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Heinrich Friedmann

deutscher Komponist (1866–1942) From Wikipedia, the free encyclopedia

Heinrich Friedmann (* 27. Juli 1866 in Posen; † 4. Oktober 1942 im Ghetto Theresienstadt) war ein deutscher Komponist und Musikverleger.

Der kreuzfidele Kupferschmied: Trio-Einleitung
Kupferschmied: Trio, Strophe
Kupferschmied: Trio, Refrain

Zahlreiche Werke veröffentlichte Friedmann unter Pseudonymen. Zu diesen zählen Arthur (Artur) Melba, Heinrich Werner, Carl Peter (Peters) und Heinrich Mannfred (Manfred).[1] Unter letzterem Namen lebte er auch in Berlin und taucht damit u. a. von 1899 bis 1934 in dortigen Adressbüchern auf.[2]

Unter dem Pseudonym Carl Peter veröffentlichte Friedmann 1881 den populären Marsch Der kreuzfidele Kupferschmied.[3] Neben den typischen Merkmalen von Marschmusik enthält das Stück im Trio Passagen, die gesungen, mit dem Amboss gespielt und gepfiffen werden sollen. Der Marsch erschien 1883 in einer Blasmusikausgabe[4] und 1888 für Bandoneon.[5] Er wurde international populär, in englischsprachigen Ländern unter dem Titel The Jolly Coppersmith,[6] im Französischen als Le Joyeux Forgeron und auf Schwedisch Den glade kopparslagaren. Das Thema wurde mehrfach als Filmmusik eingesetzt, darunter in dem schwedischen Film Fräulein Julie.[7]

Friedmann lebte in Berlin und wurde im April 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert.[2] Dort ist er am 4. Oktober 1942 gestorben. Auf der Todesfallanzeige wurde, wie dort üblich[8], Enteritis Darmkatarrh vermerkt.[9]

Werke (Auswahl)

  • Der kreuzfidele Kupferschmied. Humoristischer Marsch für Pianoforte mit Gesang ad libitum, Op. 70.[3]
  • Bei der frischen kühlen Blonde. Schnell-Polka f. Orch. Dresden, Seeling, Op. 86.[10]
  • Erinnerung an Franz Abt, Op. 115
  • Paraphrase über das Lied „Die Uhr“, Op.120
  • Paraphrase über das Lied „Noch sind die Tage der Rosen“, Op.116
  • Die schönste Erinnerung, Op.113
  • Du Allein, Op.112
  • Carmencita, Op.131

Einzelnachweise

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