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Castello dei Conti d’Aquino (Roccasecca)

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Das Castello dei Conti d’Aquino ist eine Burgruine aus dem 10. Jahrhundert auf dem Monte Asprano über der Stadt Roccasecca in der italienischen Region Latium.

Schnelle Fakten
Castello dei Conti d’Aquino
Ruine des Castello dei Conti d’Aquino

Ruine des Castello dei Conti d’Aquino

Staat Italien
Ort Roccasecca
Entstehungszeit 10. Jahrhundert
Burgentyp Höhenburg
Erhaltungszustand Ruine
Bauweise Bruchstein
Geographische Lage 41° 33′ N, 13° 40′ O
Höhenlage 366 m s.l.m.
Castello dei Conti d’Aquino (Latium)
Castello dei Conti d’Aquino (Latium)
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Geschichte

Ursprünge

Auf dem Berg wurde 994 im Auftrag des Abtes von Montecassino, Mansone, das Castello dei Conti d’Aquino errichtet; der Abt schloss sich zu diesem Zweck mit der Familie D’Aquino aus Pontecorvo zusammen. Die Burg diente Verteidigungszwecken. Die strategische Bedeutung der Burg begründete sich in der Kontrolle des unteren Valle di Sacco-Liri und dessen Vereinigung mit dem Valle di Melfa. Mehrmals wurde die Burg zerstört und wiederaufgebaut. Nachdem sich die Langobarden um das 8. – 9. Jahrhundert in Aquino niedergelassen hatten, waren die ersten „Herren“ von Aquino Langobarden, die die Dynastie und die Grafschaft Aquino begründeten.

996–1504

Der Graf Adenolfo III. zerstörte 996 die Burg von Roccasecca. Gleich nach dem Jahr 1000 wurde sie wieder aufgebaut. 1139 siegten die Normannen und Roger II. nach dem Frieden von San Germano in Süditalien und so waren der Niedergang und später das Ende der Grafschaft Aquino besiegelt. In verschiedenen Kämpfen wurde die Burg mehrmals zerstört und später größer von Landolfo und Rinaldo II. d’Aquino wieder aufgebaut; sie war dann ein Burg mit zylindrischem Turm, die bis 1197, der Belagerung durch die Truppen Kaiser Heinrich VI. Bestand hatte. In der Burgfestung logierte im 13. Jahrhundert auch Kaiser Friedrich II. einige Tage lang, der mit der Familie des Heiligen Thomas von Aquin verwandt war. Der letzte legitime Inhaber des Grafentitels war Landone IV., dessen Söhne, Pandolfo und Rinaldo, zwei unterschiedliche Familienzweige begründeten. Einige Dokumente aus dem Ende des 13. Jahrhunderts bezeugen, dass Roccasecca sich des Titels „Universitas hominum“ rühmen konnte, also eine autonome Verwaltung hatte, auch wenn sie unter der Herrschaft der D’Aquinos stand. 1414 fiel Roccasecca in den Besitz der König von Neapel, Johanna II. 1442 belehnte Alfons I. Francesco II. mit dem Lehen von Roccasecca. Fünf Jahre später, 1447, wurde die Burg von den Truppen des Papstes Calixt III. belagert und Roccasecca wurde wieder den D’Aquinos zugewiesen. 1495 plünderten die Truppen von Karl VIII. von Frankreich die Burg. 1503 wurde Roccasecca erneut von den Franzosen belagert, aber nicht eingenommen. Über diesen Vorgang berichtete Francesco Giucciardini in seiner „Storia d’Italia“. Ein Jahr später belehnte das katholische Königspaar von Spanien, Ferdinand II. und Isabella I. Ferdinando II. mit Roccasecca.

Der Niedergang

Im 17. Jahrhundert verlor die Burg die Kontrolle über das Tal und wurde zu einem einfachen Lehen, das von den D’Avalos an die Colonnas und an die Boncompagnis fiel, bis es 1796 von den Franzosen besetzt wurde. Einigen Geschichtswissenschaftlern zufolge wurde der berühmte Dominikaner Thomas von Aquin 1225 in der Burg geboren und zwar in den Räumlichkeiten, die heute noch „Casa di San Tommaso“ genannt werden.

Beschreibung

Auch wenn die Burg heute nur noch eine Ruine ist, besteht sie doch aus den Resten einer Wehrmauer mit rechteckigem Grundriss, an der Nordost- und der Nordwestecke mit Türmen bewehrt, sowie mit einem Bergfried und einem Turm an der Südostecke. Der Eingang liegt auf der Westseite der Kurtine. Im Innenhof kann man eine große Zisterne sehen, die zur Sammlung von Regenwasser benötigt wurde. Außerhalb der Umfassungsmauer findet sich ein Aussichtsturm namens „del Cannone“. Der Sage nach war dort Thomas von Aquin nach seiner Zeit im Gefängnis von Monte San Giovanni Campano eingesperrt.

Der Archäologe Michelangelo Cagiano de Azevedo beschreibt ihn in seinem Artikel „La chiesetta di San Tommaso presso il castello di Roccasecca“, wie folgt:

“Il castello è costituito da un mastio con una torre piazzato all’angolo Sud-Est di una cinta quadrata di mura, rinforzata agli angoli da bastioni quadrangolari e semicircolari. Una cortina di mura merlate si dirige verso est fino ad una torre isolata – di costruzione, peraltro più tarda – mentre altre 2 cortine, scandite da torri merlate, anche esse semicircolari e occidentale del monte, includendo nel loro perimetro anche il semidiruto borgo medievale detto “Castello”. Più a valle, sull’ultima gibbosità del monte verso la pianura, a colle Granaro, sono i resti di un fortino medievale, certamente connesso con il castello di monte S. Angelo, posto a guardia del non lontano ponte sulla Melfa, il cosiddetto “ponte vecchio”, fortino i cui ruderi furono stranamente interpretati come quelli della antica Duronia.”

„Die Burg besteht aus einem Bergfried mit einem an der Südostecke eines quadratischen, an den Ecken mit rechteckigen und halbrunden Bastionen verstärkten Mauerrings platzierten Turm. Eine mit Zinnen versehene Kurtine führt nach Osten bis zu einem einzelnen Turm – jedoch späterer Bauart -, während zwei weitere Kurtinen, besetzt mit zinnenbewehrten Türmen, auch halbrund und westlich des Berges, in ihrem Umfang auch die halb zerstörte, mittelalterliche Siedlung namens „Castello“ einschließen. Weiter talwärts, auf der letzten Wölbung des Berges zur Ebene hin, dem Colle Granaro, sind die Reste eine kleinen, mittelalterlichen Festung, die sicherlich mit der Burg auf dem Monte San Angelo verbunden sind, die zur Bewachung unweit der Brücke über die Melfa steht, dem sogenannten „Ponte vecchio“, eine kleine Festung, deren Ruinen seltsamerweise als die der alten Duronia interpretiert wurden.“

Knapp außerhalb der Festung, unter der Kontrolle des Bergfrieds und kleinen, zylindrischen Turms findet sich die kleine Kirche Santa Croce.

Quellen

  • Centro documentazione beni culturali Roma: Premio Nazionale IL RIUSO DEI CASTELLI della provincia di Frosinone. Abbazia di Casamari, Frosinone 1998.
Commons: Castello dei Conti d'Aquino, Roccasecca – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Il Castello dei Conti di Aquino, casa di San Tommaso ed il Borgo Medievale. Comune di Aquino, archiviert vom Original am 4. Mai 2021; (italienisch).
  • Roccasecca e San Tommaso D’Aquino. Provincia di Frosinone; (italienisch).

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