Carl Bauditz
dänischer Generalleutnant (1741-1816)
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Friedrich Carl Bauditz (* 20. August 1741 in Schloss Traventhal, Herzogtum Holstein; † 9. April 1816 in Aarhus, Dänemark) war ein dänischer Offizier, zuletzt im Dienstgrad Generalleutnant.
Familie
Bauditz entstammte dem dänischen Zweig des ursprünglich Oberlausitzer Adelsgeschlechts Baudissin. Er wurde in Traventhal geboren, wo sein Vater, Adolph August Bauditz (1696–1763), ein Amts- und Landrat im herzoglichen Land Plön, lebte. Seine Mutter war Cathrine geb. Claussen (* 1717).
Biographie
Ursprünglich sollte Bauditz Jurist werden und besuchte zu diesem Zweck das Gymnasium Schloss Plön. Doch während der Truppenmusterung in Holstein 1758 interessierte er sich für den Militärdienst und wurde auf Empfehlung von Herzog Friedrich Karl als Freiwilliger in die Leibgarde zu Fuß aufgenommen, von wo er zum Regiment des Kronprinzen Christian – später des Königs – wechselte. 1762 nahm er als Fähnrich am Zug nach Mecklenburg teil, wurde im folgenden Jahr Leutnant, 1769 Oberleutnant, 1782 Hauptmann, 1787 Major, 1796 Oberstleutnant und 1803 Oberst.
1806 wurde er Kommandeur des 1. Jütland-Regiments und erhielt 1808 die Beförderung zum Generalmajor. 1812 war die dänische Hauptarmee auf Seeland stationiert, um den von Karl Johann von Schweden, ehemals französischer Marschall, erwarteten Angriff abzuwehren. Dänemark war als Verbündeter Napoleons gezwungen, Truppen gegen Karl Johann aufzubieten, nachdem dieser sich 1813 mit schwedischen Truppen gegen Napoleon stellte und Oberbefehlshaber der sogenannten Nordarmee der Koalition geworden war. Zur Verteidigung der Insel wurde ihm das Kommando über die 2. Division der Armee anvertraut, die den nordöstlichen Teil der Insel bewachte. Zeitgleich diente auch sein Sohn Gustav Bauditz (1780–1849) vor Ort in der Avantgarde unter General Johann von Ewald.
1813 wurde er zum Ritter des Dannebrogordens ernannt. 1816 schied er aufgrund zunehmender Sehschwäche als Generalleutnant aus dem Dienst aus.
Privates
Er heiratete 1772 Dorothea Sophie Koye (1748–1785), eine Tochter des Majors und späteren Kreisverwalters auf Møn Valentin Koye und Sophie Cathrine, geborene Ramcken. Das Paar hatte unter anderem die folgenden Kinder:
- Ferdinand Christian Fürchtegott Bauditz (1778–1849), General
- Carl Gustav Heinrich Bauditz (1780–1849), Generalmajor
Bauditz starb am 9. April 1816 in Aarhus, wo er auch begraben wurde.
Literatur
- P.C. Bang: Carl Bauditz. In: Carl Frederik Bricka (Hrsg.): Dansk biografisk Lexikon. Tillige omfattende Norge for Tidsrummet 1537–1814. 1. Auflage. Band 1: Aaberg–Beaumelle. Gyldendalske Boghandels Forlag, Kopenhagen 1887, S. 597 (dänisch, runeberg.org).
- C.J. Anker, Oberst N. Tidemands Optegnelser.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bauditz, Carl |
| ALTERNATIVNAMEN | Bauditz, Friedrich Carl |
| KURZBESCHREIBUNG | dänischer Generalleutnant |
| GEBURTSDATUM | 20. August 1741 |
| GEBURTSORT | Schloss Traventhal, Herzogtum Holstein |
| STERBEDATUM | 9. April 1816 |
| STERBEORT | Aarhus, Dänemark |