Wärmestube
Gebäude in einem mittelalterlichen Kloster mit Gemeinschaftsfeuer
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Eine Wärmestube (früher auch: Wärmstube) ist ein beheizter Raum, in dem sich Bedürftige aufhalten können. Der Begriff bezeichnet allgemeiner auch eine ambulante Anlaufstelle für Wohnungslose, in der Regel einen Tagestreffpunkt.[1]

Als Kalefaktorium bezeichnet man in Klöstern einen beheizbaren Raum, in dem sich die Mönche oder Nonnen im Winter zeitweise aufhalten konnten.[2] Mitunter wird mit Kalefaktorium auch nur der Raum unterhalb der eigentlichen Wärmestube gemeint, in dem das offene Feuer für die Heizung brannte. Der für den Betrieb der Wärmestube Verantwortliche war der calefactor (lat.) = Heizer. Daraus entwickelte sich die Bezeichnung Kalfaktor für einen Hilfsarbeiter für einfache Aufgaben.
21. Jahrhundert
Bei ungewöhnlich kaltem Wetter werden von Kommunen mitunter beheizte Räume für wärmebedürftige Menschen angeboten. Ein Beispiel sind Warming Centers – eines etwa im Gebäude einer Feuerwehr – in New York, als am 9. Februar 2026 eine Außentemperatur bis hinunter zu −16 °C und Wind herrscht.[3] In einem seit 2022 andauernden Krieg greift Russland auch im Februar 2026 wiederholt Heiz- und Kraftwerke an und beschädigt auch Energienetze. In der 3-Millionen-Stadt Kiew gibt es zeit- und gebietsweise keine Versorgung mit Elektrizität und Fernwärme. Seit Jahren schon werden in Kiew die U-Bahnstationen als Luftschutzraum und relativ warme Notunterkunft benützt.