Blei(II)-iodid
chemische Verbindung
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Blei(II)-iodid ist eine chemische Verbindung bestehend aus den Elementen Blei und Iod.
| Kristallstruktur | ||||||||||||||||
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| _ Pb2+ _ I− | ||||||||||||||||
| Kristallsystem |
trigonal | |||||||||||||||
| Raumgruppe |
P3m1 (Nr. 164) | |||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Blei(II)-iodid | |||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Verhältnisformel | PbI2 | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
gelber, geruchloser Feststoff[1] | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 461,05 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest[1] | |||||||||||||||
| Dichte |
6,16 g·cm−3[1] | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt | ||||||||||||||||
| Siedepunkt |
954 °C[1] | |||||||||||||||
| Löslichkeit |
0,756 g·l−1 (20 °C)[2] | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Gewinnung und Darstellung
Blei(II)-iodid wird durch eine Fällungsreaktion von Blei(II)-nitrat oder Blei(II)-acetat mit Kaliumiodid oder Natriumiodid gewonnen.[5][6]
Es kann auf diese Art auch als Nachweisreaktion für Blei dienen.
Eigenschaften
Blei(II)-iodid ist ein gelblicher bis orangefarbener Feststoff, der schwerlöslich in Wasser ist und bei 402 °C schmilzt.[1]
- Blei(II)-iodid
- Blei(II)-iodid, gefällt, Mikrofoto
Er besitzt bei Normalbedingungen eine trigonale Kristallstruktur mit der Raumgruppe P3m1 (Raumgruppen-Nr. 164). Bei 305 °C erfolgt ein Phasenübergang zu einer anderen Modifikation. Daneben sind mindestens drei Hochdruckmodifikationen bekannt.[7]
Verwendung
In seiner kristallinen Form wird es als Detektormaterial für hochenergetische Photonen wie Röntgen- und Gammastrahlen verwendet.[8] Im 19. Jahrhundert ist es selten von Künstlern als gelber Farbstoff (Jodgelb) verwendet worden, wurde aber aufgrund seiner Giftigkeit und Instabilität gegenüber Licht bald von anderen Farbstoffen abgelöst.[9] Blei(II)-iodid wird verwendet für fotografische Emulsionen mit Thiolen, asbesthaltige Bremsbeläge, Batterien mit Iod[10], Quecksilberdampflampen[11], thermoelektrische Materialien, elektrosensitive Aufzeichnungsmaterialien und als Filter für die Infrarotastronomie.[12]