Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen

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Der Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen (BÖP) vertritt als Berufsverband die Interessen der Psychologinnen und Psychologen und Studierende der Psychologie in Österreich, wurde 1953 gegründet und hat mehr als 7.500 Mitglieder.[1] Präsidentin ist Beate Wimmer-Puchinger.

RechtsformVerein
(ZVR: 968109293)
Gründung1953
SitzWien
ZweckBerufsverband für Psychologen
Schnelle Fakten Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen (BÖP), Rechtsform ...
Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen
(BÖP)
Rechtsform Verein
(ZVR: 968109293)
Gründung 1953
Sitz Wien
Zweck Berufsverband für Psychologen
Vorsitz Beate Wimmer-Puchinger (Präsidentin), Christina M. Beran (Vize-Präsidentin), Anton-Rupert Laireiter (Vize-Präsident)
Personen Dana M. Müllejans (Generalsekretärin), Lydia Suchmann (Kaufmännische Leitung)
Mitglieder > 7.200
Website www.boep.or.at
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Geschichte

Im Jahr 1953 gründeten Otto Pawlick, Ernst Hofer und Erich Mittenecker den BÖP, und zielten darauf ab, die Interessen akademischer Psychologinnen und Psychologen zu vertreten. In den folgenden Jahren setzte sich der Verband für gesetzliche Regelungen, Ethikrichtlinien und die Stärkung der Position von Psychologinnen und Psychologen ein.

In den 90er Jahren wurde das erste Psychologengesetz verabschiedet, nachdem der Verband jahrzehntelang dafür gekämpft hatte. Weitere Entwicklungen umfassten die Gründung von Fachsektionen, Landesgruppen und die Zusammenarbeit mit anderen psychologischen Organisationen.

Die 2020er Jahre waren durch Professionalisierungsmaßnahmen und bedeutende Projekte zur psychologischen Unterstützung gekennzeichnet. Der Verband feierte sein 70-jähriges Bestehen und erreichte eine Mitgliederzahl von über 6.700. Im Jahr 2024 konnte ein weiterer Meilenstein erreicht werden:

Klinisch-psychologische Behandlung wurde nach jahrzehntelanger berufspolitischer Arbeit des BÖP Kassenleistung. Seitdem ist es Versicherten der großen Kassen (ÖGK, SVS, BVAEB) in Österreich möglich, für klinisch-psychologische Behandlung rückwirkend einen Kostenzuschuss zu erhalten.[2]

Ebenfalls im Jahr 2024 waren erstmals in der Geschichte des Vereins mehr als 7.500 Personen Mitglied des BÖP.[3]

Seit Jänner 2026 stehen Versicherten der ÖGK, SVS und BVAEB erstmals gänzlich kostenfreie klinisch-psychologische Behandlungsplätze zur Verfügung. Bis 2029 werden jährlich über die BÖP-Servicestelle psyhelp mehr als 120.700 Behandlungseinheiten an Betroffene vermittelt. Im Gegensatz zur psychotherapeutischen Versorgung funktioniert die Steuerung hier erstmals zentral österreichweit über eine einzige Plattform.[4] Finanziert wird diese Maßnahme nicht von den Sozialversicherungen, sondern vom Bund im Rahmen des Gesundheitsreformmaßnahmenfonds.[5]

Struktur

Der BÖP ist Gründungsmitglied der Europäischen Föderation der Berufsverbände von Psychologen (EFPA), Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Verbände deutschsprachiger Psychologinnen und Psychologen (ADP) und mit der Österreichischen Gesellschaft für Psychologie (ÖGP) in einer gemeinsamen Föderation.

Der BÖP umfasst 14 Fachsektionen (Arbeits-, Wirtschafts- und Organisationspsychologie, Gesundheitspsychologie, Gerontopsychologie, Kinder-, Jugend- und Familienpsychologie, Klinische Psychologie, Mediation, Notfallpsychologie, Pädagogische Psychologie, Psychotherapie, Rechtspsychologie, Sportpsychologie, Verkehrspsychologie, Umweltpsychologie und Traumapsychologie), neun Landesgruppen und Studierende im BÖP | BÖP-S.

Der BÖP gibt die Zeitschrift Psychologie in Österreich heraus und hat eine eigene Akademie für Psychologie (ÖAP), die sowohl Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen für Psychologinnen und Psychologen als auch Veranstaltungen über psychologische Themen für Nicht-Psychologinnen und Nicht-Psychologen anbietet.

Belege

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