Carl Ulrik Emil Haxthausen
dänischer Generlamajor (1807-1889)
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Carl Ulrik Emil Baron Haxthausen (* 10. Oktober 1807 in Kiel; † 9. Mai 1889 in Kopenhagen, Dänemark) war ein dänischer Offizier, zuletzt im Range eines Generalmajors. Er wurde vor allem durch seinen Einsatz in der Schlacht bei Idstedt bekannt.
Biographie
Frühe militärische Laufbahn
Haxthausen entstammte dem ursprünglich westfälischen Uradelsgeschlechts Haxthausen aus dem Hochstift Paderborn, dessen dänischer Zweig einige einflussreiche Offiziere stellte. Sein Vater war der Generalmajor Frederik Julius Haxthausen. Bereits im Alter von 14 Jahren trat er als Freiwilliger in die dänische Armee ein und wurde kurz darauf Kadett bei der Artillerie. 1823 wurde er zum Sekondleutnant befördert, 1837 wurde er Premierleutnant und 1841 Kapitän (Hauptmann).
Schleswig Holsteinische Erhebung (1848–1851)
Bei Ausbruch der Feindseligkeiten 1848 befehligte er zunächst eine Halbbatterie zur Verteidigung des Kleinen Belts. Im Juni 1848 übernahm er die Führung der 6. Batterie. Mit dieser Einheit nahm er 1849 an den Kämpfen bei Ejstrup sowie den Gefechten bei Alminde und Vejle teil. Er war zudem am strategisch bedeutenden Rückzug des Generals Olaf Rye nach Jütland beteiligt.
Seinen berühmtesten Einsatz hatte Haxthausen in der Schlacht bei Idstedt (1850). Dort hielt er mit den acht Kanonen seiner Batterie über längere Zeit allein die Stellung gegen eine Übermacht von 24 feindlichen Geschützen. Diese Leistung galt in dänischen Militärkreisen als außergewöhnliches Beispiel für Standhaftigkeit und taktisches Geschick der Artillerie.
Diplomatische Mission und weiterer Aufstieg
1852 wurde Haxthausen eine besondere Ehre zuteil: Er reiste nach Russland, um dem Zaren Nikolaus I. eine Espingol-Batterie (eine frühe dänische Mehrschusswaffe) als Geschenk von König Friedrich VII. zu überreichen. 1854 wurde er Major und 1856 Kommandeur des Artillerie-Brigadestabs. 1861 übernahm er als Oberstleutnant das Kommando über das 1. Artillerieregiment. Bei dem Besuch des schwedischen Königs Karl XV. in Kopenhagen im Jahr 1862 diente Haxthausen diesem als persönlicher Begleiter (Attaché).
Deutsch-Dänischer Krieg 1864
Zu Beginn des Deutsch-Dänischen Krieges befehligte Haxthausen die Reserveartillerie der Armee. Nach dem Rückzug der dänischen Truppen in die Düppeler Schanzen wurde er zum höchstkommandierenden Artillerieoffizier der gesamten Stellung ernannt. Er organisierte die Platzierung der schweren Geschütze in den Schanzen, musste jedoch am 17. März 1864 aus gesundheitlichen Gründen von seinem Kommando zurücktreten – nur einen Monat vor dem entscheidenden Sturm der Preußen.
Für seine Verdienste wurde er zum Kommandeur 1. Grades des Dannebrogordens ernannt und erhielt den Charakter eines Obersten.
Späte Jahre
Im Dezember 1864 wurde Haxthausen ehrenvoll aus dem aktiven Dienst verabschiedet. 1886 wurde ihm das Patent eines Generalmajors verliehen. Haxthausen blieb zeitlebens unverheiratet und galt als eine „noble Persönlichkeit“, die bis zu seinem Tod im Jahr 1889 eng mit seiner Waffengattung, der Artillerie, verbunden blieb.
Literatur
- Peder N. Niewenhuis: Haxthausen, Carl Ulr. Emil. In: Carl Frederik Bricka (Hrsg.): Dansk biografisk Lexikon. Tillige omfattende Norge for Tidsrummet 1537–1814. 1. Auflage. Band 7: I. Hansen–Holmsted. Gyldendalske Boghandels Forlag, Kopenhagen 1893, S. 173–174 (dänisch, runeberg.org).
- Nationaltidende. Ausgabe 4983.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Haxthausen, Carl Ulrik Emil |
| ALTERNATIVNAMEN | Haxthausen, C. U. E. |
| KURZBESCHREIBUNG | dänischer Generalmajor |
| GEBURTSDATUM | 10. Oktober 1807 |
| GEBURTSORT | Kiel |
| STERBEDATUM | 9. Mai 1889 |
| STERBEORT | Kopenhagen, Dänemark |