Carsten Bäcker
deutscher Jurist und Hochschullehrer der Universität Bayreuth
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Carsten Bäcker (* 18. Januar 1979 in Kiel) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler und Professor für Öffentliches Recht, Verfassungstheorie und Rechtsphilosophie an der Universität Bayreuth.

Leben
Nach seinem Jurastudium und einer sich an dieses anschließenden Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Robert Alexy an der Universität Kiel absolvierte er von 2006 bis 2008 sein Referendariat. 2007 wurde er an der Universität Kiel mit einer Dissertation mit dem Titel Begründen und Entscheiden. Kritik und Rekonstruktion der Alexyschen Diskurstheorie des Rechts promoviert. Von 2008 bis 2013 war Bäcker erneut bei Robert Alexy als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie der Universität Kiel tätig. Ab 2012 war er zudem am Kieler Hermann-Kantorowicz-Institut für juristische Grundlagenforschung aktiv. 2015 erfolgte die Habilitation mit einer Arbeit zum Thema Gerechtigkeit im Rechtsstaat. Das Bundesverfassungsgericht an der Grenze des Grundgesetzes. Er erhielt die venia legendi (Lehrbefugnis) für die Fächer Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie. Von 2015 bis 2018 übernahm Bäcker Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Mainz, Heidelberg und Konstanz. Seit 2018 ist Bäcker Inhaber eines Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Verfassungstheorie und Rechtsphilosophie an der Universität Bayreuth.
Im Jahr 2023 initiierte er die Gründung der Forschungsstelle für fundamentale Rechte der Universität Bayreuth, als deren Direktor er fungiert. Zudem ist er Mitglied der Ethikkommission sowie der Präsidialkommission für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der Universität Bayreuth und lokale Ombudsperson für wissenschaftliche Integrität.
Carsten Bäckers Forschungsschwerpunkte liegen im Staatsrecht und in der Rechtsphilosophie. Gemeinsam mit Robert Alexy und Martin Borowski gibt er die Reihe „Studien zu Rechtsphilosophie und Rechtstheorie“ im Nomos Verlag heraus.
Publikationen (Auswahl)
- Staat, Kirche und Wissenschaft. Theologische Fakultäten und das Neutralitätsgebot, in: Der Staat 48 (2009), S. 327–353
- Rules, Principles, and Defeasibility, in: M. Borowski (Hrsg.), On the Nature of Legal Principles, ARSP-Beiheft 119, Steiner, 2010, S. 79–91, ISBN 978-3-515-09608-9
- Begründen und Entscheiden. Kritik und Rekonstruktion der Alexyschen Diskurstheorie des Rechts, 2. Auflage, Baden-Baden 2012, ISBN 978-3-8329-6630-0
- Gerechtigkeit im Rechtsstaat. Das Bundesverfassungsgericht an der Grenze des Grundgesetzes, Tübingen 2015, ISBN 978-3-16-153916-9
- Begrenzte Abwägung. Das Menschenwürdeprinzip und die Unantastbarkeit, in: Der Staat 55 (2016), S. 433–460
- Begrenzter Wandel. Das Gewollte als strukturelle Grenze der Verfassungsinterpretation am Beispiel des Art. 6 I GG, in: AöR 143 (2018), S. 339–392
- Verfassungsanalogien. Das Bundesverfassungsgericht an der Grenze des Grundgesetzes, in: Der Staat 60 (2021), S. 7–41
Weblinks
- Literatur von und über Carsten Bäcker im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Lehrstuhlseite Universität Bayreuth mit Lebenslauf und vollständiger Liste seiner Veröffentlichungen (PDF; 0,2 MB)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bäcker, Carsten |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Jurist und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 18. Januar 1979 |
| GEBURTSORT | Kiel |