Brennessel (Programmkino)
Programmkino in Hemsbach, Baden-Württemberg, Deutschland
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Die Brennessel ist ein Programmkino in Hemsbach an der Bergstraße und ein fester Bestandteil des Kulturlebens der Metropolregion Rhein-Neckar.

Seit 1927 werden hier Filme vorgeführt. Zunächst hieß das Kino Union Lichtspiele, den heutigen Namen Brennessel bekam es im Jahre 1982.
Die Brennessel hat zwei Säle. Saal 1 hat 86 Sitzplätze, von denen sich 48 auf Doppelsitzer verteilen. Saal 2 verfügt über 39 Plätze.
Seit jeher fühlt sich die Brennessel dem kulturell anspruchsvollen Film verpflichtet. Neben der regulären Filmvorführung werden auch Veranstaltungen mit Regisseuren und Schauspielern angeboten. Ferner bietet die Brennessel Kinderkino an und arbeitet mit Schulen und anderen kulturellen sowie gesellschaftlichen Einrichtungen zusammen.
Das Brennessel Programmkino wurde bereits mehrfach für sein herausragendes Jahresfilmprogramm ausgezeichnet, unter anderem vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien 1997 bis 2007 sowie von der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg 1997 und 1999 bis 2025.
Seit 2020 verleiht die Brennessel den Kinopreis „Blaugelbe Brennessel“ (2020-2022 „Bronzene Brennessel“) für besondere Verdienste um das Arthouse-Kino. Preisträger waren der Regisseur Michael Verhoeven für das Antikriegsdrama O.K, Berlinale-Direktor Dieter Kosslick für das „Kulinarische Kino“, Schriftstellerin Ingrid Noll für die Romanvorlage für den Kinofilm „Die Apothekerin“ und die Schauspielerinnen Iris Berben und Nastassja Kinski für ihre außergewöhnliche Unterstützung des Arthouse-Kinos. Die „Blaugelbe Brennessel“ wird jeweils von Künstlern aus der Region gestaltet.
Die Brennessel ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater.