Bundesdeutsch
Bezeichnung für alles, was die Bundesrepublik Deutschland oder ihre Bundesbürger betrifft
From Wikipedia, the free encyclopedia
Bundesdeutsch[1][2] oder bundesrepublikanisch ist eine Bezeichnung für alles, was die Bundesrepublik Deutschland oder ihre Bundesbürger betrifft.[3][4] In der Zeit der deutschen Teilung von 1949 bis 1990 wurde von Bundesdeutschen oder – selten – von Bundesrepublikanern[5] im damaligen Bundesgebiet zur Unterscheidung von den DDR-Bürgern und teilweise auch den West-Berlinern[6] gesprochen.[7][8] Die Bezeichnungen wurden im Sprachgebrauch in der DDR wie auch der Bundesrepublik Deutschland selbst verwendet.[9]
Auch danach noch wurde bei den deutschen Minderheiten oder im Kontext derselben von „bundesdeutsch“ in Bezug auf die heutige Bundesrepublik Deutschland gesprochen.[10][11]
Im historischen Kontext steht demgegenüber die Bezeichnung „Reichsdeutsche“ oder Reichsbürger (Bürger des Deutschen Reiches) der Epoche von 1871 bis 1945. Insbesondere benannten ethnische Deutsche, die keine Reichsbürger waren (z. B. Österreicher), so die Deutschen Staatsangehörigen. Auch im Deutschen Reich wurde von „reichsdeutsch“ zur Unterscheidung etwa von „österreichisch“ gesprochen.[12]
Im übrigen deutschen Sprachraum (Österreich, Deutschschweiz, Südtirol, Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien usw.) und bei den deutschen Minderheiten wird der Terminus Bundesdeutsch als Bezeichnung für das in Deutschland gesprochene Standarddeutsch vor und nach der Wiedervereinigung genutzt. Es wird als Abgrenzung gegenüber dem Österreichischen Deutsch und dem Schweizer Hochdeutsch verwendet.[13][14]