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Caspar Klotz

deutscher Maler From Wikipedia, the free encyclopedia

Caspar Gerhard Klotz (* 1774 in Mannheim; † 5. Dezember 1847 in München) war ein deutscher Zeichner, Miniatur- und Porträtmaler. Er gehörte zur Münchner Malerfamilie Klotz und war insbesondere für seine fein ausgeführten Miniaturbildnisse sowie seine Porträts bayerischer Persönlichkeiten bekannt. Er wirkte über mehrere Jahrzehnte als Hofmaler in München[1].

Selbstporträt: Caspar Klotz

Leben

Caspar Gerhard Klotz wurde 1774 in Mannheim als ältester Sohn des Bühnen- und Theatermalers Matthias Klotz (1748–1821) geboren. Sein Vater trat wenig später als kurfürstlicher Hof- und Theatermaler in den Dienst des Münchner Hofes, sodass Caspar Klotz in München aufwuchs. Die Position des Caspar Klotz im Familienstammbaum der Künstlerfamilie Klotz stellt sich wie folgt dar:

  1. Matthias Klotz (1748–1821); Kurfürstlicher Hof- und Theatermaler, Lithograf, Farbenlehrer ⚭ 1773 Louise Ritter (1757–?), Miniaturmalerin
    1. Caspar Klotz (1774–1847); Miniaturmaler und Hofmaler
      1. August Klotz (1808–1853); Historienmaler, Konservator
      2. Karl Klotz (1810–1834); Genremaler
    2. Simon Klotz (1777–1825)
    3. Sophie Henriette Klotz (1778–1863) ⚭ Franz Seraph Cramer (1790–1835), Hofmusiker in München[2]
    4. Joseph Klotz (1785–1830); Maler, Lithograf, Bühnenbildner und Hoftheatermaler
    5. N.N. (Tochter)

Seine erste künstlerische Ausbildung erhielt er im Elternhaus. Anschließend besuchte er die Münchner Kunstakademie, wo er sich auf Zeichnung und Porträtmalerei spezialisierte. Schon früh machte er sich mit fein ausgeführten Miniaturporträts einen Namen, die vor allem im bayerischen Adel und im Münchner Bürgertum geschätzt wurden.

Im Laufe seiner Karriere wurde Klotz zum Hofmaler ernannt. Neben Miniaturen schuf er Ölporträts und Zeichnungen bedeutender Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Seine Werke zeichnen sich durch eine sorgfältige Charakterisierung der Dargestellten und eine präzise Wiedergabe der Gesichtszüge aus. Stilistisch steht sein Schaffen zwischen dem Klassizismus und dem Biedermeier.

Klotz war über viele Jahrzehnte in München tätig und gehörte zum festen Kreis der dortigen Künstler. Er starb mit 73 Jahren[3] am 5. Dezember 1847 in München.

Werk

Caspar Gerhard Klotz arbeitete hauptsächlich als Porträt- und Miniaturmaler. Seine kleinformatigen Elfenbeinminiaturen dienten häufig als Erinnerungs- und Repräsentationsstücke. Darüber hinaus fertigte er Zeichnungen und Ölporträts an.

Zu seinen porträtierten Persönlichkeiten gehörten Angehörige des bayerischen Hofes, Beamte, Offiziere sowie Mitglieder des Münchner Bildungs- und Bürgertums. Seine Werke befinden sich heute unter anderem in öffentlichen Sammlungen und Museen sowie in Privatbesitz.

Am Oberwiesenfeld: Mitglieder einer öffentlichen Turnanstalt vor den Toren Münchens, 1836

Eine Auswahl der Werke:

Bedeutung

Caspar Gerhard Klotz zählt zu den Münchner Porträt- und Miniaturmalern der Übergangszeit vom Klassizismus zum Biedermeier. Sein Werk dokumentiert das Bildniswesen am bayerischen Hof und im Münchner Bürgertum der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Gemeinsam mit seinem Vater und seinen Brüdern gehört er zu den prägenden Vertretern der Künstlerfamilie Klotz.

Literatur

  • Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 21. E. A. Seemann, Leipzig 1927.
  • Bénézit: Dictionnaire critique et documentaire des peintres, sculpteurs, dessinateurs et graveurs.
Commons: Caspar Klotz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Nagler, G. K.: Klotz, Caspar. In: Neues allgemeines Künstler-Lexikon, 1839. 6. August 2026;.

Einzelnachweise

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