben eine dicke Muskulatur, die Seitenstränge bestehen aus zwei Kernsäulen. Die Schwanzpapillen sind nahe der Kloakenöffnung positioniert. Meist sind nur zwei bis drei Paare vorhanden, die häufig zu einem Nippel pro Seite verschmelzen. Das Schwanzende ist abgerundet. Die Area rugosa beginnt vor der Kloake und erstreckt sich bis zum gewundenen Hinterende des Körpers. Das linke Spiculum ist im Mittel 319 µm lang. Es besteht aus Heft und Klinge, letztere trägt zwei längsgefaltete Seitenflügel, das Ende hat drei fadenförmige Spitzen. Das rechte Spiculum ist 95 µm lang, seine bauchseitige Wand nur in der vorderen Hälfte sklerotisiert. Die sklerotisierten seitlich-rückenseitigen Wände laufen in zwei dicke seitliche Enden aus, die das links Spiculum leiten.[2]

Das hintere Ende der Weibchen verschmälert sich allmählich. Die Muskulatur ist vorn dick und dünn in der Körpermitte, die Seitenstränge bestehen aus vier Kernsäulen. Die Vulva liegt hinter dem Ösophagus-Darm-Übergang. Die Vagina ist rundlich, gut entwickelt, mit zwei Windungen und einem hinteren Schließmuskel. Der Ovijektor erweitert sich kurz vor der Teilung in die beiden Uteri. Letztere verlaufen gerade und parallel. Die Eileiter sind lang. Die runde Spitze der Eierstöcke liegen in Abhängigkeit von der Reife mehr oder weniger weit vom Schwanz. Der Schwanz ist lang, knapp 0,5 mm und nur leicht bauchwärts gebogen. Kurz vor dem Ende liegen zwei Höckerpaare.[2]

Die Mikrofilarien sind klein (etwa 60–70 µm) und unbescheidet. Der Körper ist im vorderen Drittel etwas breiter. Der Kopf trägt zwei sehr kleine Haken. Das Hinterende endet in einer Spitze, welche drei längliche Nuclei enthält.[2]

Einzelnachweise

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