Borna (Liebschützberg)
Ortsteil von Liebschützberg
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Borna ist ein Ortsteil der Gemeinde Liebschützberg im sächsischen Landkreis Nordsachsen. Die ehemalige Landgemeinde schloss sich 1997 mit Liebschützberg zusammen und wurde dessen Ortsteil.
Borna Gemeinde Liebschützberg | ||
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| Koordinaten: | 51° 19′ N, 13° 11′ O | |
| Einwohner: | 432 (31. Dez. 2020)[1] | |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1997 | |
| Postleitzahl: | 04758 | |
| Vorwahl: | 03435 | |
Lage von Borna in Sachsen
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Kirche in Borna (2015) | ||
Geografie und Verkehrsanbindung
Geschichte
Die Ortshistorie ist geprägt durch die Geschichte des Gutes in Borna. Dorf und Rittergut bildeten bis weit zum Anfang des 20. Jahrhunderts hinein juristisch betrachtet zwei eigenständige Ortschaften. Früh waren Ort und Gut bei der Familie von Truchsess, auch Truchsess von Borna oder Truchsess von Wellerswalde genannt, mit einem Hauptsitz in Borna. Sie übten auch das Truchsess-Amt der Markgrafschaft Meißen aus.[2] Bereits 1203 treten sie als Zeugen in alten Urkunden auf.[3] Auch in der Umgegend besaßen sei einige Hufen.[4] Bis 1498 finden sich Nachweise ihres Grundbesitzes in Borna.[5] Mitte des 18. Jahrhunderts waren Teile des Gutes bei der Familie von Schönberg. Bekannter Vertreter dieses Adelsgeschlecht vor Ort war Otto Christian von Schönberg-Bornitz (1721–1785), der während des Siebenjährigen Krieges einige Jahre in preußischer Gefangenschaft verbrachte. An ihn erinnert bis heute ein Schild in der Patronatsloge der Kirche Borna samt Ketten aus seiner Haftzeit.[6] Er war ein direkter Nachfahre des Hausmarschalls Hans Wolf von Schönberg.
Um 1833 ist ein Rittergutsbesitzer von Starschedel der Gutsinhaber.[7] Vor 1871 war Gut Borna dann in bürgerlichen Händen des E. Schönberg, er wohnte aber in Pochra bei Riesa.[8] Im Ort Borna befanden sich 1880 etwa 50 bewohnte Gebäude mit einer Gesamteinwohnerzahl von 348 Einwohnern, auf dem Gut waren zwei Wohneinheiten und 23 Bewohner und das dazugehörige Vorwerk Borna besaß ein Gebäude mit sechs Einwohnern.[9]
Eine Familiengruft in Borna erinnert an die letzten Gutseigentümer, an die alte Adelsfamilie von Byern. Erworben hatte die Begüterung Borna 1877 der Landwirt Gero von Byern (1846–1891).[10] Er war der Sohn des Rudolf von Byern (1805–1882) und der Klara von Britzke (1817–1893) auf Schloss Parchen. Das Mitglied des Deutschen Reichstags Rudolf von Byern war sein Bruder. Das Rittergut Borna hatte 1908 einen Umfang von 250 ha und gehörte zunächst einer Erbengemeinschaft.[11] Die Erben waren die Witwe Melanie, geborene Keil, Tochter des Schriftstellers Ernst Keil und der Lina Aston, und die Kinder Horst,[12] Katharina und Gerhard, der selbst dann später Plantagenbesitzer wurde und den Besitz Plantage Borna benannte, in Deutsch-Ostafrika liegend. Alleinerbe wurde vor 1925 auf den damals 298 ha[13] dann Horst von Byern (1873–1930) verheiratet mit Anneliese von Treu (1874–1956), die als Witwe zuletzt in Leipzig lebte und das Rittergut an den Sohn Gero von Byern gab.[14]

Am 1. Juli 1950 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Bornitz und Wadewitz eingegliedert.
Kulturdenkmale
In der Liste der Kulturdenkmale in Liebschützberg sind für Borna acht Kulturdenkmale aufgeführt.
Sohn des Ortes
- Carl Gottlob Abela (1803–1841), Kantor in Halle
Literatur
- Historie der ausgestorbenen Truchsess von Borna. In: Georg Christoph Kreyßig: Beyträge zur Historie derer Chur- und Fürstlichen Sächsischen Lande. Band 3. Richtersche Buchhandlung, Altenburg 1756, S. 55 ff. Digitalisat
- Walter von Hueck, Friedrich Wilhelm Euler: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser, A (Uradel), Band XII, Band 55 der Gesamtreihe GHdA, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1973, ISBN 3-7980-0755-1, S. 112 f. ISSN 0435-2408. Mit Bildnis vom Herrenhaus Borna.
Weblinks
- Borna. Website der Gemeinde Liebschützberg – Geschichte, OT Borna.
- Borna im Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
