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Carl-Maria-von-Weber-Denkmal (Eutin)

Ehrenhain für den Komponisten Carl Maria von Weber in dessen Heimatstadt Eutin in Schleswig-Holstein From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Carl-Maria-von-Weber-Denkmal im Weberhain in Eutin erinnert an den deutschen Komponisten Carl Maria von Weber. Das neobarocke Denkmal wurde 1890 nach einem Entwurf von Paul Peterich errichtet. Aktuell (Stand 2026) befindet es sich in einem verwahrlosten Zustand.

Carl-Maria-von-Weber-Denkmal Eutin (2016)

Geschichte

Das Carl-Maria-von-Weber-Denkmal wurde 1890 von der Carl-Maria-von-Weber-Gesellschaft errichtet, um den 1786 in Eutin geborenen Carl Maria von Weber zu ehren. Für die Gestaltung wurde 1887 ein Gestaltungswettbewerb veranstaltet, den der Schwartauer Bildhauer Paul Peterich gewann. Das Denkmal wurde durch Spenden finanziert. Am 1. Juli 1890 fand die festliche Einweihung statt, bei der 150 Sänger und 55 Instrumentalisten unter Leitung des Eutiner Organisten Carl Heynsen Webers Freischützmesse aufführten.

Gesangssolisten waren Mathilde Brandt-Görtz aus Hamburg, Clara Nittschalk aus Berlin, sowie die Schweriner Carl Dierich und Otto Drewes. Konzertmeister war der Geiger Henry Schradieck. Der Chor wurde aus Eutiner und Lübecker Gesangsvereinen gebildet. Nach einem Festumzug der Gesellschaft durch Eutin gaben die Musiker am Nachmittag in der Festhalle ein Konzert mit einem Programm aus Webers Werken, auf dem der Dichter Detlev von Liliencron die Festrede hielt.[1][2]

Beschreibung

Ursprünglicher Zustand. Postkarte. Vor 1909

Das Carl-Maria-von-Weber-Denkmal besteht aus einem fünf Meter hohen viereckigen Obeliskenstumpf aus rotem Granit, der von einer Büste Webers gekrönt wird. An der Vorderseite des Sockels befand sich eine Muse in Gestalt eines Mädchens, das eine Lyra in den Armen hielt und den Blick gen Himmel richtete. Fröhlich musizierende Kindergestalten befanden sich auf der Rückseite des Sockels. Auf beiden Seiten des Denkmals wiesen die Masken der Tragödie und der Komödie angebracht. Der Pfeiler trug auf der Vorderseite einen mit Schleifen geschmückten Lorbeerkranz mit der vergoldeten Inschrift „Karl Maria von Weber“. Eingefasst wurde das Denkmal von einem niedrigen schmiedeeisernen Gitter.

Bis auf die Büste Webers und den Lorbeerkranz wurden sämtliche Bronzeelemente des Denkmals während des Zweiten Weltkriegs zu Rüstungszwecken eingeschmolzen. Aktuell (Stand 2026) befindet es sich in einem verwahrlosten Zustand. Der Pfeiler ist vandalisiert, der Lorbeerkranz gestohlen und die Inschrift beschmiert.

Die Gedenkstätte liegt im Carl-Maria-von-Weber-Hain (Weberhain), einem nahe des Ortszentrums von Eutin gelegenem Hain. Der Hain mit dreieckigem Grundriss wird südwestlich von der Carl-Maria-von Weber-Straße und nordnordöstlich von der Charlottenstraße begrenzt. Auf der südöstlichen Seite wird die Freifläche von einer niedrigen, in der Mitte ca. 1,5 m hohen Mauer aus behauenen Feldsteinen abgeschlossen. Im mittleren Teil der Mauer ist ein Relief mit einer Szene aus der Oper Der Freischütz von Carl Maria von Weber eingelassen. Die Mauer mit dem Relief wurde 1926 erbaut. Der Carl-Maria-von-Weber-Hain ist als Naturdenkmal ausgewiesen.

Literatur

  • Egon Jacob: Das Weber-Denkmal in Eutin wurde hundert Jahre alt – in: Jahrbuch für Heimatkunde, Eutin 1990 (Seite 137–141)
  • Georg Harders: Der Bildhauer Professor Paul Peterich – Leben und Werk, Bad Schwartau 1988 (Erwähnung der Entstehung & Geschichte des Denkmals)
  • Otto Rönnpag: Wer spendete für Carl Maria von Webers Denkmal? – in: Jahrbuch für Heimatkunde, Eutin 1993 (Seite 90–91)
Commons: Carl-Maria-von-Weber-Denkmal (Eutin) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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