Stauscheibenförderer
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Der Stauscheibenförderer wird in der Bergbauindustrie eingesetzt, um Kohle in steilen Rutschen mit einer Neigung über 18° sicher nach unten zu transportieren. Er reduziert die Geschwindigkeit des Materials und minimiert dabei die Entstehung von Feinstaub und Bruchstücken[1].
Funktionsweise
Der Förderer besteht aus einem Endlosketten- oder Seilsystem mit regelmäßig angebrachten Scheiben. Diese bewegen sich langsam durch die Rutsche und bremsen das abgleitende Material ab.[2]
Einsatzbereich
Hauptsächlich wird der Stauscheibenförderer in Kohlebergwerken verwendet, um Material von Abbaustellen zu Sammelstellen zu transportieren.[1]
Vorteile
- Kontrollierte Geschwindigkeit des Materials.
- Geringere Staubentwicklung.
- Einfache und robuste Bauweise.[3]
Nachteile
- Geringere Förderleistung im Vergleich zu anderen Systemen.
- Regelmäßige Wartung erforderlich.[2]
Alternative Systeme
Ein alternatives System ist der Rohrkettenförderer, der Materialien in einem geschlossenen System transportiert und für kurze Distanzen geeignet ist.[1]
Siehe auch
Quellen
- Der praktische Bergmann, Dr.-Ing. Steffen, Dr.-Ing. v. Praun, Lehrmitteldienst G.m.b.H. Hagen/Essen, 4. Auflage 1954
- Artikel über die Zeche Alstaden auf Oberhausen-Rheinland.de