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The Wailers

jamaikanische Reggae-Band From Wikipedia, the free encyclopedia

The Wailers (auch bekannt als Bob Marley & The Wailers, Peter Touch & The Wailers oder The Original Wailers, heute The Wailers Band) ist eine jamaikanische Roots-Reggae-Band. Sie gilt mit über 75 Millionen verkauften Tonträgern als eine der kommerziell erfolgreichsten Band der Welt, vor allem im Bereich der Reggaemusik.[1]

Schnelle Fakten Allgemeine Informationen, Herkunft ...
The Wailers
The Wailers (1980)

The Wailers (1980)

Allgemeine Informationen
Herkunft
Genre(s) Reggae, Rocksteady, Roots-Reggae, Ska
Aktive Jahre ab 1963
Auflösung
Website www.wailers.com
Gründungsmitglieder
Bob Marley († 1981)
Peter Tosh († 1987)
Gesang, Schlagzeug
Bunny Wailer († 2021)
Gesang
Junior Braithwaite († 1999)
Beverley Kelso
Background Vocal
Cherry Smith († 2008)
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Geschichte

Anfang der 1960er-Jahre gründeten Junior Braithwaite sowie die Begleitsängerinnen Beverley Kelso und Cherry Smith eine Band namens The Teenagers, die sich jedoch kurz darauf in The Wailing Rudeboys (englisch (to) wail = jammern, klagen, heulen) umbenannten.

Der Musiker Joe Higgs brachte Peter Tosh das Gitarrespielen bei. Durch ihn lernte Tosh Anfang der 1960er-Jahre Bob Marley und Bunny Wailer kennen, die zusammen mit ihren Familien aus dem kleinen Dorf Nine Miles nach Kingston gezogen waren. Zusammen gründeten die drei mit The Wailing Rudeboys im Jahre 1963 die Band The Wailers (später auch The Wailing Wailers).

Angetrieben von Higgs, arbeitete die Band an Arrangements. Von ihm angespornt, bekamen sie schließlich Ende 1963 einen Vorsingtermin bei Coxsone Dodd in dessen Studio One. Das Resultat waren etliche Veröffentlichungen auf Studio One wie das erste Lied, das Tosh sang, Hoot Nanny Hoot oder One Love. 1964 landeten The Wailers mit Simmer Down sogar einen Nummer-eins-Hit in Jamaika (dieser allerdings noch im Ska-Stil). Viele bekannte Lieder folgten, bis Braithwaite und die beiden Begleitsängerinnen im Jahre 1965 die Band verließen. Aus diesem Grund brach die Band auch bald mit der Plattenfirma von Clement Dodd und kamen bei dem Label von Lee Perry, Upsetter Records, unter Vertrag. Obwohl sich auch diese Zusammenarbeit nicht finanziell auszahlte, brachte sie aber alle drei musikalisch weiter, und so blieben The Wailers die erfolgreichste Gruppe der Insel.

Im Jahre 1970 stießen zwei neue Musiker zur Band: Die Brüder Aston und Carlton Barrett, die als Bassist beziehungsweise als Schlagzeuger, fungierten. In dieser Zeit veränderte sich auch die bis dahin vom Ska dominierte Musik über Rocksteady hin zu dem, was als Roots-Reggae in die Musikgeschichte eingeht. Die gemeinsamen Wege mit Perry trennten sich im Jahr 1972. The Wailers unterzeichneten bei dem britischen Produzenten Chris Blackwell und bei seinem Label Island Records einen Vertrag.

Eigenes Label der Band, Tuff Gong

Zu dieser Zeit hatten sie bereits ihr eigenes Label, das sie Tuff Gong nannten, gegründet. Das Studio richteten sie an der Hope Road 56 im Haus von Marley ein. Am 13. April 1973 erschien das fünfte Studioalbum Catch a Fire, eines der ersten Roots-Reggae-Arbeiten, und hob den Reggae damit auf eine komplett neue Ebene. Lieder wie Stir It Up, Trenchtown Rock oder die Marley-Tosh-Koproduktion Get Up, Stand Up machten die Wailers zu weltweit bekannten Musikern.

Mit wachsendem internationalen Erfolg steigerten sich jedoch auch die Spannungen innerhalb der Gruppe. Insbesondere Tosh traute Blackwell nicht und bemerkte zudem, dass Marley immer mehr zum großen Star avancierte, während die anderen Wailers in seinem Schatten stehen. Die Hervorhebung Marleys führt später auch zu der Umbenennung der Band in Bob Marley & The Wailing Wailers. Nachdem Tosh und Livingston auf dem Album Burnin’ (Oktober 1973) überwiegend nur noch als Begleitsänger auftreten durften, kam es zu unüberbrückbaren Zerwürfnissen, die 1974 zur Trennung führten. Tosh verließ die Band. Wailer blieb Marley aber immer freundschaftlich verbunden.[2] Er bildete sich das Gesangstrio I-Threes, bestehend aus Marleys Frau Rita Marley, Marcia Griffiths und Judy Mowatt. Zudem wurden der Band einige neue Musiker hinzugefügt.

Auch nach Marleys Tod im Jahr 1981 setzten die Wailers ihre Tourneen fort; veröffentlichten jedoch mit Jérusalem nur noch ein Album, das in Zusammenarbeit mit Alpha Blondy entstanden ist. Seit 1963 hat die Band mehrmals Wechsel auf fast allen Positionen durchgemacht, ist aber immer noch aktiv auf Tour und spielt auf ihren Konzerten vor allem die alten Lieder aus der Zeit mit Marley. The Wailers versanken jedoch ohne ihren ehemaligen Frontmann außerhalb der Reggaeszene schnell in die Bedeutungslosigkeit und werden in der breiten Öffentlichkeit kaum noch wahrgenommen. 1987 wurden Carlton Barrett und Peter Tosh erschossen, wobei private oder finanzielle Streitigkeiten sowie politische Motive vermutet wurden. Am 2. Juni 1999 wurde Junior Braithwaite ermordet.

Bandmitglieder

The (Wailing) Wailers (1963–1965)

Bob Marley & The Wailing Wailers (1965–1974)

Bob Marley & The Wailing Wailers (1974–1981)

The Wailers Band (1981–heute)

Gastmitglieder

  • Joe Higgs, Gesang/Perkussion (1973, nach Bunny Wailers Austritt)
  • Constantine Vision Walker, Backgesang (1966 bei einigen Auftritten in den USA)
  • The Upsetters, Zusatzband zur Verstärkung (1967–1969; Upsetters damals noch mit den Barrett-Brüdern)
  • Andrew McIntyre, Rhythmusgitarre (1989–1994)
  • Patrick Merchant Grundner, Leadgesang (Sommer 1998, Europa-Tour)
  • Earl „Chinna“ Smith, Leadgitarre (1976)
  • Donald Kinsey, Leadgitarre (1976, 1979)
  • Ian Wynter, Keyboard (1980, auf der kurzen Uprising Tour in den USA im September)
  • Bernard „Touter“ Harvey, Keyboard (1974, auf Natty Dread)
  • Lee Jaffe, Harmonika (1975, am Anfang der Natty Dread Tour)
  • Neville Garrick, Perkussion (1978–1980; eigentlich Lichteffekte, Perkussion bei Openair-Konzerten)
  • Devon Evans, Perkussion (1979, auf der Survival Tour)
  • Glen Da Costa, Tenorsaxophon (1979)
  • David Madden, Trompete (1979)

Diskografie

Studioalben

Weitere Informationen Jahr, Titel Musiklabel ...
Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen/​‑monate, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne QuellenTemplate:Charttabelle/Wartung/Monatsdaten
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen/Mo­nate, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmer­kungen
 DE  AT  CH  UK  USTemplate:Charttabelle/Wartung/Charts inexistent
1966 The Wailing Wailers
Studio One (WIRL)
— — — — —
Erstveröffentlichung: 15. Oktober 1965
1970 Soul Rebels
Upsetter Records (BCM)
— — — — —
Erstveröffentlichung: Dezember 1970
1971 Soul Revolution Part II
Trojan Records (TTL)
— — — — —
Erstveröffentlichung: Juli 1971
The Best of The Wailers
auch bekannt als: Cheer Up, In the Beginning, Reggae!, Roots I, Shake Down oder Soul Captives
Beverly’s Records (BLP)
— — — — —
Erstveröffentlichung: 23. August 1971
1973 Catch a Fire
Island Records (CBS)
— — — UK—
Gold
Gold
UK
US171
(5 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 13. April 1973
Verkäufe: + 207.500
Burnin’
Island Records (CBS)
— — — UK—
Gold
Gold
UK
US151
Gold
Gold

(6 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 19. Oktober 1973
Verkäufe: + 700.000
1974 Natty Dread
Island Records (EMI)
— — — UK43
Gold
Gold

(5 Wo.)UK
US92
(28 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 25. Oktober 1974
Verkäufe: + 220.000
1976 Rastaman Vibration
Island Records (EMI)
— — — UK15
Gold
Gold

(13 Wo.)UK
US8
Gold
Gold

(22 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 30. April 1976
Verkäufe: + 760.000
1977 Exodus
Island Records (EMI)
DE58 a
Gold
Gold

(2 Wo.)DE
AT21
(1 Mt.)AT
CH40 a
(12 Wo.)CH
UK8
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(65 Wo.)UK
US20
Gold
Gold

(24 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 3. Juni 1977
Verkäufe: + 1.880.000
1978 Kaya
Island Records (EMI)
DE—
Gold
Gold
DE
— — UK4
Platin
Platin

(24 Wo.)UK
US50
Gold
Gold

(17 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 23. März 1978
Verkäufe: + 1.760.000
1979 Survival
Island Records (EMI)
DE40
(23 Wo.)DE
— — UK20
Gold
Gold

(6 Wo.)UK
US70
(14 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 2. Oktober 1979
Verkäufe: + 590.000
1980 Uprising
Island Records (EMI)
DE5
Gold
Gold

(67 Wo.)DE
AT6
(7 Wo.)AT
— UK6
Gold
Gold

(17 Wo.)UK
US45
Gold
Gold

(23 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 10. Juni 1980
Verkäufe: + 1.635.000
1983 Confrontation
Island Records (EMI)
DE31
(16 Wo.)DE
AT18
(1 Mt.)AT
— UK5
Silber
Silber

(19 Wo.)UK
US55
Gold
Gold

(15 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 23. Mai 1983
Verkäufe: + 700.000
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grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

a 
Exodus erreichte erstmals im Frühjahr 2024 die Albumcharts in Deutschland und der Schweiz.

Tourneen

  • 04/1973–07/1973: Catch a Fire Tour – England, USA
  • 10/1973–11/1973: Burnin Tour – USA, Jamaika, England
  • 06/1975–07/1975: Natty Dread Tour – USA, Kanada, England
  • 04/1976–06/1976: Rastaman Vibration Tour – USA, Kanada, Deutschland (Hamburg, Düsseldorf), Niederlande, Frankreich, England, Wales
  • 05/1977–06/1977: Exodus Tour – Frankreich, Belgien, Niederlande, Deutschland (München, Heidelberg, Hamburg, West-Berlin), Schweden, Dänemark, England
  • 05/1978–08/1978: Kaya Tour – USA, Kanada, England, Frankreich, Spanien, Schweden, Dänemark, Norwegen, Niederlande, Belgien
  • 04/1979–05/1979: Babylon by Bus Tour – Japan, Neuseeland, Australien, Hawaii
  • 10/1979–01/1980: Survival Tour – USA, Kanada, Trinidad und Tobago, Bahamas, Gabun
  • 05/1980–09/1980: Uprising Tour – Schweiz (Zürich), Deutschland (München, Köln, Kaiserslautern, Auftritt im WDR-Rockpalast in Dortmund am 13.6., Hamburg, West-Berlin, Kassel), Frankreich, Norwegen, Schweden, Dänemark, Belgien, Niederlande, Italien, Spanien, Irland, England, Schottland, USA

Literatur

  • John Masouri: Wailing Blues: The Story of Bob Marley's „Wailers“. Wise Publications, 2007, ISBN 978-1-84609-689-1.
  • Frank Laufenberg: Hit-Lexikon des Rock & Pop. H-R. Ullstein, Berlin 2007, ISBN 978-3-548-36920-4. S. 1387 ff.
Commons: The Wailers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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